Betreuung gesucht für WurzelWerk's
Willkommen, mein Kind    Teil II
Normalerweise schreibe ich sehr selten für unsere "SternenKind-ErdenKind" , weil ich keine eigenen Kinder habe und mir deshalb das "Du hast leicht reden, Du hast ja keine Kinder!!" ersparen will. In diesem Fall mache ich aber eine kleine Ausnahme, weil ich auf diesem Gebiet duraus konkrete eigene Erfahrung anzubieten habe.
Welcome to Bell Pine Art Farm.

Ein grober Umriss

Generell möchte ich vorausschicken, dass für ein funktionierendes Ritual, in meinen Augen, ein „magisches Weltbild“ von Nöten ist. Das bedeutet, dass Handlungen, die getätigt werden zwar auch unmittelbar einen mehr oder minder sichtbaren Effekt/ein Ziel haben, diese aber auch außerhalb der materiellen Ebene Folgen haben und auch haben sollen.

Ein möglicher Aufbau könnte sein:

Erstellen eines „geheiligten Raumes“
Einladen der Götter/Wesenheiten
Begrüßung der Teilnehmer und Erklärung des Rituals
Reinigen der Teilnehmer
Bekanntmachen des Kindes mit den Elementen
Füllen des Gefäßes durch Eltern, Geschwister und Paten
Trank- und Speiseopfer an die Götter/Wesenheiten und Verteilen von Getränk und Speise an alle Teilnehmer (im „Austausch“ an einen guten Wunsch ins Gefäß)
Versiegeln des Gefäßes
Danksagung
Beendigung des Rituals


Wie denn nun genau?

Zu Anfang ist es sinnvoll zu schauen, welche Nahbeziehungen das Kind hat (oder in Zukunft haben soll). Davon hängt ab, ob „nur“ Mutter und/oder Vater, Geschwister, Großeltern, Paten, Tanten und Onkel ins Ritual aktiv mit einbezogen werden sollen oder können. Natürlich macht es absolut keinen Sinn, jemanden, dessen Religion oder Weltanschauung ihm oder ihr quasi verbietet bei einem andersspirituellen Ritual Akteur zu sein, auf welche Art auch immer dazu zu „zwingen“!!
Das Ritual soll ein Willkommen sein für das Kind und zwar ein Willkommen in einen freundlichen und funktionierenden Kreis an Menschen und Wesenheiten. Alles andere wäre vielleicht für denjenigen befriedigend, der sich so ein Ritual wünscht, aber sicher nicht für das Kind selber – weil ja auch der Zweck nicht erfüllt werden würde, das Kind in freundlicher und ehrlicher Umgebung willkommen zu heißen.

Sobald festgestellt ist, wer aller guten Gewissens, ob der zu bewältigenden Aufgaben und Hintergründe, eine aktive Rolle bekleiden kann und will, dann wird darauf das Skript zugeschnitten.
Schön ist es, wenn das Kind zusätzlich zu Eltern und Geschwistern, einen oder mehrere Paten zu Seite hat, die dafür sorgen, ihm die unterschiedlichsten Aspekte von Spiritualität, Naturverbundenheit und schlichtweg „Leben“ zugänglich zu machen und bewältigen zu helfen.
Je enger das Verhältnis derjenigen zum Kind ist, desto deutlicher kann das auch im Ritual werden. Beispielsweise können von jedem „Hauptprotagonisten“ Haare oder Fingernägel in ein Minipäckchen verpackt und/oder mit einem bedeutungsvollen persönlichen Gegenstand oder einer geschriebenen Botschaft verschnürt werden. Das wird dann im Ritual dem Kind mitgegeben.

