Aus der Erde lesen

Vorab, besucht bitte keinen Radiästhesie Kurs oder noch schlimmer, eine Ausbildung. Dies sollte man nur dann tun, wenn ihr beabsichtigt Radiästhesie als Gewerbe auszuüben. Warum?

Bei einer Ausbildung werdet ihr auf bestimmte Wahrnehmungen konditioniert (z. B. Wasser) und die übrigen „Phänomene“ werden dabei außer acht gelassen.
Wirklich empfehlenswertes Buch dazu: Jörg Purner „Radiästhesie, ein Weg zum Licht?“ Jörg Purner


Das Werkzeug Wünschelrute oder Pendel


Grundsätzlich ist es egal aus welchem Material das „Werkzeug“ besteht. Es ist wie im „normalen“ Leben, es gibt gutes Werkzeug und es gibt „Black & Decker“. Ausprobieren ist auch hier angesagt. Früher wurden z.B. zum Wasser suchen Weide oder Hasel genommen, die gerne in der Nähe des Wassers leben. Also sozusagen in Korrespondenz zu einander stehen. Bleiben wir noch beim Beispiel Wasser.
Wir Menschen bestehen zu 78% aus Wasser, wir wissen wie Wasser schmeckt, aussieht, sich anhört usw. Also wir haben eine sehr enge Beziehung zu Wasser. Darum lässt sich Wasser auch relativ leicht finden.
Diese deutet auch schon auf den Wirkmechanismus hin. Eine Information wird durch das vegetative usw. usw. aber das hatten wir ja schon! Außerdem besagt dies auch, dass alles gefunden werden kann, wenn ich mich darauf konditionieren kann. Auch Fernmutungen sind, für „Spezialisten“ kein Problem, da wir ja wissen, dass es keine Zeit und keinen Raum gibt.
Auch ich habe mit Pendel und Wünschelrute begonnen. Als Rute verwendete ich bald einen Drahtkleiderbügel, der leicht zu beschaffen war. Später legte ich mir auch einen sogenannten Bio-Tensor zu.
Dieser wurde von Erich Körbler entwickelt und ist für „Systemiker“ recht brauchbar.

Im Internet sind auch seine Symbole zu finden. Als Erich Körbler 1994 verstarb, übernahm ich seine Seminare im Medizinmeteoroligischem Museum in Zwettl. Dabei erlangte ich die Erkenntnis, dass sein System eben ein System ist, in sich schlüssig, für mich aber 1. zu kompliziert und 2. zu einengend, bez. eher eine „Symptombehandlung“ als ein Zugang zu anderen Welten.

Der nächste Schritt für mich, und so hoffe ich auch für euch, war die Entwicklung eines offenen Systems (geschlossene gibt es nämlich in der Natur nicht, nur im Labor). Aktualisiert am 23.04.2017, wie man heute weiß, nicht einmal da, man denke an die "Verschränkung" der Quantenphysik! ;-)
Diese Entwicklung brachte mich auch von den „Energien“ ab, die oft so eindrucksvoll von Radiästheten dargestellt werden. Wie, Ley Lines, Curry – Netz, Hartmann – Netz, Aquastat Linien, Ein- und Ausstrahlungspunkte von kosmischer und terrestrischer Energie usw. So ca. alle 5 Jahre werden neue „Strahlen“ festgestellt, in Seminaren erlernt und schon haben wir einen neuen „Krankheitserreger“.

Zur Geschichte der Radiästhesie gehört nämlich auch, dass britische Radiästheten nur ihre Ley Lines fanden und deutsche, nur ihr Curry und Hartmannnetz (übrigens benannt nach den gleichnamigen Herren). Wo sich für mich die Frage aufwarf, was war zuerst da, Henne oder Ei.
In diesem Fall ist stark anzunehmen, das Radiästhesiehuhn. Die Bestätigung fand ich in meinem Weltbild des Schöpfers der Realität, Bewusstsein – Bewusstlichkeit – ICH.
Auch die sogenannte BOVIS – Skala ist eine Schöpfung des Herrn Bovis. Die Skala auf folgender Internetseite spricht für sich ...
Wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen ca. 30 cm langen Papierstreifen, mit intuitiven Erfahrungen des Herrn Bovis handelt, erschreckt es mich immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit Radiästheten Bovis als spirituelle Energieeinheit bezeichnen und als allgemein gültig propagieren.

