Betreuung gesucht für WurzelWerk's
Eltern lieben Kunst – Kinder finden es öde
Muss das so sein? Mit Kindern in ein Museum gehen, ihnen Werke namhafter Künstler schmackhaft machen. Geht das?
Welcome to Bell Pine Art Farm.

Ich zeige euch einen Weg, wie ihr euren Kindern Kunst näher bringen könnt…


Anregung der Phantasie
Über die Begegnung mit Kunstwerken und Künstlern gewinnen Kinder Eindrücke von der Vielfalt der Bildwelten und können Gemeinsamkeiten zwischen ihrem eigenen Schaffen und dem der Künstler entdecken, das setzt aber voraus, dass wir Eltern unvoreingenommen sind und keine Wertungen abgeben!


Erweiterung des Wissens
Verständnis für Kunstwerke erfordert ein bestimmtes Grundwissen. Kinder müssen über Informationen und Begriffe verfügen (über Kunst im Allgemeinen und ein Werk im Besonderen) um Wahrnehmungen zu beschreiben und zu begründen. Dazu müssen Kinder lernen bewusst wahrzunehmen, zu beobachten, zu beschreiben, aber auch zu interpretieren. Grundvoraussetzung für Kunstwahrnehmung sind aber auch Erfahrungen mit und Wissen um Farbe, Licht, Linie und andere künstlerische Elemente.
Bevor man also Kunstwerke betrachtet, sollte man mit Bildern aus der Umgebung (Blumen, Fensterblick,..) beginnen, Kinder langsam an Kunstbetrachtung heranführen.
Auch wir Eltern müssen uns vorab Informationen verschaffen und unser Wissen zur Verfügung stellen, aber auch damit klarkommen, dass Kinder vielleicht etwas anderes darin sehen oder noch mehr entdecken. Wir sollten zwar viel über ein Werk und den Künstler wissen, aber wir sollten den Kindern nicht alles auch mitteilen, denn sonst hat das Ganze keinen Sinn.

Verschiedene Wege für Begegnungen mit Kunstwerken, die für daheim geeignet sind
"entdeckende Kunstbetrachtung" (Bildteile werden sukzessive aufgedeckt)
"aktive Kunstbetrachtung" als Impuls für eigene (Nach-/Um-) Gestaltungen
Man kann dabei auf folgende Punkte eingehen:
Der Künstler/die Künstlerin (Zeit, Alter, Stil, Geschichte)
Das Kunstwerk unter formalen Aspekten (Farben, Formen, Anordnung, Vordergrund, Hintergrund, Technik, Format), aber auch unter inhaltlichen Aspekten (Wirkung, Deutung, Assoziationen, Titel und Geschichten erfinden/schreiben)


Wie kann ich das aber praktisch umsetzen?

Wir leben in einer Zeit von Bildern, meist huschen sie als Film an unserem Auge vorbei oder wir an ihnen (Plakate). Wenn sie dann noch immer in unserem Inneren wirken, denken wir gar nicht mehr an sie. Kunst- und Werkbetrachtung ist eine Möglichkeit sich Bilder bewusst anzusehen, ihre Wirkung und Aussagekraft herauszufinden. Nur wenn man Bilder langsam und genau betrachtet, in ihnen verweilt, kann man ihre Geheimnisse ergründen.
Es gibt viele Arten, wie man Kindern Kunst näher bringt, ich möchte eine Form exemplarisch darstellen.
Ausgehend vom Interesse vieler Kinder (nicht nur Mädchen) habe ich mich für das Thema „Pferd“ entschieden, denn die allerersten Bilder, die Menschen überhaupt gemalt haben, waren Abbildungen von Tieren. Tiere waren lebensnotwendige Nahrung, aber auch gefürchtete Räuber. Indem sich die Menschen über die Unterschiede zwischen Mensch und Tier Gedanken machten, erfuhren sie mehr über ihr eigenes Wesen.
Man kann, muss aber die einzelnen Stationen nicht nachmalen lassen – es wäre aber eine tolle Möglichkeit für eine Vernissage im Flur, dabei könnte jedes Kind seinen Favoriten auswählen (so würde auch eine automatische Differenzierung nach Interesse und Können stattfinden). Und welche Oma, welcher Opa – überhaupt welche Verwandten wären nicht begeistert von einer Vernissage ihres Nachwuchses!
Wir haben in unserer Wohnung immer Bilder aufgehängt, sie wechseln häufig und sind der Hit für Besucher.
Da ich denke, dass die meisten von euch Unmengen an Bücher daheim haben, findet ihr sicherlich zu jedem Bereich etwas.

