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Grundsatzgedanken zur Polarität   Teil 1
Vor einigen Jahren hat mir ein Berg in Neuseeland eine visionäre Botschaft übermittelt. Es kam recht beiläufig beim Vorbeifahren und ich war auch in keiner Weise auf diese Botschaft eingestellt. Somit kam es nicht nur überraschend, sondern ich konnte mich einstweilen mit dieser neuen Sichtweise gar nicht recht anfreunden.
Thanks to: © Gretchen Sveda

Was sagte mir der Berg?
Eine ganz kurze Botschaft: Materie und Spirit sind gleichwertig, sie ergänzen sich, sind das Gegenteil und gehören zusammen. Ja, das war´s.

Ich hab ein ganzes Jahr gar nicht weiter über diese neue Denkweise nachgedacht. Ich hab’s zwar meiner Frau gesagt und wir haben sogar ein wenig gelacht über diese eigenartige Sichtweise und ich kann mich noch erinnern, dass wir sagten: Dann wäre Gott gar nicht MEHR als die Erde! Wir fanden das eher lustig als es ernst zu nehmen. Erst allmählich tauchte der Gedanke wieder auf und plötzlich kam mir die Erkenntnis, was dies zu bedeuten hat und welche Konsequenzen dies für mich und eventuell auch für andere Menschen haben könnte.
Vielleicht werden Viele von euch jetzt, genauso wie ich damals, die Tragweite dieses neuen Gedankens ebenfalls nicht erkennen. Vielleicht denken auch viele, dass diese Denkweise gar nicht neu ist. Das kann natürlich auch sein. Es ist möglich, dass andere Menschen auch so denken wie ich anfangs, nämlich das ganze als belanglos betrachten. Aber es ist immerhin total neu in Bezug auf unsere, vom christlichen Denken geprägte dualistische Weltanschauung.
Und hier, mit dem Dualismus, haben wir schon das Hauptproblem, das viel Missverständnis und Verwirrung anstiftet: Dualismus und Polarität scheinen so ähnlich zu sein, dass man sie gar nicht als zwei total verschiedene Denkweisen betrachtet.

Der Hauptunterschied besteht darin, dass Dualismus die Lehre von Gut und Böse ist, zwei Gegensätze, die sich ständig bekämpfen.
Bei der Polarität handelt es sich zwar auch um Gegensätze, jedoch bekämpfen sie sich nicht, sondern sie bedingen sich. Sie gehören zusammen und formen zusammen ein Ganzes. Dualismus ist ein Denkgebäude.
Polariät kann zwar auch als ein Denkgebäude betrachtet werden, jedoch ist sie auch in der Natur begründet. Ob ich es als Naturgesetz bezeichnen soll, weiß ich noch nicht recht, denn hier müßte man erstmal anfangen zu definieren, was ein Naturgesetz überhaupt ist. Lassen wir´s also mal dabei: Es ist in der Natur begründet.
Nur ein paar Beispiele: Jedes Atom besteht aus Neutron und Elektron. Das ist eindeutig Polarität. Nachdem jedoch die gesamte Materie aus Atomen besteht, ist somit die gesamte Materie aus dieser Polarität entstanden oder beinhaltet sie. Auch alles Leben auf unserer Erde ist aus der Polarität entstanden, auch wir Menschen natürlich. Wir sehen das in der geschlechtlichen Vermehrung als deutliches Beispiel. Aber Leben generell kann und konnte nur entstehen, weil die Sonne (ich sehe sie als männliche Energie) Licht und Wärme aussendet. Diese Energie wäre aber vergebens, wenn nicht die Erde (ich sehe sie als die weibliche Energie) sie aufnehmen würde. Beide zusammen schaffen das Leben. Das Wasser ist dabei ebenfalls notwendig und die Luft. Sie sind „Geburtshelfer“, nicht die ursprünglichen Schöpferkräfte. Das keltische Kreuz ist das Ursymbol für dieses Geschehen. Der senkrechte Balken ist die männliche Energie, der horizontale die weibliche (beide gleich lang!!!). Beide zusammen bilden vier Felder, die vier Elemente Erde, Wasser, Luft, Licht. Der Kreis herum ist die ewige Wiederkehr dieses Prinzips. Das keltische Kreuz bezeichnet also die Welt, im Mittelpunkt und als Hauptbestandteil die Polarität.

Polarität ist also nach dieser Definition nicht das Männliche und Weibliche in der Ursache, sondern zwei gegenteilige Kräfte, die wir benennen können wie wir wollen, meinetwegen A und B. Aber warum nicht auch männlich und weiblich?
Man kann also daraus schließen, dass nicht das Männliche und Weibliche die Polarität schlechthin ist, sondern eher ein Ausdruck von der Urenergie des Seins.
Für heute ist das vorerst mal genug. Ich werde über meine Definition der Polarität demnächst weiter schreiben.


Werner


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