Aber zurück zur Entwicklung eines eigenen Systems. Den Göttern (oder der Bewusstlichkeit) sei Dank, ist jeder Mensch verschieden. Wir funktionieren nur sehr ähnlich ;-)
Jeder Mensch hat zu bestimmten „Dingen“ einen emotionalen Bezug. Das können von Briefmarken über Märchen bis hin zu Göttern, alles mögliche sein. Finde heraus, wozu du die stärkste Affinität hast und assoziiere frei die dazugehörigen Qualitäten. Z.B. eignet sich recht gut auch die Signaturenlehre dazu.

Wir, Morgane und ich haben unser System mit den 7 Planeten, den vier Elementen und mit der Polarität, weiblich – männlich oder Yin Yang entwickelt. Dazu gehörig haben wir uns eine Pendelscheibe angefertigt. Ich selbst habe anfangs noch mit diversen Wünschelruten gearbeitet, um z.B. Richtungen besser definieren zu können. Also von wo – wohin.
Auf der einen Seite der Scheibe haben wir das Yin – Yang Zeichen und die vier Elemente gemalt. Auf der anderen Seite am Außen Rand eine fiktive Skala von physisch bis spirituell und die Planeten Zeichen.
Grundvoraussetzung ist die genaue Fragestellung, da ja Wünschelrute und Pendel nur mit ja oder nein antworten können. Also zum Start mal einüben und entscheiden, welche Richtung als ja definiert ist. Bei einer Scheibe kommt noch die Schwierigkeit dazu, dass ja in beiden Richtungen, also gegenüberliegend, Ergebnisse erzielt werden.

Hier ist ein Grundvertrauen auf das eigene Gefühl Voraussetzung. Wenn man sich mal „eingespielt“ oder „geeicht“ hat, dann wird durch Übung eine feine Konditionierung daraus und das Vertrauen in die erzielten Ergebnisse steigt.
Fortgeschrittene oder Sensitive brauchen diese „Gehhilfen“ nicht, sie können sich auf ihr Wahrnehmungen verlassen.
Es ist nämlich manchmal sinnvoll keine Rute oder Pendel zu verwenden um nicht „aufzufallen“. Man kann, mit einiger Übung, so manche Qualität über sein inneres Sensorium wahrnehmen. Ich verwende dazu auch manchmal nur die Finger, so als würde ich damit schnippen wollen, um sie in der Spannung aufrecht zu halten. Wenn ich nun auf meine zu suchende Qualität stoße, so schnippen die Finger ganz von alleine.
Um die Sache noch zu erleichtern kann man zu Beginn, als Training, Dinge von einem Partner verstecken lassen, um sie zu suchen. Am Besten sollten es emotional besetzte Sachen sein. Wie z.b. ein Ring oder ein Foto.

Ich verwende heute diese „Hilfsmittel“ nur mehr bei „Gutachten“, da Mensch anscheinend gerne die Bestätigung über „Daten“ wünscht, auch wenn sie noch so subjektiv sind.


Wichtig!

Die Beschäftigung mit der Radiästhesie verleitet gerne sich mit „negativen“ Qualitäten auseinander zu setzen, wie z.B. „schlechte Plätze“, Krankheiten, oder die Fragestellung „ist das ….. gut für mich“. Besonders das Letztere lasst mal weg, da würde ich mich auf mein „Bauchgefühl“ verlassen. Es soll doch tatsächlich Menschen geben die jede Mahlzeit auspendeln, ob sie gut für sie ist.
Die Auseinandersetzung mit „negativen“ Qualitäten führt zu einer „negativen“ Information und unsere Zellen haben das nicht so gerne. Die Natur ist grundsätzlich wertfrei und kennt kein Gut oder Böse. Wir Menschen reagieren nur, aus den verschiedensten Gründen, positiv oder negativ auf die verschiedensten Naturphänomene. Eine Höhle im Berg ist neutral, aber wenn ich an Klaustrophobie leide, beängstigend. Für jemanden anderen ist sie vielleicht ein Ort des Schutzes.


Merlin


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