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Jimmy findet noch einen ganz besonderen Freund

Anufa hat für euch (mit Erlaubnis vom Pooka Magazin - herzlichen Dank dafür!) eine Geschichte zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche übersetzt ...
Welcome to Bell Pine Art Farm.

Jimmy, der Igel erwachte durch den Duft der Sonne auf dem feuchten Waldboden, der seine kleine Nase kitzelte. Ahhhhh, endlich war der Frühling da. Er erinnert sich daran, wie kalt der Schnee bei seinem letzten Ausflug gewesen war und wie er den großen Gott Pan und Isobel, einen ganz besonderen Menschen, getroffen hatte. Er frage sich, ob sie wohl wieder bei den Steinen sein würde und beschloss, dass er das, nach einem herzhaften Frühstück, überprüfen wollte.

Den Bauch mit Würmern und Insekten gut gefüllt, bummelte Jimmy durch den Wald. Die Bäume mussten ihre Blätter noch entfalten, aber die Sonne hatte tatsächlich schon an Stärke gewonnen. Ihre goldenen Strahlen linsten durch die Zweige und wärmten den kleinen Igel schön auf. Da hörte er Tumult. Es klang wie wenn ein Hase oder ein Kaninchen in vollem Lauf durchs Unterholz preschte. Jimmy wusste, dass Hasen und Kaninchen schreckhaft waren aber hauptsächlich weil es dafür auch gute Gründe gab, dass sie wie der Wind liefen. Nur um sicher zu gehen, rollte er sich ein und versteckte sich unter einem Busch. Er hörte das Tier näher und näher kommen und dann … rannte es mitten in ihn rein!

„Autsch“, rief er. Jimmy rollte sich schnell aus und fand heraus, dass ein Hase ihn böse anschaute.
„Warum um der Großen Grünen Erde Willen, liegst du hier herum, von oben bis unten voller Stacheln und bist mir im Weg!“ grantelte der Hase.
Jimmy zwinkerte. Das war unfair! Er war aus dem Weg gegangen, damit ihn niemand sehen könnte oder sich an seinen Stacheln verletzen würde. „Das hab ich nicht absichtlich gemacht!“ sagte er. „Warum hast Du es erst so eilig und nimmst dir jetzt soviel Zeit mich anzuschreien? Ich dachte du wärest von einem Fuchs gejagt worden oder sowas.“
Der Hase schnaubte. „Ein Fuchs, wirklich! Kein Fuchs würde es wagen mich zu jagen“ sagte er grantig. „Ich habe gespielt und habe diesen Lauf durch den Wald sehr genossen.“
Das kam Jimmy sehr seltsam vor. „Ich dachte mir, dass ein hungriger Fuchs nicht zögern würde, ein Stück aus deinem Hintern zu beißen. Du schaust gut gefüttert und stark aus.“
Der Hase schaute beleidigt drein. „Würden sie NIE tun!“, rief er. „Meine Herrin wäre sehr zornig, wenn sie das täten.“
Das erstaunte Jimmy. „Deine Herrin? Du bist ein zahmer Hase?“
Der Hase schaute Jimmy an, als ob er das dümmste Wesen wäre und kaum wert, dass er ihm aufwändig etwas erklären sollte. „Nein, du dummes Tier. Meine Herrin ist dort hinten und jetzt gehe ich zu ihr, Sie braucht mich.“

Er stellte seine Vorderpfoten auf den Boden um loszuhoppeln, aber sofort quietschte er und zog wie wieder zurück. „Autsch! Jetzt schau dir an, was du und dein stachliger Rücken angstellt haben! Einer deiner Stacheln ist abgebrochen und steckt zwischen meinen Zehen! Ich kann nicht mehr hoppeln!“ Der Hase schaute wild im Kreis herum. Ein panischer Blick kroch über sein Gesicht. „Meine Herrin! Sie ist WEG! Ich kann sie nicht finden!“