Damit wäre es auch sinnvoll ein Gefäß zu haben, in dem die ganzen „Gaben“ gesammelt werden. Das kann je nach Geschmack von der Spanschachtel bis zu einem Tontopf mit Deckel so gut wie alles sein, was als für das Kind passend empfunden wird. Aufgabe des Gefäßes ist es, die Geschenke der Eltern, Geschwister und Paten zu beherbergen und später auch die guten Wünsche aller Anwesenden (dazu komme ich noch) in sich aufzunehmen. Es sollte also groß genug, stabil, haltbar und „gefällig“ sein, denn dieses Gefäß wird für viele Jahre (hoffentlich) im Haushalt oder direkt im Kinderzimmer verbleiben.
Für magisch praktisch Arbeitende wird es kein Problem sein, dafür zu sorgen, dass das Gefäß auch zielgerichtet konzipiert wird. Für alle anderen schlage ich vor, sich bewusst zu sein, dass das Gefäß die stoffliche Form von allen guten Wünschen (in Form der kleinen Päckchen) aufnimmt und – bei Bedarf – die wohlwollende Essenz derselben aus dem Gefäß diffundiert. Je besser diese Vorstelllung festgehalten werden kann, desto besser das Ergebnis für das Kind.
Die guten Wünsche der restlichen Anwesenden werden einfach nur ins Gefäß gesprochen.
Zum Schluss sollte das Gefäß dann versiegelt werden. Ich bevorzuge dafür Kerzenwachs von einer der Altarkerzen, aber ich habe auch einen Altar in meiner Ritualgestaltung als zentralen Punkt gewählt!

Zum Ende des Rituals wäre es angebracht den anwesenden Kräften zu danken, den Elementen, den Göttern und Wesenheiten und natürlich auch allen Anwesenden. Übergebliebene Speisen oder Getränke aus dem Ritual sollten entweder als Erdopfer zur Verfügung gestellt werden oder an jene verteilt werden, die etwas davon mit nach Hause nehmen wollen.


Kleine Zusätze

Was ich auch sehr gerne mache ist, eine Weihekerze ins Ritual mit einzubinden. Eine möglichst langlebige Kerze wird für das Kind personalisiert. Je nach Alter des Kindes, kann das auch von ihm oder ihr selbst erledigt werden! Dann wird diese Kerze zu Beginn des Rituals angezündet. Für nicht magisch Geübte, mit der Vorstellung eines Energiekopierers in dem die Kraft und Energie des Rituals und auch der essentielle Anteil des Gefäßes kopiert und gespeichert wird.
Dann macht es auch Sinn, das Gefäß mit dieser Kerze zu versiegeln um die Verbindung von Kerze und Gefäß noch zu verdeutlichen und zu festigen.

Sollte das Kind zukünftig Angst haben, Probleme bewältigen wollen oder einfach Kraft und Hilfe benötigen, dann kann die Kerze angezündet und damit entweder meditiert oder einfach nur mit einem Angehörigen/Paten gesprochen werden. Ein sehr schönes Ritual für die Zukunft …

Besonders griffig ist es auch, sich mit den Paten und aktiven Angehörigen vor dem Ritual zusammen zu setzen und eventuell kleine Versprechen auszuarbeiten, was denn für den weiteren Lebenweg des Kindes an Hilfestellungen von wem bereit gestellt werden kann und soll. Auch kann es sinnvoll sein, bei so einer Gelegenheit generell über die Richtungen zu diskutieren, die dem Kind besonders nahe gebracht werden sollen und wie das geschehen könnte. Allerdings sollten sich die Eltern bewusst sein, dass gerade dieses expliziteFestmachen an tatsächlichen Versprechen Potential für Probleme bereiten kann! Wobei mein Zugang eher der ist, darüber froh zu sein, die Problemstellen im Voraus erkennen zu können und nicht erst warten zu müssen, dass irgendwann etwas ganz heftig in die Hose geht, nur weil anfänglich die Begriffe nicht geklärt wurden.


Schlusswort

Zum Abschluss möchte ich noch gerne ein weiteres Mal darauf hinweisen, dass für unbedarft, lockere, soziale Familientreffen es doch genügend andere Gelegenheiten geben sollte - wobei natürlich Spaß und Freude an der Sache durchaus im Vordergrund stehen können ... ein Willkommenritual für ein Kind sollte auch ein Willkommensritual für ein Kind sein und genau das sollte auch der Endzweck des ganzen Aufwandes sein.


Willkommen, mein Kind!!


Anufa


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