Worum geht´s denn eigentlich beim Herbstfest?

Wieder einmal hat uns Lora von den Pooka Pages eine kleine Geschichte geschrieben um dem Nachwuchs ein wenig über die Hintergründe des Herbstfestes zu vermitteln. Anufa durfte das für euch übersezten. Als besondere Zugabe sind die Bilder diesmal nicht coloriert und deshalb könnt ihr sie ausdrucken und zum Ausmalen verwenden.
Welcome to Bell Pine Art Farm.
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Pooka wusste, dass der Sommer langsam zu Ende ging und Mabon schnell näher kam. Er brauchte dazu nicht einmal die kühleren Nächte, die Bäume, die ihre Farben wechselten oder die Kürbise, die auf den Feldern reif wurden um ihn darauf aufmerksam zu machen. Alles was er machen musste, war einfach seiner Hexe zuzusehen.
Elsie war zu einem kleinen Wirbelwind an Herumwerkeln geworden, vom Aufstehen bis zum Abend, an dem sie wieder ins Bett fiel. Kräuter trocknen, Nüsse und Beeren im Wald sammeln, Marmeladen machen und die letzten Fisolen, Erbsen und Tomaten vom Garten einlegen …

Endlich, Mabon noch zwei Tage entfernt, kamen Tante Tilly und Pookas kleiner Bruder, Grimalkin an. An diesem Nachmittag war sogar noch mehr los! Hausputz, Brot- und Pastetenbacken … alles als Vorbereitung für das Herbstfest. Elsie und ihre Tante arbeiteten den ganzen Tag sehr hart während Pooka und Grimalkin genauso hart daran arbeiteten, den beiden nicht im Weg zu stehen.
Am Abend gingen sie alle ins Wohnzimmer. Elsie setzte sich mit Stift und Notizblock in ihren Ohrensessel beim Ofen. Tante Tilly nahm den Sessel gegenüber und kramte ihr Strickzeug heraus. Sie fingen an ihre Pläne für Mabon zu besprechen und Listen zu schreiben, was da kommen sollte, welches Geschirr sie verwenden und welches Essen sie machen sollten – alles für das große Herbstfest.
Grimalkin kletterte neben Pooka aufs Sofa. Er hatte einen besorgten Ausdruck auf seinem kleinen grauen Gesicht.
Großer Bruder, ich versteh nicht was dieser Mabon-Feiertag eigentlich ist. Kannst Du mir das erklären?“
Pooka machte sein bestes Lehrergesicht und sagte in einem sehr klug klingendem Tonfall, „Das ist eigentlich ganz einfach. Du versammelst einen Haufen Leute und stellst einen Haufen Essen auf den Tisch. Meistens irgendeinen Braten, verschiedenes Gebäck, Nüsse, Erdäpfelpüree, Saft, ein Haufen an Gemüse, das Du als Katze natürlich ignorieren darfst. Dann gibt es noch Kürbispastete und Apfelkuchen und ganz viel feines Schlagobers ...“.
Plötzlich war Pooka ruhig. Er bemerkte, dass – abgesehen davon, dass er gerade eben zu Abend gegessen hatte – tatsächlich ein wenig sabberte.
„Es geht also nur ums Essen?“, fragte Grimalkin.
„Das ist richtig.“ nickte Pooka.
Tante Tilly war schon etwas älter aber ihr Ohren waren noch absolut in Ordnung. Sie sah von ihrem Gespräch mit Elsie auf und sagte zu Grimalkin: „Mabon ist mehr als nur zu essen!“
„Was noch??“, fragte das Kätzchen.
„Also, mein Schatz, es geht darum, die Ernte zu feiern. Früher ging es darum die tatsächliche Ernte zu feiern. Heute bekommen wir aber Nahrungsmittel immer und viele von uns feiern ihre eigene spirituelle Ernte … die Dinge, die wir in der vergangenen Wachstumszeit erreicht haben.“
Grimalkin schaute seinen großen Bruder an. „Hast Du eine spirtuelle Ernte?“, fragte er ihn.
„Wahrscheinlich nicht,“ antwortete Pooka.copyright PookaPages

Tante Tilly versuchte es noch einmal. „Zur Herbst-TagundNachtgleiche, sind die Stunden von Tag und Nacht gleich lang. Damit ist Mabon auch eine Zeit um das Gleichgewicht zu finden.“
Klein Grimalkin sprang auf die Rückenlehne vom Sofa und lief über die Kante. „Wie ist mein Gleichgewicht?“, grinste er.
„Für mich schaut das gut aus“, applaudierte sein Bruder, „aber vielleicht meinte Tante Tilly, wieviel Schlagobers Du auf einem Stück Kürbispastete balancieren kannst?“
Grimalkin hüpfte vom Sofa. „Also geht es DOCH ums Essen. Das erinnert mich grade dran, ich bin wieder ein bisschen hungrig. Magst Du nachschauen, ob noch etwas in unseren Schüsseln ist?“
„Natürlich!“, sagte Pooka und die zwei Katzen trabten durch das Vorzimmer Richtung Küche.

Tante Tilly schüttelte geschlagen ihren grauhaarigen Kopf und fragte dann ihre Nichte, „Wo waren wir gerade, Schatz?“
„Wir haben gerade drüber gesprochen, wer den Obstsalat bringen sollte“, sagte Elsie und als Einwurf erinnerte sie ihren Kater, „Bei Mabon geht es auch um Dankbarkeit!“

„Jaaa, für Essen bin ich immer dankbar!“, rief Pooka über seine Schulter. „Ich geb´s auf!“, murmelte Elsie. Die Katzen waren jetzt in der Küche und Pooka rief ihr zu,“ Gib nicht auf!! Da ist noch ein Stück Kürbispastete über!“
Klein Grimalkin seufzte glücklich, „Ich bin so froh, dass ich Dich habe und Du mir diese Dinge erklärst!“ „Dafür sind große Brüder ja auch da,“ versicherte ihm Pooka.

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