Kräuter für die Menstruation
Jede Frau hat mit dem Beginn der Menstruation ihren "Mond" oder ihre "Mondphase"; etwas das ich als Mann zunächst nur intelektuell nachvollziehen kann, aber als in einer Ehe lebender Partner sozusagen hautnah erfahre. Nachdem mir meine Frau geschildert hatte, wie sich das anfühlen kann, seine "Tage" zu haben - anschaulich an einer beginnenden Blasen- und Harnleiterentzündung meinerseits erklärt - führte dies dazu, mich mit diesem Thema intensiv zu befassen.

Vor etwa 10 Jahren begann ich dann mit meinen Studien, welche hauptsächlich darin bestanden, Frauen aus meinem Bekanntenkreis diesbezüglich zu befragen und die Literatur zu prüfen, sowie von kräuterkundigen Frauen (und Männern) Rezepte und Anwendungsbeispiele zu sammeln. Es kristallisierten sich insgesamt 24 verschiedene Pflanzenarten heraus, welche spezifisch bei Menstruationsbeschwerden angewendet werden - von der einheimischen Petersilienwurzel bis hin zur aus den USA stammenden Traubensilberkerze.
Was mir bei diesen Studien ebenfalls auffiel, war, dass bestimmte Pflanzen in den von mir gesammelten Rezepten nie gemischt wurden, während andere Kräuter praktisch in jeder der Teemischungen vertreten waren - als ich jedoch die pharmakologischen Wirkungen der Pflanzen nachlas, konnte ich mir darauf keinen Reim machen. So stöberte ich weiter und sammelte Erfahrungen und Informationen.

Nun wirken Pflanzen ja bekanntlich auf verschiedenen Ebenen; neben der materiellen, substantiellen Ebene der enthaltenen Wirkstoffe, besitzen die Pflanzen "energetische" Wirkspektren, die sogenannte informatorische Ebene und "magische" Beziehungen zu Planeten, Tages- und Jahreszeiten sowie bestimmten Konzepten, welche wir als Gottheiten bezeichnen.
Das Ergebnis meiner Untersuchungen war, das anscheinend vier Grundtypen des "Mondzyklus" bei Frauen existieren und den "magischen" Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde zugeordnet werden können, welche bei Beschwerden auch unterschiedlich - und mit verschiedenen Kräutermischungen behandelt - zu einer Linderung führen.

Der "Feuertypus"
Die auftretenden Symptome sind hier in der Hauptsache Schmerzen, die durch verminderte Anregung der Muskeln (verminderter Tonus) hervorgerufen werden und dadurch den Abfluss des Blutes nicht aktiv unterstützen. Oft kommt noch eine allgemeinde "Durchblutungsstörung", die sich mit kalten Händen, Müdigkeit oder einem allgemeinen Erschöpfungszustand zeigt.
Die entsprechende Teemischung enthält als Hauptbestandteile Petersilienwurzel (Erhöhung des Muskeltonus, Uterusaktive Inhaltsstoffe), Roßkastanie (fördert die Durchblutung) und in geringeren Mengen Traubensilberkerze (pflanzliches "Östrogen"); weiterhin echten Wolfstrapp, Beifuß (Mondenergie) und Eisenkraut (aktive Wasserenergie), Wermut (aktive Marsenergie, Feuer), sowie Hirtentäschel und Tausendgüldenkraut (welche für die Anregung der Körpersäfte sorgen) und eine homöopathische Dosis Mönchspfeffer, dieser sorgt für die Harmonisierung des Zyklus.

Der "Wassertypus"
Die auftretenden Symptome sind hauptsächlich Schmerzen durch eine verkrampfte Muskulatur, welche den Abfluss des Blutes mindert und etwas, was von den Frauen als eine Art "Energiestau im Unterleib" beschrieben wurde, welcher ein natürliches Fließen blockiert.
Die entsprechende Teemischung enthält als Hauptbestandteile Schneeballbaumrinde (uterusentspannende Inhaltsstoffe) und Melisse (passive Mond und Wasserenergie), des weiteren Kamille (kalte Sonnenkraft) und Pfefferminze (stimmungsaufhellend), sowie in geringenen Mengen - als magisches "Gegengewicht" zur Melisse - Eisenkraut, Wolfstrapp und Beifuß. In homöopatischer Dosis ist Mutterkraut und schwarze Malve enthalten, als leichtes Schmerzmittel und um den Zyklus zu harmonisieren.

Der "Luft-Typus"
Bei "luftigen Typen" sitzt die Ursache für Beschwerden oder des Unwohlseins offensichtlich in den höheren Regionen des Körpers - hier spielt der Kopf eine Rolle. Als Symptome werden hauptsächlich Migräne oder Kopfschmerzen genannt, sowie eine allgemein depressive Stimmung.
Die entsprechende Teemischung enthält als Hauptbestandteile Schlüsselblumenwurzel, deren Inhaltsstoffe direkt gegen Migräne und Kopfschmerz helfen, sowie Hirtentäschel. Unterstützend dazu ist in der Mischung Weidenrinde und Mutterkraut (ebenfalls als leichte Schmerzmittel) sowie Tausendgüldenkraut, Melisse, Frauenmantel (aktive Venus-Wasser-Energie) und Frauenwurzel (passive Venus-Wasser-Energie) in gleicher Menge zur Harmonisierung der Stimmung. In homöopathischen Dosen enthalten sind Mönchspfeffer sowie Mistel um den Zyklus zu harmonisieren.

Der "Erde-Typus"
Die Hauptsymptome sind hier unregelmäßige Zykluszeiten, unspezifische Schmerzen, allgemeines Unwohlsein und auch sich seelisch und psychisch aus "dem Rhythmus gekommen" zu fühlen.
Die entsprechende Teemischung ist es vor allem die Kombination von Frauenwurzel, Wolfstrapp und Hirtentäschel in Verbindung von geringen Mengen an Traubensilberkerze, welche die besten Erfolge bei auftretenden Beschwerden zeigt. Herzgespann, Schlüsselblumenblüten, Melisse und Mutterkraut sind in geringeren Mengen enthalten; in der Mischung ist auch Geißraute, die auf magische Weise für eine die Gedanken "reinigende" Wirkung sorgt. Hier sollte die Teemischung im Gegensatz zu den anderen Grundtypen, vor allem zwischen den "Tagen" angewendet werden; und zwar 6 Tage vor bis 6 Tage nach der Menstruation sowie ca. 2 Tage vor bis 2 Tage nach dem Eisprung.

Noch ein paar Worte...
...das soll jetzt natürlich nicht heissen, das ich alle Frauen in diese 4 Gruppen stereotyp einordne - jede Frau ist ein Individuum, es scheint jedoch bestimmte Grundmuster zu geben, die immer wieder symptomatisch erscheinen.
Ich habe deswegen mit Absicht keine genauen Rezepte angegeben (obwohl ich diese Teemischungen selbst herstelle), da ich sebst häufiger von dem Grundrezept abweiche und einer Frau, die mich um eine Teemischung anfragt, ein individuelles Rezept mische, welches auf den Grundprinzipen basiert.


Magister Botanicus


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