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Wie fange ich an …

In letzter Zeit häufen sich die Gespräche zu der Frage – wie fange ich an schamanisch zu arbeiten? Was sind die ersten Schritte auf dem Weg des Schamanen? Kann ICH überhaupt schamanisch arbeiten und was heißt das überhaupt?

Wie fange ich an… DSC_0559_HDRMeiner persönlichen Erfahrung nach kann jeder, der es möchte, grundlegende schamanische Techniken lernen und anwenden.


Kleiner Exkurs – Was ist schamanisch?

Für mich bedeutet Schamanismus oder schamanische Arbeit an allererster Stelle die Arbeit oder vielmehr die Zusammenarbeit mit Geistern oder Spirits. Und damit meine ich nicht die Arbeit mit Energien, inneren Bildern oder Anteilen meiner eigenen Psyche… Ich meine damit Wesenheiten die nicht inkarniert sind – und die man (im Normalfall) nur dann wahrnehmen kann, wenn man das normale oder alltägliche Bewusstsein verlässt und stattdessen eintritt in das Nicht-Alltägliche Bewusstsein. Diese Spirits sind eigentständige Wesen, die außerhalb von mir existieren und genau so real sind wie Du und ich.  Die Zusammenarbeit mit den Spirits ist für mich ein essentieller Bestandteil der schamanischen Arbeit – Ohne Geister kein Schamanismus/kein Schamane.

DSC_0012_ps_HDR_raven_fbEin weiterer wichtiger und meiner Ansicht nach unverzichtbarer Teil des Schamanentums ist der “Seelenflug”. Die schamanische Reise, in die nicht alltägliche Wirklichkeit – in die Anderswelt.

Der Schamane/schamanisch Praktizierende begibt sich hierzu in einen Trancezustand (durch singen, rasseln, trommeln, tanzen oder was auch immer), wechselt den Bewusstseinszustand und fliegt/reist mit seinem Geist in die anderen Ebenen der Wirklichkeit – in die Anderswelt – die Nicht-Alltägliche Wirklichkeit. Viele schamanische Kulturen kennen mindestens eine 3-teilige Wirklichkeit… Eine mittlere Welt, eine untere Welt und eine obere Welt.  Und durch diese Welten lässt sich reisen und von dort lässt sich auch etwas mitbringen. Die Mittlere Welt ist dabei die Anderswelt zu unserer normalen, alltäglichen, materiellen Welt. Für die anderen Welten gibt es keine materielle Entsprechung. Dies ist aber nur ein Model von vielen möglichen Modellen.

Um schamanisch zu praktizieren oder gar Schamane zu werden müssen also ein paar grundlegende Techniken gelernt und praktiziert werden. Die erste und wichtigste ist dabei wohl, den Bewusstseinszustand willentlich zu verändern und eine leichte oder auch stärkere Trance herbeizuführen. Im Zustand der sog. schamanischen Trance begibt sich der schamanisch Praktizierende dann auf die Suche nach Verbündeten – Krafttier und Lehrer sind wohl die bekanntesten, aber es gibt auch reichlich andere mögliche Verbündete…. und nicht alle werden einfach nur „gefunden“ oder gehören schon zu mir…. manche müssen erabeitet, überzeugt, ertrotzt oder gar erkämpft werden….

Die ersten Verbündeten die ein schamanisch Praktizierender sich erwirbt, sollten vertrauenswürdige und mitfühlende Geister sein, denn diese sind Schutz und Führer auf der schamischen Reise und durch die Anderswelt.


Wie und wo lernt man dies?

SeminarGrundsätzlich gibt es dafür viele verschiedene Möglichkeiten, ich habe zu Beginn ein sog. Schamanisches Basis-Seminar besucht. Hier wird intensiv an 2-3 Tagen alles eingeübt was man für die schamanische Arbeit braucht. Vor Besuch des Seminars habe ich mich schon einige Zeit als Autodidakt versucht – was auch gut funktioniert hat, aber nicht die gleiche intensive Wirkung auf mich hatte wie ein zweitägiges Seminar.

Auf einem Basis-Seminar ist ein Lehrer den man mit Fragen löchern kann, andere Teilnehmer die vielleicht ähnliche oder auch ganz andere Erlebnisse haben wie man selbst – man kann sich austauschen, es hat einfach eine ganz andere Wirkung wenn man zwei Tage mehrere Stunden reist und übt als wenn man das zu Haus, alle paar Tage mal, für ein zwei Stündchen probiert…. Für mich war damals die Intensität der Arbeit und des Erlebten ein ganz klarer Unterschied.

Die Kraft einer Gruppe und eines routinierten Lehrers kann, gerade am Anfang, sehr, sehr hilfreich sein.

Darum wäre mein Tipp immer sich zuerst ein schamanisches Basis-Seminar zu gönnen – ein gutes Basis-Seminar ermöglicht es mir das ich danach auch alleine weiterkomme, denn die eigentliche Unterweisung und Ausbildung erfolgt durch die Geister.

321449_4945939696567_1344387140_n Wer lieber alleine arbeitet dem seien einige Bücher empfohlen die ich persönlich sehr nützlich fand.

Ganz grundsätzlich gilt meiner Ansicht nach: Schamanisch Praktizieren kann jeder, der das möchte und den Wunsch danach verspürt. Krafttier, Lehrer und andere spirituelle Verbündete können das Leben sehr bereichern und uns mit ihrer Kraft und Unterstützung wunderbare Freunde und Partner sein. Aber natürlich wird man nicht an einem Wochenende zum Schamanen…. und das ist doch auch gar nicht notwendig…

Genau so wie eigentlich jeder singen oder tanzen kann, so haben wir auch alle die grundlegenden Fähigkeiten uns spirituell zu entfalten und mit Spirits und geistigen Verbündeten zu kommunizieren. Aber genau wie nicht aus jedem ein Berufs-Sänger oder Profi-Tänzer wird, so muss auch nicht jeder der schamanisch praktiziert unbedingt ein Schamane werden, mit Verantwortung für Andere.

Letztlich ist es aber egal für welchen Weg Du Dich entscheidest oder welcher Weg der Deine ist…. Schamanismus … Schamanentum …. das ist etwas sehr Praktisches und Pragmatisches… das heißt konkret: PRAKTIZEREN – Praktizieren – Praktizieren …Trommel-neu_HDR

Links zu möglichen Basis-Kursen und Basis-Kurs Anbietern die ich empfehlen würde, es gibt natürlich noch viel mehr – falls nichts passendes dabei ist, einfach mal googlen :

http://www.tunritha.de/seminare.html
https://schamanismus.org/
http://www.shamanicstudies.net/
http://www.heilpraxis-riemerschmid.de/schamanismus.html
http://www.seidh.net/


Anette Tunritha


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