Betreuung gesucht für WurzelWerk's
Das Jahresrad mit Kindern
Mit Kindern den Jahreskreis erleben und dabei alle Sinne ansprechen, dazu wollen wir - Tasha und Sternenelfe - euch heute einige Anregungen geben.
Welcome to Bell Pine Art Farm.

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich festgestellt, dass „Naturreligion“ für mich der richtige Weg ist. Ich bin verheiratet und mein Partner teilt meine Ansichten teilweise nicht. Er redet mir aber bei der Kindererziehung kaum hinein, da er der Meinung ist, dass unsere zwei Söhne beide Seiten, die christliche und die pagane, kennen lernen sollen. Meine Söhne sind heute 5 und 3 Jahre alt.

Mein Jüngerer hat noch nicht wirkliches Interesse gezeigt, was den Glauben betrifft. Bei meinem Größeren habe ich mit Freuden festgestellt, dass er genau wissen will, warum ich jetzt z.B. auf meinem Altar Kerzen entzünde, und so war ich entschlossen, ihm das Jahresrad so gut es geht kindgerecht zu erklären. Nur, wie stell ich das an?

Ich habe auf einem großen Bogen Papier einen Kreis gemalt, diesen ausgeschnitten und in acht Teile unterteilt. Am oberen Rand die Sonne, welche zum Yulefest nur ganz schwach zu sehen ist und bis zum Mittsommer immer kräftiger gemalt wird, dann wieder schwächer wird bis zu Samhain. Neben die Sonne malte ich das Symbol zum Jahreszeitenfest, welches mir für meinen Sohn geeignet erschien.: Zu Yule einen Yulebaum, weisse Kerzen zu Imbolc (das war das erste Fest, an dem mein Sohn fragte, warum ich Kerzen anzünde, ich habe mich sehr gefreut, denn als wir das malten, erinnerte er sich: “Hier ist das Fest, wo wir die Sonne wieder hervorlocken wollen, mit dem Licht der Kerzen“.) Zu Ostare einen Hasen und ein rotes Ei, für Beltane ein Lagerfeuer und einen Maibaum, eine Sonnenblume zum Mittsommerfest, das passende Obst und Gemüse zu Lughnasad und Mabon und natürlich einen Kürbiskopf zu Samhaim.

Darunter haben wir noch aus dem Internet ausgedruckte Bilder aufgeklebt, die den jeweiligen Aspekt von Göttin und Gott, zur Jahreszeit passend, für uns darstellen.

Ich bin ganz stolz, dass sich mein Kleiner so gut an unserem Jahresrad orientieren kann, obwohl meine Zeichenkünste nicht überwältigend sind. Dieses Werk hängt nun in seinem Zimmer über dem Bett und ab und zu zeigt er mir (wie auf einer Uhr) „wo wir gerade sind“... - wo wir uns im Jahreskreislauf gerade befinden.

Vielleicht eine kleine Anregung zum Nachmachen, bzw. um etwas Ähnliches auszuprobieren.
Viel Spaß dabei wünscht euch Tasha


«Ernte-Sommer»
Das andere Sommer- und Herbstbuch
von Diana Monson, Maren Briswalter

Weil es so gut zu Tashas Jahresrad-Idee passt:
Diana Monson, Maren Briswalter (Illustration)
"Ernte-Sommer - Das andere Sommer- und Herbstbuch"
1999/Esslinger Verlag J.F. Schreiber/ ISBN 3-480-20350-7/80 Seiten/14,90 Euro

Die Autorin Diana Monson hat es sich zum Ziel gesetzt, alte Traditionen, Uraltbräuche und Rituale wieder aufleben zu lassen. Heraus gekommen sind drei in sich abgeschlossene, spannend erzählte und geschmackvoll gestaltete Familienbücher, die dazu anregen, den Jahreskreis mit seinen Festen bewusster zu erleben und die Natur wieder mit Achtung und Respekt zu erfahren.
„Ernte-Sommer“ ist das dritte Buch der Autorin zum Jahresreigen, nach „Frühlingsreigen” und „Winterlicht”. Alle drei Bücher basieren auf den zyklischen Jahreskreisfesten und der Vorstellung von der Erde als Große Mutter, der Göttin. Maren Briswalter hat die Bücher in sehr pastelligen, liebevollen Zeichnungen illustriert.

