Das vielseitige Antimon (Stibnit)

Antimon liegt genau an der Scheidegrenze zwischen Mineral- und Metallreich. Wird Antimon bei gelindem Feuer kalziniert, sodass der Schwefelrauch sachte steigt, zerrieben in einem Mörser u. weiter kalziniert ohne zu schmelzen, ergibt sich ein Pulver wie Talg, das kalkartig ist. Dieses Antimon wird zum Mineralreich gezählt. Kommt Antimon durch starke Feuerung zum Schmelzen, sodass der Rauch rasch ausgetrieben wird, ist es zu den Metallen zu rechnen. Antimon ist wie Arsen und Quecksilber sehr giftig im rohen, unverarbeitetem Zustand.
Doch wenn man es versteht ihm sein Gift, welches im Korporalen verhaftet ist zu nehmen, ist es nicht mehr gefährlich u. kann zu heilkräftigen Medikamenten verarbeitet werden.

Das Antimon wurde in der Alchemie keinem der klassischen sieben Planeten zugeordnet. Sein Symbol ist der Reichsapfel - das Emblem der irdischen Welt: ein Kreis auf dem ein Kreuz steht.
Damit wird angedeutet, dass im Antimon alle Kräfte des Planeten Erde verborgen sind, - und da der Mensch die Welt im Kleinen darstellt (Mikrokosmos) ist das Antimon, wenn es richtig aufgeschlossen ist, eines der besten Arzneimittel.
Die „Alten“ nannten das Antimon „grauer Wolf“ – denn in der Metallurgie Wurde es verwendet um Gold zu reinigen, weil es alle anderen anhaftenden Metalle verzehrt. Der Ruf des Antimons war zeitweilig nicht der beste, da es von den Ärzten oft im rohen, unverarbeitendem Zustand verordnet wurde - mit fatalen Folgen für Patienten. Im Jahre 1566 beschloss der Rat der Stadt Paris daher ein Behandlungsverbot mit Antimon für alle Ärzte. 1603 schloss sich die dortige medizinische Fakultät dem Edikt an.
Um das 16. und 18. Jahrhundert erschienen aufklärende Schriften, die dazu verfasst wurden um zu verdeutlichen, dass das geächtete Antimon sehr wohl viel Gutes zur Gesunderhaltung beim Menschen bewirken kann - wenn man versteht ihm seine Giftigkeit zu nehmen.


Anwendungsmöglichkeiten
Hier nun Anwendungsbereiche von aufgeschlossenen, giftfreien Antimonpräparaten zu damaliger Zeit: Äußerlich wurde es verwendet bei Wunden, Brandverletzungen, Krebswucherungen, Fisteln, Geschwulsten, Geschwüren, Pestbeulen, Rotlauf, Carbunkeln, entzündeten Gliedern.
Innerlich: bei Kleinkindern mit Magenproblemen, Würmern, Wassersucht, Krampf- u. Windsucht (Blähungen), bei Harnverdrängung diuretisch wirkend, mildes Brechmittel, rheumatischer Formenkreis, Syphillis, Blutreinigungsmittel

Ein dokumentierter Fall berichtet von einer 22-jährigen Frau die seit fünf Jahren keine Regel mehr hatte, am ganzen Körper Geschwulste aufwies und rheumatische Beschwerden hatte, die sie zum Laufen mit Krücke zwangen. Nach einer dreimonatigen Kur mit aufgeschlossenem Antimon war sie wieder gesund und wurde später auch Mutter.

In der anthroposophischen Medizin wird Antimon auch heute noch vielfach bei Tumorerkrankungen, manischen Zuständen u. psychosomatischen Krankheiten angewandt.

 

Quellen: Joseph Anton Kirchweger: Microcosmi Basili Valentinus 1790, Daniel Hornfischer: Löwe und Phönix,1998, Frater Albertus: Praktische
Alchemie im 20.en Jahrhundert,1970


Mimon Baraka


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