Betreut von Leilani
Steinchen, Steinchen auf dem Boden - ist es wahr oder gelogen   Teil I

Vor zwei Jahren hat Rivka für (die damals von ihr betreute und heute leider verwaiste Rubrik) einen Zweiteiler geschrieben. Auf wunderschöne Weise hat sie den WuWe Lesern schon damals ihre Art des Orakelns mit Steinen nahe gebracht. Nun will auch ich mich daran versuchen ein Möglichkeit zu zeigen, mit Steinen Antworten zu erhalten, die ansonsten vielleicht verborgen geblieben wären.
IndikatorSteine  
Indikator-Steine

Die Geschichte

Vor vielen Jahren habe ich von einem kleinen Versandhandel in UK ein "Steinorakel" bestellt. Das war noch zu einer Zeit als ich mich liebend gerne von alten Traditionen überzeugen ließ, die unter heutigem Licht betrachtet, vielleicht so alt garnicht waren...

Nichts desto Trotz waren diese paar Halbedelsteine, mit aufgemalten Zeichen versehen, in ein kleines Kunstledersäckchen gefüllt und mit einer kurzen Anleitung versehen für mich quasi der Anstoß für ein Projekt, das ich nun seit mittlerweile 15 Jahren verfolge. Wie mit den Runen kam ich auch mit diesen Orakelsteinen nicht besonders gut zurecht und so beschloss ich, dass wohl eher das Tarot mein Mittel der Wahl bleiben würde. Aber Steine liefen mir nach wie vor nach. In meiner "Kruschtellade" (eine Schublade in der Küche, gefüllt mir allerlei Fundstücken, Kuriositäten und Kleinkram, fanden sich z. B. ein paar besonders interessante Steine, die mir in meiner Kindheit über den Weg gelaufen waren und die ich ob ihres Aussehens seit damals mitübersiedelt hatte, egal wo ich auch hinging). Auch hatte ich die Angewohnheit entwickelt, wenn ich auf Urlaub oder Geschäftsreise war, euromünzengroße Steine mitzunehmen, die mich entweder durch Form, Farbe oder Oberfläche besonders angesprochen hatten. Mit der Zeit habe ich so eine ziemliche Menge an den unterschiedlichsten Steinen angesammelt.

Nach etlicher Zeit in und mit der Craft drängte sich mir, trotz meiner Liebe zum Tarot, immer wieder der Gedanke an ein mir zugängliches Steinorakel auf. Also ging ich nochmal daran, mir die Sache näher anzusehen.

 

FreiheitsStein
FreiheitsStein Rückseite  
Freiheits-Stein Freiheits-Stein Rückseite

 

Wie kann das denn nun funzen?

Die Frage aller Fragen: wie bekomme ich Zugang, damit die Steine auch tatsächlich mit mir kommunizieren? Voraussschicken muss ich, dass ich beim Divinieren ein extrem visueller Mensch bin. Meine Antworten entwickeln sich in Bildern. Gibt es keine Bilder, dann bin ich absolut ratlos (hören tue ich nur in sehr dringenden Fällen etwas, aber dazu vielleicht später in einer anderen Rubrik mehr...).

Damit war klar, auf meinen Steinen mussten Bilder sein. Da auf einer Fläche in der Größe einer Euromünze zu wenig Platz ist um dort Bilder anzubringen, die auch für mich den Zweck erfüllt hätten, kam Aufmalen absolut nicht in Frage. Abgesehen davon, dass ich mit dem erstandenen Steinorakel und den Runen eher schlecht als recht arbeiten konnte. Es mussten also Steine sein, die von sich aus schon Bilder trugen.
Aber welche Bilder sollten/mussten das sein? Es dauerte lange, bis ich mir ein System erarbeitet hatte, das auch wirklich plausibel war. Zu allererst mussten alle Lebensbereiche und menschlichen Hauptanliegen abgedeckt sein. Das Selbst, das Unterbewusste, das Bewusste, die Umwelt (Freunde, Familie, Partner etc), die unterschiedlichsten Situationen wie Liebe, Kampf, Bewegung, Stillstand, Gefahr, Glück, ... Diese Punkte sollten sich dann in einzelnen Steinen quasi "verkörpern". Ein Stein sollte auch den Fragesteller repräsentieren.

Im Text finden sich bis hierher schon ein paar Bilder mit exemplarischem Anschauungsmaterial.

 

KriegerStein
KriegerStein-gebrochenerSpeer
Krieger-Stein Krieger-Stein - gebrochener Speer


Wie nun genau?

Jeder einzelne Stein hat also nicht nur seine Geschichte, sondern auch seinen Platz im Orakel. Weil einige davon mich nun schon viele Jahre begleiten und dementsprechend auch die unterschiedlichsten Energien abbekommen und auch aufgenommen haben, war es für mich unabdingbar sie zu reinigen. Also packte ich alle Steine in ein grobes Leinensäckchen und hing sie rund um Schwarzmond einfach in die Schwechat (den Bach, neben dem ich wohne). Einfach ein kleines Pflöckchen in die Erde geschlagen, eine Schnur drangebunden und das verschlossene Leinensäckchen an die Schnur. Das war auch gleich an ganz guter Test, ob mein Vorhaben sinnvoll war: war das Säckchen nach einer Woche noch da, dann war das für mich das Zeichen zum Weitermachen. Ihr seht die Bilder - Schlussfolgerung: Es war noch da...
Danach lagen die Steine an einem Platz im Garten wo sie in der Sonne trocknen konnten. Schlussendlich fehlte mir nur noch die Erde, die dann die nächste Station sein sollte. Also waren meine Steine gut gewaschen, gewärmt und getrocknet, eingebuddelt, wieder ausgegraben worden und grob abgeputzt wieder im Haus angelangt. Jetzt war es nötig nochmals zu überprüfen ob auch die Bedeutung für jeden Stein passend war.
Einzeln kamen sie aus ihrer Schüssel heraus, wurden sauber gebürstet und einige Zeit trug ich dann jeden einzelnen Stein bei mir und fand so heraus, ob er für mich auch das verkörperte, was ich anfänglich mit ihm assoziiert hatte.

Der ganze Prozess zog sich über mehrere Monate und zum Schluss waren auch etliche Steine "rausgefallen". Der Verwendbarkeit des Orakels tat und tut das aber keinen Abbruch (zumindest nicht, solange die für mich wichtigsten Punkte nach wie vor abgedeckt sind!). Es ist auch heute noch immer so, dass manch Stein nicht mehr passt, oder sich ein anderer findet, der das was ich verkörpert sehen will besser darstellen kann. Wahrscheinlich wird sich das so lange ich mit diesem Orakel arbeite auch nicht ändern. Genauso wie ich nicht vorhersagen kann, wie viele Steine mein Orakel umfassen soll(te). Die Zeit wird es weisen, wie es sich entwickelt!

Ende Teil I


Anufa


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