Betreut von Leilani
Steinchen, Steinchen auf dem Boden - ist es wahr oder gelogen   Teil II

Vor zwei Jahren hat Rivka für (die damals von ihr betreute und heute leider verwaiste Rubrik) einen Zweiteiler geschrieben. Auf wunderschöne Weise hat sie den WuWe Lesern schon damals ihre Art des Orakelns mit Steinen nahe gebracht. Nun will auch ich mich daran versuchen ein Möglichkeit zu zeigen, mit Steinen Antworten zu erhalten, die ansonsten vielleicht verborgen geblieben wären.

Die Verwendung

WurfIndikatorZuerst lege ich den Indikatorstein dorthin, wo ich arbeiten will. Zum Werfen schüttle ich die Steine in meinen Händen und lasse sie dann einfach über dem Indikator auf die Unterlage fallen (alles was waagerecht und nicht gerade Glas ist, funktioniert wunderbar). Nach einigen Versuchen (z. B. ein bemaltes Tuch, ein aufklappbares Säckchen für die Steine,...) habe ich mich dazu durchgerungen keine spezielle Unterlage zu verwenden, weil ich die Sache so einfach wie möglich halten wollte.

Zur Interpretation gibt es ein paar Tipps.
Da ich einen Indikatorstein habe, der jeweils den Fragesteller, die Fragestellerin verkörpert, schaue ich zuerst einmal, welcher Orakelstein in welcher Entfernung vom Indikatorstein liegt. Je näher dran ein Stein sich befindet, desto wichtiger ist der Einfluss des durch ihn dargestellen Faktors. Auch wohin jeder einzelne Stein schaut, kann wichtig sein (mehr dazu in der Interpretation des Wurfbeispiels) um die Beziehungen untereinander zu verdeutlichen. Die Lage rund um den Indikator interpretiere ich mit: deutlich darüber ist ein Ausblick in die Zukunft (die aus dem Status Quo hervorgehen kann), darunter einer in die Vergangenheit (was zum Status Quo geführt hat) und was rechts und links ist, bezieht sich auf die erfragte Zeit (Status Quo).
Wenn das ausgeschöpft ist, dann ist auch noch die Beziehung der Stene untereinander interpertierbar. Bilden sich Gruppen, wenn ja welche mit welchen Bedeutungen? Liegen manche vollkommen abseits oder andere sogar  übereinander? Welche Seite liegt oben, welche unten (ich habe großteils Steine ausgesucht, die "zweiseitig" sind, weil dann der Punkt "XY fehlt/wäre nötig/spielt nicht mit" wesentlich deutlicher sichtbar wird)


WurfIn die Praxis

Das ist ein Orakelwurf und ungefähr so würde ich ihn interpretieren...

Wie schon erwähnt ist zuerst wichtig, was sich um den Indikator tut. Meine Frage war schlichtweg, worauf ich in der nächsten Zeit besonderes Augenmerk legen sollte.
Nach der eingehenden Betrachtung der oberen beiden Bilder (die Nahaufnahme des Bereichs rund um den IndikatorStein zuerst) zeigt sich, dass der Indikator auch nach dem Wurf noch aufrecht am Boden steht - nichts wirklich aus der Bahn Werfendes also. Am nächsten dran liegen das "blinde Wiesel" (dessen andere Seite die "Schlange" heißt) - ein Hinweis auf etwas, das gefinkelt mit einem Schuss Bösartigkeit versetzt, auf meinem Weg auftaucht und auf der anderen Seite der "ErnteStein", der aber leider verkehrt herum liegt. Gedeutet sagt mir dass, dass es noch nicht die Zeit ist mir aus Unternehmungen ein Ergebnis zu erwarten und wenn etwas nach einem solchen aussehen sollte, dann wäre ich gut daran gelegen, es "liegen zu lassen" und nur ja nicht in meinen Korb zu packen. Da in nächster Umgebung keinerlei Steine zu finden sind, die auf negativen Fremdeinfluss hindeuten, ist einfach die Zeit nicht reif . Als Basis macht mich das "sehende Auge" drauf aufmerksam, dass ich genügend Überblick habe, der "PolaritätenStein" über dem Indikator sagt mir, dass es schon passt, so wie es ist und alles im Gleichgewicht sein wird. Der "Glücksstein" gleich daneben spricht von positiver Grundstimmung. Zuunterst liegen der "ChaosStein" und der "HeimatStein", beide mit der jeweiligen Bedeutungshauptseite nach oben. Das scheint der Grund zu sein, warum die Ernte noch nicht gelingt, weil sich Unruhe und "trautes Heim-Gefühl" noch die Waage halten. Der KriegerStein präsentiert sich von seiner Rückseite, dem "gebrochenen Speer" und sagt durch seine Lage, ganz rechts außen, dass sein Einfluss gering ist.

