Die Welt der Steine
In meinem ersten Artikel will ich euch auf eine kleine Reise in die Historie der Gesteine und Kristalle mitnehmen und einige notwendige Grundlagen erläutern. Am Anfang war der Stein!

Die Vorstellung, dass Steine, insbesondere Edelsteine, Heilkräfte haben, ist nicht gerade neu. Edelsteine tauchen schon früh in der Geschichte der Menschheit als Zaubermittel, Talismane, Amulette und Fetische auf. Vieles wurde über Steine, Kristalle und Minerale geschrieben und in allen Kulturen war das Wissen um die heilenden Kräfte der Edelsteine genauso fester Bestandteil der Heilkunde, wie die heilenden Wirkungen ätherischer Öle und Kräuter. Schon in der Steinzeit wurden die heilenden Eigenschaften vieler Steine erkannt. So entwickelten zum Beispiel Heiler im alten China durch Auflegen und Einnehmen von Edelsteinen schon 4.000 Jahre vor Christus eine der sichersten Steinheilmethoden. Sumerer, Römer, Ägypter und Griechen erforschten die heilenden und schützenden Auswirkungen von Kristallen und Mineralien. Bestimmte Färbungen und Formen wurden direkt mit Gefühlen und Neigungen in Verbindung gebracht. Mehr als 200 Mal werden Kristalle in der Bibel erwähnt. Es gab eine sagenhafte Stadt, deren Mauern aus Kristall bestanden, deren Tore aus Perlen, auf deren Strassen nicht Staub, sondern Goldstaub lag, deren kristallklares Licht auf Meer und Fluss aus Kristall fiel – dort sind kristallklare Seelen auf ewig Edelsteine in der Krone des Erlösers. Wertvolle Kristalle wurden bei der Gründung des neuen Jerusalem verwendet (Offenbarung des Johannes) und Aaron, der hebräische Hohepriester, trug sie in seinem Brustgehänge (2. Buch Mose). In der Offenbarung wird sogar Gott als reiner Edelstein aus Jaspis, Carneol und Smaragd beschrieben. Hildegard von Bingen und Konrad von Megenberg haben sich schon im frühen Mittelalter mit den Heilkräften der Minerale als Wissenschaft befasst und dieses Wissen überliefert.

Hildegard von Bingen sagte:

Gott hat in die Edelsteine wunderbare Kräfte gelegt, welche die biologisch materielle Welt mit der geistig sittlichen Welt verbinden. All diese Kräfte und die Schönheit dieser Steine finden ihre Existenz im Wissen Gottes und in seiner schöpferischen Güte und stehen dem Menschen in seiner leiblichen wie auch geistigen Lebensnotwendigkeit bei.

Besondere Steine sind für amerikanische Ureinwohner ebenso wichtig wie für Inselvölker in Ozeanien. Die Schamanen und Medizinmänner der Indianer in Nordamerika haben es schon immer verstanden, die versteckten Kräfte der Kristalle zu nutzen. In vielen Legenden und Erzählungen werden bestimmte Steine mit den Ahnen und Manitu in Verbindung gebracht. Jade war für das alte China ein so wertvolles Material, dass es in der Sprache einen besonderen Stellenwert bekam. Mit „Jade-Gesicht“ rühmten die Chinesen die Schönheit einer Frau. Unter einem „Jade-Herz“ verstanden sie ein treues Herz. In der Jade sahen sie die Kraft der Berge und den Weg zu ihren Göttern.

Die Energie, die den Steinen innewohnt, ist mit den heutigen wissenschaftlichen Methoden nicht direkt messbar. Hier handelt es sich um sogenannte feinstoffliche Energien – Kräfte, die auf einer anderen als der rein materiellen Ebene wirken. Eine weitere wichtige Wirkung geht von den Farben der Steine aus, die sie oft sehr intensiv ausstrahlen. Ich glaube, jeder von uns weiß, wie bestimmte Farben auf unser Befinden wirken. Darüber hinaus beeinflussen die meisten Farben unabhängig von persönlichen Vorlieben körperliche und geistige Prozesse.


Die Farben der Steine
Auch Menschen, die nicht an die Kräfte der Steine glauben, unterliegen oft dem Glanz und der Farbenvielfalt mancher Edelsteine.
Im vergangenem Jahrhundert kamen Wissenschaftler irgendwann zu dem Schluss, dass die Vorliebe für bestimmte Farbtöne auf den Charakter des Menschen schließen lässt. Wahrscheinlich fußten diese Schlüsse auf einer zu kleinen Anzahl von befragten Personen. Neuere, breiter angelegte Untersuchungen haben diesen Irrglauben mittlerweile widerlegt. Dass Farben die Stimmung der Menschen beeinflussen können, ist aber eine Tatsache, mit der wir uns auseinander setzen sollten.

Wie es zur Farbbildung innerhalb der einzelnen Minerale kommt, wäre hier wohl zu schwerer Tobak, aber gut zu wissen ist, dass es zwei Arten von farbigen Steinen gibt.

