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Wie gesund sind unsere Kinder?   Teil II

Wir leben immer länger. Glaubt man aber einigen besorgten Kinderärzten, dann wird die jetzige alte Generation die gesündeste sein, die je gelebt hat. Wir haben viele, gefährliche Infektionskrankheiten besiegt. Hunger und Mangelerscheinungen sind bei uns praktisch ausgerottet. Aber sind unsere Kinder wirklich so gesund?
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Wenn die Muskeln in der Jugend nicht stark genug sind, steigt das Risiko, schon mit 50 oder 60 Jahren Osteoporose zu entwickeln. Schwache Muskeln ziehen nicht genug am Knochengerüst. Diesen Zugreiz aber brauchen die Knochen, um ausreichende Dichte aufzubauen und so der Osteoporose vorzubeugen. Das und viele andere sog. Zivilisationsleiden werden dazu führen, dass die Lebenserwartung kommender Generationen sinken wird. Eine dieser Zivilisationserscheinungen ist


Übergewicht

Laut einer Studie des Robert Koch Institutes sind 15% der Kinder in Deutschland zu schwer. Ungefähr die Hälfte davon ist fettleibig. In Österreich liegen die Dinge nicht viel anders. Nach dem Ernährungsbericht von 2003 waren zu diesem Zeitpunkt 10% der Vorschulkinder übergewichtig. Übergewicht gilt mittlerweile als Krankheit, die auch Folgeerkrankungen nach sich zieht, nämlich Diabetes, Bluthochdruck und Arterienverkalkung. Die einzige wirkliche Heilungschance liegt einzig darin, weniger und das Richtige zu essen und sich ausreichend zu bewegen.
Dabei muss die Gefahr von Essstörungen (Magersucht, Bulimie, binge-eating) möglichst umgangen werden. Deshalb darf nicht zu sehr auf Essdisziplin beharrt werden, sondern das Hauptgewicht eher auf die Freude an guter Ernährung, neuen Geschmackserlebnissen und Freude am Sport gelegt werden.

Es hat sich heraus gestellt, dass all die untersuchten Phänomene schichtspezifisch sind. Je geringer der Sozialstatus und das Einkommen, umso höher die Rate dieser aufgezählten Erkrankungen und Leidensbilder, mit Ausnahme der Allergien. Sie als einzige treten bei Kindern aus Familien mit höherem Sozialstatus deutlich öfter auf.


Komplementärmedizin

Viele Eltern schwören bei leichteren und chronischen Erkrankungen ihrer Kinder auf die sog. Komplementärmedizin. Im Unterschied zu vergangenen Jahrzehnten genießt diese auch bei Schulmedizinern immer mehr Akzeptanz. In Deutschland greifen bis zu 70% der Ärzte zumindest zuweilen auf solche Heilmethoden zurück, wie Akupunktur, Aromatherapie, Anthroposophische Medizin, Pflanzenheilkunde, Homöopathie, Manuelle Therapiemethoden etc. oder benutzen diese Behandlungsmethoden als Ergänzung zur Schulmedizin. Manche dieser Therapien werden auch schon von den Krankenkassen bezahlt oder zumindest bezuschusst. Viele Eltern behandeln auch leichte Erkrankungen ihrer Kinder schon selbst mit Bachblüten, Schüsslersalzen, Akupressur und dergleichen.

Die Wirksamkeit dieser Therapien ließe sich mit klinischen Studien zwar belegen, die sind aber aufwendig und teuer. Deshalb gibt es zu wenig wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweise. Kritisches Hinterfragen ist also wichtig. Nachweislich wirksam sind z. B. Pflanzenpräparate. Als sehr wahrscheinlich wirksam gelten Akupunktur, Homöopathie, autogenes Training, Massage verschiedener Art und Yoga, wobei bei seriösen, klinischen Studien immer nur die Wirksamkeit einer Methode gegen eine bestimmte Krankheit getestet wird.
Edzard Ernst, Leiter des Lehrstuhles für Komplementärmedizin in Exeter, England: "Wenn sich etwas so anhört, als sei es zu gut, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch...."
Ein großer Teil des Erfolges nicht konventioneller Methoden könnte unter anderem auch darauf beruhen, dass diese Therapeuten die Krankheit nicht als zu beseitigendes Symptom sehen, sondern ganzheitlich, dass sie eher dazu bereit sind, auf die Sorgen und Nöte der Eltern einzugehen und sich Zeit nehmen, die Sprache der Symptome zu verstehen.


Vorbeugen ist besser als heilen

Die beste Methode ist aber immer noch, Krankheiten unserer Kinder, wenn möglich, zu vermeiden. Zusammenfassend hier noch einmal die wichtigsten Gesundheitsfaktoren:

- ausreichend lange stillen,
- viel Gemüse, Obst, frische, Natur belassene Nahrungsmittel, wenig Fertigprodukte, wenig Weißmehl, Zucker und Zusatzstoffe,
- ausreichend Bewegung, Spiel und Spaß statt stundenlanges Fernsehen oder Computerspiel,
- kein bis wenig Fernsehkonsum für Kleinkinder,
- keine "aseptische" Umgebung, normale Sauberkeit genügt vollauf.

Ergänzung von mir:
- Zuwendung, Bestätigung, Zeit für gemeinsames Spielen, Vorlesen, Spaß haben.

All dies wird den meisten Eltern wahrscheinlich nichts Neues sein. Trotzdem bedarf es immer wieder einer gehörigen Portion an Konsequenz und Überzeugung, diese einfachen Regeln auch durch zu halten, häufig gegen das Gequengel der lieben Kleinen, die doch unbedingt fernsehen wollen, nach dem Schokoriegel im Supermarkt gieren und Nintendo spielen wollen statt raus zu gehen. Auch die eigene Bequemlichkeit... nun gut, wir alle kennen das ja! Nur, wenn wir uns vor Augen halten, wie sehr die Gesundheit der Kinder, bis ins Erwachsenenalter, in unserer Hand liegt, wird es uns gelingen, den Sirenengesängen der Zivilisation etwas entgegen zu setzen, eine Handvoll Vernunft, Konsequenz, Zivilcourage und Liebe.

Quelle: nach einem Artikel in der Zeitschrift GEO Sept. 2007     


Morgane


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