Jimmy tat der Hase leid. Der schaute wirklich bestürzt aus. Dann kam ihm eine Idee! Wenn Isobel bei den Steinen war, dann könnte zumindest sie diesen Stachel aus der Pfote des Hasen heraus ziehen.
„Hase, mir nach. Ich kann Hilfe holen!“ Diese ganze „ich bin besser als du" Attitüde war weg und der Hase humpelte hinter Jimmy nach.
Die kleine Nase auf den Boden gepresst, erschnüffelte sich Jimmy seinen Weg in Richtung der Steine, wo er Isobel getroffen hatte. Von ganzen Herzen hoffte er, dass Isobel dort sein würde. Da war der Weg … da waren die Steine … Jimmy roch aber noch etwas anderes und das erfüllte sein Herz mit Freude! Narzissenkerzen! Isobel war da.“

Er wieselte aus dem Unterholz und eilte in Richtung der grün gekleideten Frau, die im Zentrum eines Kreises kniete. Der Hase hielt sich misstrauisch im Hintergrund. Jimmy stupste Isobel ans Knie und sie schaute erstaunt nach unten.

„Hallo, kleiner Freund! Woher weißt du denn, dass ich da bin?“, wunderte sie sich. Sie tätschelte seine pelzige Schnautze und Jimmy wurde es ganz warm und kribbelig vor lauter Freundschaft zu diesem ganz besonderen Menschen. Der Hase bewegte sich immer noch nicht. Jimmy drehte sich um und sagte, „Na komm! Sie kann dir mit deiner Pfote helfen!“
Der Hase zögerte aber humpelte dann doch endlich in den Kreis. Isobel brauchte etwas länger aber hob den Hasen dann doch vorsichtig hoch.

„Ach du liebe Zeit, Du bist verletzt!“ Sie drehte den Hasen vorsichtig um und untersuchte seine Pfoten. Ganz vorsichtig zog sie den Stachel, der sich zwischen seine Pfoten gebohrt hatte, heraus. „Na schau! Ist schon wieder gut!“ Sie setzte den Hasen wieder ab. Der war bemüht sein Gewicht auf beide Vorderpfoten zu verteilen und machte ein paar Testhoppler.
Jimmy war sehr froh, an Isobel gedacht zu haben, war aber traurig, dass der Hase seine Herrin noch immer nicht gefunden hatte. Isobel setzte sich neben ihn und sagte, „Weisst du, du hast vielleicht diesen heiligen Tag gerettet, indem du den Hasen hierher gebracht hast. Der weiße Hase sollte zu Ostara der Gefährte der Göttin Ostara selber sein!“ Sie zwinkerte Jimmy zu.

Jimmy war völlig verwirrt. Konnte das wirklich sein? Gerade da, warf der Hase seinen Kopf herum. Jimmy und Isobel folgten seinem Blick und beide erstarrten beim Beobachten der Szenerie. Der große Gott Pan und eine wunderschöne Frau mit goldenem Haar hatten den Kreis betreten. Überall wo die Frau ihren Fuß hinsetzte, erblühten Frühlingsblumen und sie selbst schien mit der Wärme der Sonne zu strahlen. Sie beugte sich zu Jimmy und Isobel hinunter und sagte, „Danke Jimmy und dir Isobel, dass ihr meinem, ein wenig übermütigen, Kameraden geholfen habt.“ Sie küsste Isobel anf die Stirn und streichelte Jimmy über den Rücken. Dann hob Ostara den Hasen auf, drehte sich um und Sie und Pan waren weg.

Isobel schluckte und sagte, „Jimmy heißt Du also.“ Dann lachte sie und lachte und lachte. Jimmy stand nur da und ließ dass alles noch einmal durch seinen Kopf gehen.

Isobel begann ihre Sachen einzupacken und sagte, „Nur andere Hexen könnten mir das glauben, wenn ich es erzählen würde. War hatten sehr viel Glück, kleiner Jimmy.“ Sie nahm ihn hoch und küsste ihn auf seine kleine Knopfnase. Dann setzte sie ihn wieder ab und sagte, „ An Beltane bin ich wieder zurück!“

Dann ging sie und verließ Jimmy, der sich wunderte, was denn wohl Beltane wäre und wie lang es dauern würde, dort hin zu kommen.


Evelien Roos


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