· Eigenfarbene (idiochromatische) Minerale
· Fremdgefärbte (allochromatische) Minerale

Idiochromatische Mineralien sind solche, bei denen die farbgebenden Atome am chemischen Aufbau des Minerals beteiligt sind. Diese Edelsteine und Mineralien findet man meist nur in einer einzigen Farbe. Sie eignen sich besonders zur Herstellung von Farbpigmenten. Beispiele für idiochromatische Mineralien sind: Lapislazuli (blau), Malachit (grün) und Pyrolusit (mangan-schwarz).
In allochromatischen Gesteinen fügen sich Fremd-Atome in das reine Mineral ein. Nur 1 bis 5 Prozent der gesamten Masse des Minerals machen diese „färbenden“ Atome aus, doch gerade die Höhe des Gehalts dieser fremden Teilchen bestimmt den Wert dieser Edelsteine. Farbgebende Teilchen sind in der Lage vielfältige Verfärbungen zu erzeugen: So machen die sogenannten Chromatome den Granat und Rubin rot, während sie aber beim Smaragd eine Grünfärbung verursachen. Zweiwertige Eisen-Atome färben viele Minerale blau und dreiwertige Eisen-Atome bestimmen, ob das Gestein gelb oder braun wird.
Aber es gibt auch Ausnahmen: Die violette Färbung von Amethyst und die bräunliche Farbe bei Rauchquarz entsteht nicht durch Fremd-Atome. Diese beiden Quarze wurden durch radioaktive Strahlung aus dem umgebenden Gestein verfärbt. Manche Steine präsentieren sich mit einem oft wechselnden Farbspiel. Der Opal zum Beispiel besteht aus winzigen Siliciumdioxid-Kügelchen. Das einfallende Licht wird an diesen Kügelchen reflektiert und zerstreut. Dieser Effekt ist allgemein als schillern bekannt!

Farben haben Kräfte, die uns auf vielerlei Weise beeinflussen - bewusst und unbewusst. In Untersuchungen kam es zu dem Phänomen, dass verschiedene Testpersonen bei der Temperatureinschätzung eines Test-Raumes aufgrund unterschiedlicher Färbung zwischen fünf bis sieben Grad auseinander lagen.


Grade? Ja! Da dämmert etwas!
Genau, da wären wir gleich bei den sogenannten Härtegraden. Es wird unterschieden zwischen der Ritz-Härte (der Mohs´schen Härte) und der absoluten Schleif-Härte. Die Ritz-Härte wurde vom Mineralogen Friedrich Mohs erstellt.
Darunter versteht man den Widerstand, den ein Gestein der Abnutzung beim Anritzen mit einem scharfkantigen Material entgegenbringt. Der Gelehrte Mohs reihte die Minerale in einer Skala von 1 bis 10 ein. Hierbei wurde Talk als weichstes Mineral mit dem Wert 1 eingeordnet und der Diamant als härtestes Mineral mit der Härte 10. Wenn sich zwei Mineralien nicht gegenseitig ritzen lassen, dann haben sie die gleiche Härte.

Härte1: Talk lässt sich mit dem Fingernagel schaben.
Härte2: Selenit ist mit einem Fingernagel ritzbar.
Härte3: Calcit lässt sich einem Cent-Stück ritzen.
Härte4: Flussspat kann man mit einem Messer leicht anritzen.
Härte5: Türkis ist mit Glas noch ritzbar.
Härte6: Opal kann mit einer Stahlfeile geritzt werden.
Härte7: Quarze wie der Bergkristall ritzen Fensterglas.
Härte8: Smaragd
Härte9: Korunde wie der Rubin
Härte10: Der Diamant ist der Härteste aller Edelsteine

Es ist eigentlich ganz leicht, aber um seine Heilsteine sicher zu verwahren, nicht zu vernachlässigen! Mein erster Selenit wurde mir vor Jahren in einem Talisman-Säckchen von einem Bergkristall dermaßen bearbeitet, dass er ziemlich unschön wurde.

So nun genug der Theorie, aber gut zu wissen, woran man denn bei den vielen Edel- und Kieselsteinen, die hier in den Steinweisen so auftauchen werden, ist.

Viele Leute fragen mich, was den nun besser sei - ein Rohstein, zum Beispiel ein Kristall, oder ein bearbeiteter Stein, so wie es Trommelsteine und Handschmeichler sind. Ich kann ihnen beim besten Willen keine Antwort darauf geben, zumindest keine befriedigendet, weil es auf den Stein, den Menschen und die Umstände ankommt! Gut, ein reiner Kristall ist stärker und seine Schwingungen dringen leicht und tief in uns ein, aber manchmal eben etwas zu stark und das endet dann in Kopfweh und Unwohlsein. Getrommelte Steine kann ich sehr empfehlen da sich diese durch ihre glatten Flächen sehr gut zum Auflegen auf die Haut eignen. Sie sind auch leichter zu bekommen und man muss nicht gleich seine Großmutter verkaufen, um sich ein derartiges Kleinod zu leisten. Es gibt viele Arten, die den Steinen innewohnende Energie zu erhalten und ich werde mir die größte Mühe geben, all diese Methoden hier in den Steinweisen aufzuarbeiten.


Dunkler_Clown


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