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Beltane – Walpurgis – Maifest für Kinder und mit Kindern

Eines der meistgefeiertsten und wohl das bekannteste Fest im heidnischen Umfeld, scheint Beltane zu sein. Aber für manch einen ist gerade das ein Fest, das nicht gar so einfach ins Leben mit Kindern zu übersetzen ist.
Welcome to Bell Pine Art Farm.

„Osmia rufa couple (aka)“ von André Karwath aka Aka - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons.

Das hat nichts mit Moral zu tun

Im traditionellen Bereich sind Kinder in den seltensten Fällen bei Ritualen zugegen. Ein Thema das durchaus diskussionswürdig ist, das ich aber zu einem späteren Zeitpunkt aufgreifen möchte. Im „freifliegend“ organisierten Gruppen oder gemeinsam praktizierenden Familien dürfte das völlig anders sein und das bietet natürlich auch einige Vorteile, wenn es auch Herausvorderungen mit sich bringt.
Gemeinsam gelebte Spiritualität kann ein sehr verbindendes Element für und in Familien sein. Für heterosexuell orientierte Menschen werden im Ritual die unterschiedlichsten Elemente des menschlichen Daseins durch sexuelle Symbolik darstellbar und erfahrbar. Gerade bei Beltane wird es aber schwierig - sofern sich der Inhalt des Rituals auf die sexuelle Komponente beschränkt - dieses Fest Kindern nahe zu bringen, um sie in die gelebte Spiritualität der Eltern mit einzubinden.

Sexuelle Symbolik kann natürlich nur dann ihren Zweck erfüllen, wenn die realen Erfahrungen dazu bereits gemacht wurden. Daher benötigt die Familie mit vorpubertären Kindern andere Zugänge. Abgesehen vom Nichtverstehen der Symbole werden kleine Kinder auch keinen Bezug zu ihrem eigenen Leben herstellen können – aus Erfahrung gesprochen, ist das schon für die Erwachsenen vielfach schwer zu bewerkstelligen.

Damit sollten wir uns die unterschiedlichsten Aspekte von Beltane einmal ansehen …


Liebe

Die offensichtlichsten Punkte, Liebe und Sexualität, habe ich ja bereits erwähnt. Natürlich ist Sex nur eine Form von Liebe und auf kindgerechte Weise kann durchaus mit einem Bruder/Schwester- FreundesGötterpaar gearbeitet werden. Ebenso ist eine Eltern/KindGötterpaarung möglich. Liebe ist vielfältig und bunt und das kann und soll auch hier mit einfließen deshalb könnte auch ein geliebtes Haustier (mit „dazugehörigem“ Gott) in der Ritualplanung seinen Platz finden.


Leidenschaft

Dafür ist sehr hilfreich die Vorlieben und Leidenschaften des Kindes zu kennen. Was machen die Nachwüchslinge besonders gerne? Wofür interessieren sie sich besonders? Womit verbringen sie die meiste Zeit? All das kann im Ritual seinen Platz finden – wofür brennt dein Kind?


Kreativität

Kreativ sein, etwas selber herstellen, erschaffen – das ist für Kinder in sehr plakativer Ansatz, der ins Ritual gut eingearbeitet werden kann. Aus (möglichst ökologisch verträglicher) Knetmasse die Götter des Rituals verkörpern oder Saatbomben basteln und die als Opfergabe in die Natur bringen – der Möglichkeiten sind viele. Wichtig ist dabei die Schöpfungskraft des Kindes ins Licht zurücken. Unter welchen Bedingungen was wie „zum Leben erwacht“, wächst, gedeiht … und dass diese Magie auch ein Teil dessen ist, was uns Menschen ausmacht.


Verbundenheit

Mit wem fühlen sich die Kinder verbunden? Was bedeutet Verbundenheit und wie kann mensch sie greifbar machen?


Blümchen und Bienchen?!

Als Beispiel könnte diese kleine Skizze für ein Ritual dienen …
Bienen leben im Bienenstock in einer großen Gemeinschaft. Ohne Bienen gäbe es viele Nahrungsmittel nicht, die wir Menschen täglich benötigen. Also sind wir in gewisser Weise von den Bienen abhängig. Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, sind wir mit ihnen verbunden. Die Bienen untereinander sind aber auch verbunden. Es gibt die Königin, die für den Nachwuchs sorgt, die Arbeitsbienen (die Pollen sammeln und einlagern, dass das Volk auch über den Winter kommt) und die Soldaten (die das Volk verteidigen) und die Drohnen, die für den Nachwuchs benötigt werden.
Damit haben wir dann gleich das Männlein-Weiblein-Prinzip aufgebrochen. Drohnen entstehen durch Parthenogenese (die Königin legt unbefruchtete Eier, die dann zu Drohnen werden) und diese Drohnen sorgen dann ihrerseits für die geschlechtliche Fortpflanzung der neuen Königin. Die Arbeiterinnen, die Pollen sammeln, befruchten ihrerseits dabei Blüten und damit erhalten wir Früchte und Gemüse als Nahrung.

Damit haben wir die Hauptpunkte des Festes abgedeckt. Bienen erschaffen und ermöglichen Leben an allen Ecken und Enden – Kreativität, Schöpfungskraft Bienen sorgen für ihr Volk, jede einzelne tut das, und auch für uns – Verbundenheit Bienen sind beim Pollensammeln unermüdlich, kämpfen bis zum Tod (wenn nötig) – Leidenschaft Bienen und Blumen sind für viele meiner Generation das Paradebeispiel für Sexualaufklärung … was brauche ich mehr dazu zu sagen (außer, dass ich schon darauf hingewiesen habe, dass die Sache soooo heterosexuell nicht ist!).

Natürlich muss die jeweilige Ritualgestaltung an das Alter der Kinder angepasst werden. Je jünger sie sind, desto spielerischer werden ein oder zwei Schlüsselinfos zu verpacken sein und je älter sie werden, desto genauer kann in die Breite gegangen werden. Wir, als Erwachsene, gehen dann oftmals von der Breite wieder Punkt für Punkt in die Tiefe …
Ich finde, dass das ein schöner Kreislauf ist! Jetzt seid ihr gefragt, für euch und eure Kinder Rituale zu entwickeln, die ihr vielleicht sogar mit uns teilen könnt.

 


Anufa


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