Der Malachit
„Grün soll niemant tragen,
der in lieb will verzagen."
Quelle: Bruns 1997

Der Malachit gehört zur Gruppe der Carbonate und ist ein Kupfercarbonat, hat ein monoklines Kristallsystem und seine Härte beträgt um die 3,5 - 4 Mohsche Härte. Überall wo man Kupfer finden kann, findet man auch Malachit, denn er entsteht aus der Reaktion vorhandener Kupfermineralien wie zum Beispiel Kupferkies. Der Malachit ist grün (durch das Kupfer) und besitzt hellgrüne, wellenförmige Bänderungen, woran man ihn gut erkennen kann. Der Malachit besteht größtenteils aus Kupfer, das sind etwa 75 %. Malachit hat keinen typischen Glanz, manche Steine dieser Art besitzen jedoch Diamantglanz, andere sind matt und undurchsichtig. Der Malachit wächst in Blasenform. Wenn Malachit gebrochen wird, sieht die Bruchstelle sehr muschelig und faserig aus. Auf Salzsäure reagiert der Malachit mit aufschäumen, was typisch für Carbonate ist. Malachit entsteht durch die Einwirkung von Luft und Wasser, weshalb ich ihn einem dieser beiden Elemente zuordnen würde. Der Malachit wird heute vermehrt aus dem Uralgebirge gewonnen, ebenso aus Afrika. Malachitstücke kann man auch im Schwarzwald finden und überall dort, wo Kupfer abgebaut wird.


Malvengrün
Der Name Malachit soll sich vom griechischen Wort „malache“ also „Malve“ abgeleitet haben, da die Farbe des Malachits der von Malven ähnelt, so schreibt Plinius der Ältere. Auch heute noch wird der Malachit in manchen Gegenden „Malvenstein“ genannt. Eine andere Abstammung des Wortes könnte vom griechischen Wort „malako“ kommen, was „weich“ bedeutet, was der Malachit ja ist.


Der Stein der Göttinnen
Im alten Ägypten galt der Malachit als Stein Hathors, wer ihn trug, sicherte sich eine glückliche Partnerschaft. Die Frauen in Ägypten verwendeten den Stein um daraus Lidschatten herzustellen. Doch er war nicht nur als Kosmetik beliebt, sondern auch als Färbe- und Baumittel. So finden sich in der Hagia Sophia oder der Isaakskirche Säulen aus Malachit, in Russland in der Eremitage gibt es sogar ein ganzes Malachitzimmer. In der Antike galt der Malachit als Stein der Venus und Aphrodite. Wie Venus aus dem Wasser geboren wurde und nach der Luft strebt, so würde es auch der Malachit tun.

Heute wird der Malachit hauptsächlich als Schmuckstein verwendet, das liegt auch daran, dass die Verarbeitung sehr aufwendig ist, zudem sind das Schleifwasser und die bei der Verarbeitung produzierten Schleifstäube giftig, da sie Grünspan enthalten. Leider werden oft auch Malachite verkauft, die aus Malachitstaub zusammengeklebt, also rekonstruiert werden.


Vorsichtsmaßnahmen
Da der Malachit größtenteils aus Kupfer besteht (~ 75 %), hat er auch giftige Eigenschaften. Malachit sollte nie zerstoßen, geätzt oder gewaltsam bearbeitet werden, denn der Staub, der dadurch produziert wird ist giftig, da er lösliches Kupfer beinhaltet. In unserem Fall heißt das, dass wir den Stein nicht selber bearbeiten sollten, sondern dies einem Profi überlassen oder ihn bereits in gewünschter Form kaufen sollten. Aus dem Malachit solltet ihr auch kein Kristallwasser herstellen, da dieses ebenso Giftstoffe beinhalten und zu schwerem Erbrechen bis zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Leider wird das in vielen Edelsteinbüchern nicht erwähnt. Selbe Ergebnisse könnten auch beim Verschlucken auftreten, also außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Auf der Haut kann der Malachit jedoch sorgenfrei getragen werden, ungesund wird es nur, wenn man die Angewohnheit hat an der Halskette zu lutschen.


Pflege
Der Malachit ist sehr empfindlich, wenn es um Sonneneinstrahlung geht. Lässt man ihn vermehrt im Sonnenlicht liegen, verliert er seinen Ganz und bleicht aus. Da der Malachit jedoch bereits als Göttinnenstein bezeichnet wurde und auch in der Verehrung von Venus und Artemis eine Rolle spielte, würde ich vorschlagen ihn im Mondlicht oder im Licht der Venus zu laden.
Ebenso empfindlich ist der Malachit, wenn es ums Wasser geht. Kurzes Abwaschen um ihn zu reinigen kann nicht schaden, aber ihr solltet ihn nicht ins Bad mitnehmen oder ihn beim Duschen tragen – dabei könnten Giftstoffe gelöst werden und andererseits kann der Stein auch hier seinen Glanz verlieren und trüb werden. Seife, Säuren und Hitze tragen ebenso zur Zerstörung des Steines bei.
Wie oft der Stein zu entladen ist, ist dem Träger überlassen, ab und an kann man dem Malachit jedoch fast schon ansehen, wie sehr er verschmutzt ist. Es kann sein, dass der Malachit dunkler wird, wenn es dem Träger schlecht geht. Geht es dem Malachit gut, kann er meiner Meinung nach sogar ein bisschen heller werden. Ansonsten ist der Malachit eigentlich sehr pflegeleicht.

Heilwirkung auf den Körper
Der Malachit, wie ich ihn empfinde, ist ein absoluter Wasser- oder Luftstein, obwohl er meist dem Element Erde zugeordnet wird. Auf dem Brustkorb getragen kann er mithelfen den Kreislauf zu stärken und die Atemwege frei zu machen. Der Malachit kann im ganzen Brustbereich wirken, nicht nur auf die Lunge, sondern auch auf das Herz. Dies zeigt sich nicht nur physisch, denn auch im psychischen Bereich kann das Herz von Kummer und Schmerz geheilt werden. Der Malachit kann gut dabei helfen Abstand zu gewinnen und mit Trennungen fertig zu werden. Er hilft uns Krankmachendes zu erkennen und es loszuwerden. Der Malachit kann dabei helfen neue Lebenswege erfolgreich einzuschlagen und emotional dabei zu unterstützen, er hilft uns zu erkennen was wir wollen.

Im magischen Bereich soll der getragene Malachit beim Visualisieren unterstützen, ebenso soll er das Herz öffnen können und uns dazu bringen uns unseren Emotionen zu öffnen.


Der Hebammenstein oder Frauenstein

Diesen Beinamen soll der Malachit erhalten haben, weil er, wenn getragen, Menstruationsbeschwerden zu lindern vermag und auch bei einer Geburt beistehen kann.

Meiner Meinung nach sind Malachite wie viele andere Steine sehr individuell. Man kann ihnen keine allgemeine Heilwirkung nachsagen, weil jeder Stein andere Stärken hat. Um herauszufinden, wo dein Malachit dir besonders helfen kann, solltest du dich eine Weile mit ihm beschäftigen und vielleicht auch meditieren. Oft springt einen der Malachit an, wenn man sich grade auf der Schwelle eines Umbruchs befindet, meist sogar noch, bevor man es selber registriert. Der Malachit kann ein sehr starker Helfer sein, weshalb man ihn wie einen Freund behandeln sollte.


Shina_Edea


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