Mit den Jahreszeitenfesten begleiten wir das rhythmische Kommen und Vergehen der Sonnenenergie mit ihrem Wirken auf die Kräfte der Natur und auch auf uns. So wie die Mondenergien uns "monatlich" mit ihrem Zyklus wirkend begleiten. Das Feiern der Jahreszeitenfeste ist ein Schritt auf dem Weg, wieder in Einklang mit unserer Erde zu kommen. Dieser Weg der Bewusstwerdung im Außen, im Erleben und im Tun, wird sich in unserer inneren Bewusstwerdung spiegeln. Wenn wir wieder unsere geistig- spirituellen Empfindungen öffnen, werden wir die stärkende Kraft der Erde und unser Eingebettetsein in diesem großen kosmischen Gefüge erfahren. (S. 7)


Zum Inhalt
Die Rahmengeschichte ist in jedem Buch die selbe: Sonja wohnt mit ihren Eltern bei Großmutter Alwine im Haus auf dem Land. Sie kennt wunderbare Geschichten und alte Mythen. Dieses Wissen teilt sie der jungen Familie mit, nicht belehrend, sondern ganz einfach durch ihr Handeln. Im Buch „Ernte-Sommer“ erklärt Alwine ihrer Enkelin die Jahreskreisfeste von Beltane bis Samhain (Halloween).
Zu jedem Fest werden aber auch die passenden Bastelanleitungen (natürlich mit Materialien, die in der Natur gesammelt werden müssen), Lieder und Gedichte angeboten, so dass das Buch lebendig wird, wenn man die Anregungen auch umsetzt. Die zahlreichen Bastelideen und Rezepte sind einfach nachzuarbeiten.

Sonja, ihre Mutter und Alwine verkörpern für mich auch die Göttin in ihrer Gesamtheit (junges Mädchen, Mutter, Weise Alte); alles hat hier seine richtige Zeit und seine richtige Qualität.
So bekommt besonders durch Alwine das Alter, die Ausgewogenheit und die Weisheit einen ganz anderen Stellenwert in unserem Bewusstsein. Es werden auch die christlichen Feste genannt, was ich besonders in der Kindererziehung als angenehm empfinde - denn so kommt der Bezug zu den Festen, die die Freunde meiner beiden Jungen feiern, nicht von mir, sondern von Diana Monson.

Im Mai erklärt die Autorin die Bedeutung des Festes Beltane:
"Ein uraltes Fest zu Ehren der Frühlingsgöttin Maia, der Walpurgis, der Queen of May oder welche Namen ihr noch alle gegeben wurden. Wir haben einen Bändertanz gemacht. Durch die Bänder haben wir symbolisch darum gebeten, dass der Geist des Baumes uns von seiner Kraft und seinem Segen etwas schenkt.." (S. 12)

Zur Sommersonnwende gibt es neben einer Geschichte und Rezepten auch einen tollen Sonnwendtanz zum Nachahmen. Die Besonderheit des längsten Tages, der Höhepunkt des Sommers wird ja in fast allen ländlichen Gegenden noch mit einem Sonnwendfeuer gefeiert. Bei mir zu Hause leuchten die Berge und die Feuer sind weithin sichtbar. Man kann aber auch mit einem kleinen Lagerfeuer im eigenen Garten oder in einem Kessel feiern - denn bei größeren Feuern muss man viele Bestimmungen beachten!
Im Herbst steht die Kornmutter dann wieder im Vordergrund von Alwines Erzählungen. Sie erzählt Sonja die Sage vom Kornweiblein und erklärt ihr den Hintergrund. Diana Monson liefert dazu eine Bastelanleitung für eine Kornmutter.
Zu Halloween (Samhain) neigt sich das Jahr dem Ende zu, die Großmutter erklärt ihrer Enkelin den Sinn der Kürbisgesichter so:
"Die Kürbisse oder andere hell leuchtende Gesichter sollen dem Geist der Pflanze danken und ihm die Möglichkeit geben, noch etwas in dieser Frucht zu verweilen....!" (S. 73)

Als willkommene Ergänzung ist dem Buch ein dekoratives Poster beigefügt, auf dem sich eine schön illustrierte Darstellung des jahreszeitlichen Wandels mit seinen Festtagen befindet. Es hängt bei mir zu Hause in der Küche. Meine Familie und ich haben uns jedoch vorgenommen, im Sommer unseren eigenen Jahreskreis zu basteln, um so noch mehr über die Feste zu lernen und einen Bezug herzustellen.

Das Buch „Ernte-Sommer“ basiert nicht nur auf vielen historischen Quellen, sondern auch der innersten Intuition der Autorin. Durch die etwas andere Gestaltung der Jahreszeiten und Festlichkeiten wird dieses Werk für Groß und Klein zu einem wunderbaren Erlebnis.


Tasha und Sternenelfe


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