Wurf, linke Seite  
Wurf, linke Seite

Der "RevolverStein" liegt ganz unten, die dunkle Seite des "Aussenministers" kurz darüber, aber beide sehr weit vom Indikator entfernt. Das bedeutet, dass der Einfluss minimal ist, noch dazu, wo die Zielrichtung beider Steine nicht auf den Indikator geht.

Auf dieser Aufnahme ist das "sehende Auge" wesentlich besser zu erkennen als weiter oben, besonders auch, dass es "aufrecht" liegt.
Der RevolverStein wäre sogar geladen (der kleine rote Stein, der in seiner Oberfläche eingebettet ist), also "scharf", aber er zielt weit abseits.

Die drei Steine an der Oberseite des Wurfbildes - also deutlich abgesetzt über dem Indikator (weit darüber...) zeigen, aus momentaner Perspektive die kommenden Ereignisse an.

Der "LiebesStein" liegt mit der FlammenSeite nach oben, was bedeutet, dass Harmonie und Zweisamkeit in der Beziehung zu erwarten sind. Der "FreiheitsStein" liegt zwar mit der Bildseite nach oben, aber fast verkehrt herum. Also ist zu erwarten, dass einer in der Partnerschaft entweder zu viel oder zu wenig Freiheit für sich beanspruchen kann oder beansprucht. Auch ist etwas noch Unkonkretes im Spiel, die "Dunkle Seite des Mondes" weist auf unterschwellige Probleme hin, die entweder noch nicht erkannt oder noch nicht ausgesprochen sind.

Wurf5So deute ich das Wurfbild auf den ersten Durchlauf. Wie gesagt, soweit eine genauere Analyse erwünscht ist, ist es sinnvoll, die Beziehungen der einzelnen Steine zueinander noch einmal zu betrachten.


Wie fange ich denn nun realistisch an, damit zu arbeiten?

Für mich machen Orakel nur dann einen Sinn, wenn ich besonders anfänglich viel Zeit investiere um meine Ergebnisse auch zu überprüfen. Natürlich ist es da am sinnvollsten, sich die Interpretationen mit Datum aufzuschreiben und dann im Nachhinein ganz neutral zu beurteilen, was davon eingetreten/aufgetreten ist und was nicht. Vielfach müssen wir erst lernen, die Zeichen richtig zu verstehen und dann noch richtig zu übersetzen.
Meiner Erfahrung nach ist es zielführend zuerst mit einer groben Benamsung der Steine zu beginnen. Gefahr ist z. B. vielschichtig.  Wenn ich z. B. meinen RevolverStein im Anschlag auf mich vorfinde, dann bedeutet das nicht, dass ich in den nächsten Tagen unter Waffengewalt zu leiden haben werde... die Wahrscheinlichkeit ist bei mir eher gering. Aber es kann durchaus genau das bedeuten, wenn es sich um einen Polizisten, einen Bankangstellten, einen Kassier oder ähnliche Personen handelt, der als Fragesteller auftreten. Auskunft darüber gibt immer das umliegende Steinebild...

Aber nochmal: die Ergebnisse sollten so lange genau niedergeschrieben und nachher überprüft werden, bis sich der Orakelwerfer sicher ist, eine gemeinsame Sprache mit seinen Steinen gefunden zu haben. Selbst wenn wir nur für uns selber arbeiten, ist es sonst viel zu einfach, sich selber negativ zu beeinflussen (von anderen möchte ich hier erst garnicht sprechen!!). Negative selbsterfüllende Prophezeiungen sind wesentlich häufiger zu finden als positive. Wobei auch nicht ungesagt bleiben soll, dass positive Orakel, die fälschlicher Weise positiv waren, genauso negative Effekte haben können.

Dann bin ich schon gespannt, ob uns jemand Nachricht zukommen lässt, dass er/sie Zugang zu dieser Art des Orakelns gefunden hat.


Anufa


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