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Wie hat es angefangen?
Wie hat es angefangen?, das "Ich bin Frau", wo ist diese Rolle festgelegt? Fängt es mit der rosa Strampelhose an, und endet mit der netten alten Dame auf der Parkbank?

Die Antwort ist wahrlich nicht leicht zu finden, denn dazu ist es nötig, erst einmal gleich einem Puzzlespiel jene Wesensanteile zusammenzusuchen, die man der Frau genommen hat; die Göttin, die Fee, die weise Frau, die Heilerin, die böse und die gute Hexe. Diese machtvollen Frauengestalten widerlegen ein Vorurteil, das uns von vielen Männern so gerne suggeriert wird: "echte" Weiblichkeit sei schwach, anlehnungsbedürftig, weich und gefühlvoll. Aber das ist nur die eine Seite. Die andere Seite zeigt auch das Dämonenhafte, die Lustvolle, die Liebhaberin, die Giftige, die Boshafte und sogar die mörderische Seite. Sie gehört genauso zur weiblichen Ganzheit wie der Mond zur Nacht, wie das Korn zur Erde.

Gehen wir zurück in meine Kindheit.
Ich kann mich daran erinnern in der Früh zur Mami zu krabbeln und ihre Wärme und Liebe zu spüren. Hinter Ihr zu stehen und mich zu verstecken, denn das habe ich oft gemacht. Ich erinnere mich an all die Küchenzauberstunden, das Brodeln der Töpfe und wir beim Kuchenbacken... Im Nachhinein war es mehr Kleckerei, aber wir Frauen waren eins, eine "Drei Generationen Frauschaft". Die langen Sparziergänge durch den Wald und Mami zu sehen mit all den Schmetterlingen auf Ihr.

Hat es da angefangen, diese leisen heimlichen Signale die intuitiven Symbole der Frauschaft? Eine Sprache ohne Worte und doch so viel mehr! Als Kind war es noch leicht, zu entschweben ohne Raum und Zeit zu leben, einfach in den Tag hinein zu träumen, abends den Geschichten zu lauschen, die uns vorgelesen wurden.

Wo sind meine Wurzeln und wo habe ich gelernt was ich heute weiss?
Wie bei jedem anderen Tenager auch, kam einmal eine Zeit, da wurde ich all dem entrissen. Ich hatte alles verloren, mein Vertrauen, meine Wurzeln, das Gefühl wirklich zu Hause zu sein. Je mehr ich mich entfernte von mir selbst, desto mehr blieb ich zu Hause und vernachlässigte das Außen. Ich wollte um jeden Preis bei mir sein und verlor mich immer mehr.

Nach und nach habe ich mein Leben aufgegeben, in der Hoffnung es endlich zu finden. Je mehr ich Ich sein wollte desto fremder wurde ich mir.
Ich habe meine Rollen gelernt, wurde eine Fremde unter Fremden. Ich habe mich angepasst, ich war eine Frau die keine Frau mehr war. Ich wollte mehr, ich strebte den Männern nach - alles was für sie cool war, war es auch für mich. Ich musste ihnen und somit mir selbst beweisen das ich genauso gut war, dass ich ein Recht darauf hatte hier zu sein. Geplagt zwischen Selbstzweifel und Übermut lebte ich so dahin, im Glauben "Ich bin ein Etwas, ein Wesen und es ist gut. Was brauche ich zu zeigen, dass ich Gefühle habe, ich bin doch nicht schwach!" Ich bin zu etwas Unbeweglichem geworden, das keine Sonne, keine Tautropfen mehr sah - ich sah den Beton, das Grau, die Dunkelheit, Ich habe mich entfernt von meinen Wurzeln und von mir. Ich wollte nicht mehr das sein was ich einmal war. Ich hatte meine Träume aufgegeben, weil ich meinte es müsse so sein.

Es hat lange gedauert zu erkennen, dass ich meine Weichen selber stelle, ich für mich selber verantwortlich bin. Meine Aufgabe ist es, nur für mich zu leben und es macht absolut keinen Sinn, mich selbst zu betrügen. Mein Herz kann ich nicht belügen. Ich habe das alles selber noch nicht ganz begriffen, aber ich lerne mit jeder Erfahrung dazu, sei es Streit, eine liebevolle Umarmung oder ein klärendes Gespräch. Ich versuche mein Leben bewusst zu Leben, trotz den Steinen die man mir in den Weg legt.

Mein erster Schritt dazu, meine neuen alten Wurzeln zu begreifen ist ein Gedanke "Ich habe ein Zuhause, ich brauche keine Angst zu haben das ich alleine bin. Ich muss mich nicht verstellen um geliebt zu werden und ich kann auch Fehler machen."

Ich bin meine Wurzeln, die Göttin ist in mir und in meiner Umgebung.
Sie ist die Hüterin meines leiblichen Wohls und die Bewahrerin meiner Träume und Visionen. In mir hüte ich längst vergessene Bilder, Andenken von Menschen die noch bei mir sind, oder einmal mein Leben geteilt haben. Dort wo ich lebe bin ich zu Hause und dort ankern meine Wurzeln.

Ich bin hineingeboren in diese Welt, so wie sie ist. Ich habe eine Familie bekommen und Freunde. Ich habe einen Sinn im Leben bekommen und ich habe Gefühle. Ich handle aus dem Bauch heraus - bin fehlerhaft, aber was solls ?! Ich weiss, dass ich mich nicht dafür zu schämen brauche, denn ich habe noch einen langen Weg vor mir.

Der Ahninnen Blut
in unserern Adern fließt
und die Formen ändern sich,
doch der Kreislauf nicht.
(Wiccagesang)

to be continued...


Fledermaus


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