Quarz, das Chamäleon der Heilsteine

Teil I - Der Bergkristall

Der Quarz, in seiner undurchsichtigen weißen Form als Milchquarz oder in seiner Klarheit als Bergkristall bezeichnet, ist neben der Familie der Feldspate das am häufigsten vorkommenden Mineral der oberen Erdkruste. Allein das Element Silizium nimmt mit knapp 26% die zweite Stelle in der Häufigkeit der Elemente innerhalb der Erdkruste ein. In seinen vielen Farben, den unglaublichen Formen und Varietäten gleicht er einem Clown im Zirkus der auch noch die Löwen dressiert und nach der Vorstellung dann die Arena auskehrt. Bevor wir uns dem Quarz widmen erst mal ein paar Fakten zum besseren Verständnisse.

Mineral
Das Wort Mineral stammt aus dem lateinischen und bezieht sich auf:
mina - Schacht
minare - Bergbau
minera - Erzstufe
Ein Mineral (in der Mehrzahl Minerale oder auch Mineralien) wird von Wissenschaftlern als natürlich vorkommender, kristalliner Feststoff mit bestimmter chemischer Zusammensetzung beschrieben. Ein Mineral ist ein stofflich (d.h. chemisch und strukturell) homogener, natürlicher Bestandteil der Gesteine.


Gestein
Ein Gestein (zusammengesetzt aus Mineralien) ist eine natürliche Bildung, bestehend aus Mineralen, Bruchstücken von Mineralen, Rückständen von Organismen oder Bruchstücken von Gesteinen.
Jedes Gestein kann einer von vier Gruppen zugeordnet werden:
magmatische Gesteine
metamorphe Gesteine
Sediment- oder Schichtgesteine
Meteorite
Die ersten drei großen Gesteinsfamilien werden durch geodynamische Prozesse ineinander umgewandelt. So jetzt aber erst mal genug Basics!


Welche Steine sollte man denn wirklich Zuhause haben?

Meiner Meinung nach kommt das immer darauf an, was ich den nun mit diesen Kristallen oder Mineralien vorhabe. Meist wird dann der eine oder andere Quarz auftauchen.

SiO2 - Quarz ist vielseitig!
Der Name Quarz kommt vom altslawischen tvrudu, hart, oder mittelhochdeutsch querch, Zwerg.
Er ist ein, in zahlreichen Gesteinsarten als Hauptteil vorkommendes Mineral, aus kristallisiertem, mit Ausnahmen, wasserfreiem Siliziumdioxid, besteht bei freiem Wachstum aus 6-seitigen regelmäßigen Prismen mit aufgesetzten, gleichmäßigen Pyramiden, der trigonalen Klasse zugehörig, mit muscheligem Bruch und von Salzsäure nicht angreifbar. Mohshärte 7 nur der Topaz, der Korund und der Diamant sind härter. Mit Quarz kann man Fensterglas ritzen und einen Vergleich mit Stahl in punkto Härte muss er nicht scheuen.
Viele Varietäten des Quarzes werden als Schmuck- und Heilsteine geschätzt: der eiswasserklare Bergkristall, der violette Amethyst, der Aventurin, der Chalzedon, der hellgrüne Chrysopras, der gelbe Zitrin, der weiße Milchquarz, der schwarze Morion, der lauchgrüne Prasem, der braune Rauchquarz (Rauchtopas), der rosenrote Rosenquarz, ferner Eisenkiesel, Feuerstein (Hornstein), Jaspis und Opal.

Das Sprichwort: "Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess´ ich nimmer!"...

... ergibt in dieser Mischung auch gleich die häufigste Gesteinart in der Quarz vorkommt. Von den Graniten über Gneise bis hin zu den Dioriten. In der nahezu reinen Form bezeichnet man das Gestein als Quarzit. Viele Organismen verwenden Quarz, meist in der Variation Opal, als Baustein für ihre Skelettteile.

