Betreut von Leilani
Steinheilkunde – Einführung   Teil I

Ursprünglich bestand die Erde aus einer riesigen Gaswolke, die sich immer weiter verdichtete. So entstand aus dem Gas einen Nebel aus Staub, der sich wiederum durch weiteres Zusammenziehen zu einem gewaltigen Feuerball aus heißer Schmelze und Glut (Magma) verwandelte. Heute wird dieser zähflüssige heiße Feuerball von einer festen Kruste umgeben, die durch Abkühlung an der Oberfläche entstand.

Am Anfang war das Magma

Die Erdkruste verändert sich bis zum heutigen Tage auf diese Weise laufend. Magma tritt aus dem Erdinneren an die Oberfläche, kühlt entweder ab oder nimmt Teile der Erdoberfläche wieder mit zurück in das Erdinnere. So bleibt die Erde äußerlich wie innerlich in ständiger Bewegung und Veränderung. Wie die Erde bis in ihren tiefsten Mittelpunkt in ständiger Bewegung ist, so ist es auch der Mensch.

Querschnitt durch die ErdkugelAlle in unserer Erde enthaltenen Stoffe finden sich  im Magma in flüssigem Zustand wieder. Kommt Magma in die Nähe der Erdoberfläche bzw. tritt aus dem Erdboden aus, verfestigen sich die Stoffe durch Abkühlung. Kühlt das Magma ab bilden sich zuerst kleinste Keime, die sich dann zu großen Kristallen weiter entwickeln. Dieser Vorgang setzt sich fort, bis sich alle flüssigen Stoffe verfestigt haben. Besteht das Ergebnis einheitlich aus einem Stoff, erhält  man ein Mineral, besteht es aus einem Gemisch an mehreren Stoffen (also aus mehreren Mineralien) nennt man dieses ein Gestein.


Magmatite (Primär-Mineralien)

Gesteine und Mineralien, die direkt aus dem Magma durch Kristallisation entstanden sind, nennt man Magmatite oder Primär-Mineralien. Sie wurden durch den bereits erwähnten Abkühlungsprozess gebildet. Dabei unterscheidet man vulkanisches Gestein (Vulkanite) sowie Tiefengestein (Plutonite).

Vulkanite entstehen an der Erdoberfläche, wenn beispielsweise bei einem Vulkanausbruch Lava austritt. Da diese dann sehr rasch abkühlt, bilden sich hier vorwiegend kleinere Kristalle. Vulkanite sind feinkörnige Gesteine. Ihre Mineralien bestehen meist aus winzigen Kristallen. Beispiele hierzu wären „Lava-Steine“, der feste Basalt, Porphyrit oder der Augen-Jaspis.

Plutonite, ebenso als Tiefengesteine bezeichnet, sind Gesteine die im Erdinneren durch Kristallisation des Magmas bei langsamer Abkühlung entstehen. Das Interessante dabei ist, dass nicht alle Mineralien zur selben Zeit entstehen. Dadurch können bereits gebildete Mineralien im noch flüssigen Magma absinken oder aufsteigen, wodurch sich Ansammlungen bestimmter Mineralien in einer bestimmten Tiefe bilden können. Beispiele für Plutonite wären der Rosenquarz, Aventurin, Topas, Mondstein oder der Amethyst.


Was kann so ein Magmatit denn nun?

Mineralien und Gesteine sind in diesem Sinne keine Medizin. Man hat nicht 39 Grad Fieber und kann sich sicher sein, dass nach „Einnahme“ eines Gesteins das Fieber über Nacht auf jeden Fall sinken wird. Steine haben eine andere Gabe, sie dienen als Unterstützung dabei, unser bereits vorhandenes Potential zu nutzen und zu entwickeln. Jedem Stein/jedem Mineral werden bestimmte Werte zugeordnet. Die Ausbildung dieser Werte in uns selbst kann durch das Mineral bekräftigt werden. Man sagt Steinen dahingehend eine heilende Wirkung nach, doch all diese heilenden Kräfte tragen wir auch in uns selbst. Sie können unseren seelischen Zustand unterstützen, körperliche Heilung vorantreiben und Verhaltensmuster beeinflussen. Dies funktioniert aber nur dann wenn die Voraussetzungen für Neuerung und Wachstum in uns selbst bereits gegeben sind. Das Prinzip dahinter ist sehr einfach: Steine haben entweder einen sauren oder basischen Charakter. Dies liegt an ihrer Entstehung. Da sich bei der Bildung von Mineralien zuerst einmal eine Lösung bildet, die sauer oder basisch ist. Daraus entsteht das Mineral, wobei ein Säure oder Base-„Rest“ übrig bleibt und sich in das Kristallgitter des Minerals integriert. Auf diesem Prinzip basierend kann der Stein das Zusammenspiel der Körperflüssigkeiten im menschlichen Körper beeinflussen, welches mit Krankheiten oder seelischen Belastungen - mehr oder weniger direkt - immer in Zusammenhang steht. Steine können so physisch und psychisch anregen. Sie beeinflussen Ausscheidungs- oder Aufnahmeprozesse im körperlichen und auch emotionalen Sinn.


Auswahl des richtigen Steins

Die Auswahl des richtigen Steins ist keine komplizierte Wissenschaft, es gibt einige Kriterien zu beachten. So sollte der Stein bestimmte Qualitätsmerkmale aufweisen. Das Mineral mit den für den Stein typischen Eigenschaften sollte deutlich sichtbar und stark ausgeprägt sein. Je weniger ausgeprägt diese Eigenschaften sind, desto schwächer ist die Kraft des Steins. Auch die Größe spielt eine Rolle. Größere Steine haben eine größere Wirkung als kleinere Steine, weil deren Ausstrahlung durch die größere Fläche deutlich höher ist. Bei der Form kann man ebenso unterschiedliche Wirkungsweisen feststellen. Kantige Steine haben eine kräftigere Ausstrahlung als runde Steine, wohingegen runde Steine eine sanftere und harmonischere Wirkung haben.

Eine Sache darf man aber bei der zahlreich vorhandenen Lektüre zu diesem Themengebiet nicht vergessen: Man sollte sich hier keinen dogmatischen Regelungen hingeben, da die persönliche Intuition und das Vertrauen auf die innere Kraft zur eigenen Heilung dabei leicht übergangen werden können. Genau hier liegt aber die Voraussetzung für einen guten wertvollen Umgang mit dem Stein und den eigenen Bedürfnissen. Heilsteine wollen uns Unterstützung geben, sie sind keine Zaubermittel. Sie stammen direkt aus unserer Erde, sind wie der Mensch Teil eines großen Ganzen. An ihnen können wir sehen wie stetig und exakt die Natur arbeitet.

„Wie oben, so unten – wie innen, so außen.“


Quelle: “Die Steinheilkunde“, Michael Gienger
Bildquellen:
http://www.planet-wissen.de/natur_technik/energie/erdwaerme/portraet_erdaufbau.jsp;
http://wawi-wiki.de/doku.php?id=03_bodenkunde:gesteine


Leilani


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