Die einzelnen Abschnitte wären:
a) Höhlenmalerei
Bereits vor etwa 15 000 Jahren malten die Höhlenmenschen die ersten Pferde auf Felswände, mit primitiven Pinseln oder Fingern haben sie Farben aus Erde und Pflanzen verwendet. Genau weiß man bis heute nicht, warum sie das taten, man vermutet aber religiöse Motive.
Es gibt im „Eine Welt – Laden“ Farben aus Pflanzen, mit denen könnte man Bilder auf strukturiertes Papier (als Felsen) malen. Man könnte aber auch mit den Farben einen Stein bemalen.
Natürlich wäre es stilgerecht, wenn ihr die Farben selber macht – Anregungen findet ihr auch im Kräuter-Forum.

b) Antike
Später dienten Bilder auch dem Bedürfnis nach Schmuck oder Selbstdarstellung; man schmückte Gefäße, Häuser oder Fußböden damit; Bilder hatten aber immer noch als Grabbeigabe eine religiöse Bedeutung. Pferde findet man auf griechischen Amphoren, sie sind im Profil gezeichnet und die Darstellungsart war sehr klar und schematisch.
In Rom gestaltete man auch Mosaike mit Pferden, hier verwendete man schon mehr Farben und legte auch mehr Wert auf Natürlichkeit.
Von den Künstlern kennt man keine Namen, da sie ihre Werke noch nicht signierten.
Hier könnten die Kinder Tontöpfe gestalten (auch mit moderner Acrylfarbe) oder auch mit der Mosaiktechnik Bilder gestalten.
Da muss doch manches Hellenistenherz Luftsprünge machen!

c) Mittelalter
Nach dem Untergang Roms wurde die Kunst auch wieder mehr zeichenhaft, so waren die Pferde im frühen Mittelalter wieder mehr flächig, besonders auf Teppichen sieht man das gut!
Am Ende des Mittelalters begann man dann wieder realistischer zu malen.
Hier könnte man Wappen malen lassen – immer ein Highlight, besonders wenn man gemeinsam ein Familienwappen gestaltet.

d) Realismus
Die Bilder erzählen Geschichten. Ein besonders gutes Beispiel ist dafür das Bild von Courbet „Pferd im Wald“, man hört förmlich den Hund knurren und sieht das Pferd unbeirrt grasen. Im 19 Jhd. gab es schon die Fotografie, so schmückten die Bilder nicht mehr nur die Wände, sie wurden erstmals auch nur für Ausstellungszwecke gemalt. Dadurch änderte sich die Malerei, die Maler begannen sich mehr für Fragen der künstlerischen Gestaltung von Farben und Formen zu interessieren.
Das Erzählen von Geschichten und das genaue Wiedergeben des Aussehens der Dinge traten bald in den Hintergrund.
Passend zu diesem Ausschnitt werden sicher die begeisterten Pferdefreunde unter euch jubeln, die nichts lieber als naturalistische Pferde malen.

e) Anfang 20 Jhd.
In einer Zeit, in der sich durch die industrielle Revolution die Umwelt sehr rasch änderte, begannen die Maler wieder mehr den Blick nach innen zu richten. Franz Marc ist hier ein sehr gutes Beispiel, wenn es um Pferde geht. Seine bunten Pferde, die ein wenig klobig wirken, faszinieren die Kinder. Die Pferde wirken fast wie ein Denkmal, sie sind eigentlich sehr einfach, kantig ohne Einzelheiten gemalt – aber die Haltung des Tieres weist nach innen, auf seine Seele. Am wohl berühmtesten ist das „Blaue Pferd“ – es wirkt durch die Kraft der Farben und die großflächigen Formen.

Angelehnt an dieses Bild habe ich bei meinen Kindern mit folgender Anregung gepunktet:

„Das blaue Pferd“ - Geschichte von Kandinsky und Marc kurz ansprechen, anhand von Bildern verschiedene Abbildungen betrachten und besprechen – auch die Wirkung auf den Betrachter.
Mit der Farbpalette gelb / blau eine Hügellandschaft gestalten – mischen ist erwünscht.

Die Altersdifferenzierung kann durch die Collagetechnik erfolgen, die Kinder dürfen Kopien des Marc-Pferdes nehmen oder selbst Pferde zeichnen.
Zeichenpapier lasierend in Gelb oder Blau einfärben und Hügelformen in kräftigeren Farben drübermalen, wenn der Untergrund noch etwas feucht ist, entstehen schöne Effekte
Während der Hintergrund trocknet, die Pferde ganz kräftig anmalen.
Trockene Pferde auf den trockenen Hintergrund aufkleben.

f) Neuzeit
Heute ist nahezu alles erlaubt – packt alle Bastel – und Malutensilien aus und legt los!!


Abschließend noch einige Literaturtipps für euch:
Susanne Pfleger: Kandinsky und Gabriele Münter. Als der Gegenstand aus dem Bild verschwand.
Gebundene Ausgabe - 28 Seiten - Prestel
Erscheinungsdatum: Juli 2001
ISBN: 3791325736

Der Blaue Reiter - Abenteuer Kunst
Gebundene Ausgabe - 33 Seiten - Prestel
Erscheinungsdatum: Juni 2005
ISBN: 3791334816


Sternenelfe


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