Der Bergkristall
Der Name Bergkristall geht auf das griechische Krystallos also Eis zurück, da Bergkristall nach den antiken Vorstellungen tief gefrorenes Eis war, das einfach nicht mehr auftauen konnte. Bergkristall-Fundstellen gibt es so ziemlich überall auf dieser Welt. Hauptfundländer des eisklaren Kristalles sind Brasilien, Arkansas/USA, Madagaskar, Indien, Mexiko und Russland. Aber auch in den österreichischen Alpen wird man an allen Ecken und Enden fündig. Die Heilkräfte des Kristalls sind äußerst vielseitig und mitunter sehr stark. Wichtig bei dem Mineral ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit seinen Energien. Im Prinzip gilt: Ein Bergkristall verstärkt die Wirkung anderer Heilsteine, die mit ihm zusammen angewandt werden. Bis zum Jahr 1750 war Bergkristall sogar als offizielles Heilmittel in sehr vielen Apotheken erhältlich. Er verhilft uns zu einer klaren Wahrnehmung und verstärkt den „guten Sensor“ für den richtigen Zeitpunkt und die wichtigen Dinge im Leben. Er lockert und löst energetische Blockaden und wirkt sich positiv auf das innere Gleichgewicht aus. Er beruhigt, wenn man ihn hält und stärkt die Aura bei der Meditation. In der Astrologie wird der Bergkristall dem Sternzeichen des Löwen zugeordnet.

In alten Sagen und Geschichten ist oft die Rede von strahlenden Palästen, die sich im Inneren der Berge befinden. Sie sind mit durchsichtigem, glitzerndem Gestein ausgekleidet und scheinen von selbst zu leuchten. In diese sagenhaften Hallen gelangt man nur durch dunkle gefährliche Höhlengänge die tief ins Innere der Berge führen. Nur wenige glückliche Auserwählte die sich die Gunst und Freundschaft der geheimnisvollen Völkchen der Erdleute, Zwerge, Gnome, Kobolde und Elementargeister gesichert haben dürfen diese Paläste betreten. Wer in das unterirdische Reich eingeladen ist, erhält die "lichten Steine", die im Volksglauben und in der Überlieferung nahezu die Wirkung des "Steins der Weisen" haben sollen. Man versprach sich von ihnen neue Lebenskraft und Gesundheit. Die Indianer legten ihren Neugeborenen zum Schutz vor allem Bösen einen besonders klaren Kristall in die Wiege. Die alten Römer glaubten in ihnen den Sitz der Götter, welcher ihnen Weisheit Mut und Liebe verschaffe. Buddhisten erhoffen sich bei der Meditation mit einem Bergkristall die vollendete Erleuchtung.

Sie sind fürwahr Kunstwerke der Mutter, diese in den Tiefen unserer Erde geborenen klaren Kristalle. Beinahe jeder, der schon einmal einen wunderbar klaren Bergkristall in der Hand hielt oder zumindest einen sah, war von ihm angetan. Der Bergkristall wird oft als das Aschenputtel unter den edlen Mineralen bezeichnet, da er nicht einmal als Halbedelstein gilt.

Der größte, bis heute gefundene Bergkristall der Welt befindet sich in Bayern. Er ist im Kristallmuseum Riedenburg zu bewundern. Der 7,8 Tonnen schwere, drei mal zwei Meter breite und 1,80 Meter hohe Kristall wurde 1981 in Westarkansas gefunden und fand in Riedenburg eine neue Heimat.


Anwendungen mit Bergkristallen
Mit Magnesit, und rotem Jaspis wirkt Bergkristall, als Heilsteinwasser, sich förderlich gegen Magen-, Darm- und Verdauungsprobleme aus. Einfach die drei Steine über Nacht in Wasser einlegen und nach jeder Mahlzeit einen Schluck zu sich nehmen. Eine sehr gute Kombination, wenn es darum geht sich von Heilsteinen beim Abnehmen helfen zu lassen. Bergkristall lindert Leukämie, stabilisiert den Kreislauf und beruhigt das gesamte Nervensystem. Darüber hinaus schwächt Bergkristall Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme. Ein flach geschliffener Doughnut mit einem Heftpflaster auf der betreffenden Stelle hat sich hier als sehr wirkungsvoll erwiesen. Er soll auch bei Menstruationsbeschwerden und starken Regelschmerzen helfen nur leider kann ich das selbst nicht beurteilen! Ein größerer Kristall in der Wohnung aufgestellt schaut nicht nur gut aus, sondern wirkt sich sehr positiv auf das Raumklima aus und hält viele der Strahlen ab die uns in der heutigen Zeit zu schaffen machen. Hierbei will ich die Kombination von Rosenquarz und Bergkristall unterm Computermonitor erwähnen die ein ermüden und tränen der Augen verhindert! Regelmäßige Bildschirmpausen ersetzen diese Anwendung aber nicht!! Als "Verstärker" bei der Meditation mit Mineralien kann ich diese klare Quarzvariante nur wärmstens empfehlen, da er uns alle Chakren und vor allem das dritte Auge für die Entspannung öffnet.


So, das war´s für heute - schaut auch beim nächsten Mal rein, wenn es um den Schutzstein der Trinker geht, also um den nächsten wunderbaren Quarz namens Amethyst!


Dunkler_Clown


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