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Bastelanleitung: Wir bauen uns einen Kraftort   Teil I

Ein Flug nach Newgrange, ein Besuch in Stonehenge, ein Abstecher zur Cheopspyramide oder bloss ein Kurzbesuch am Skorpionstein. In unserer Zeit der Mobilität sind Kraftorte, über den ganzen Globus verteilt, für viele der Interessierten mehr oder minder einfach zu erreichen. Aber muss das wirklich so sein? Ist das Gras woanders immer grüner??

Natürlich ist es verlockend zu denjenigen Orte zu pilgern, an denen (mehr oder minder vermutlich) viele Generationen an Heiden vor uns schon ihre Rituale gefeiert und ihre Götter kontaktiert haben. Es ist ein wunderschönes Gefühl im Kreis der Steine von Stonehenge zu stehen, zu versuchen sich im Hügelgrab von Knowth in die Weltsicht der Ahnen einzufühlen oder im heimischen Waldviertel den hiesigen Ahnen auf der Spur zu sein. Quasi der Hüter eines solchen Platzes zu sein (sich um ihn zu kümmern, sauber zu halten und zu pflegen) ist manchmal nötig, manchmal aber auch nur persönlich lohnend…  Nur wenige von uns haben aber tatsächlich die Gelegenheit dazu und wo feiern, meditieren die anderen?

NaturAltar
Wie das funzt

Ein Kraftort entsteht, indem sich jemand oder etwas an einen Platz bleibend/intensiv bindet und damit seine Energie mit diesem Platz verbindet. Ob es sich dabei um Naturwesen handelt, der Organismus Erde als solcher dort einen Energiepunkt hat oder Menschen Bauwerke errichten oder Plätze in ihrem Sinne verändern, färbt das Prinzip nur ein. Prinzipiell sehe ich „in der Etablierung und Handhabung“ keinen Unterschied zwischen einem Tempel und einem Kraftplatz. Beides ist rituell genutzter Raum und lebt von dort investierter und manifestierter Energie. Damit ergibt sich eine, vielleicht für manch einen, spannende Perspektive: Kraftplätze, egal in  welcher Form, sind keine Selbstbedienungsläden, sondern müssen/sollen gefüttert werden! Damit erklärt sich auch, dass Kraftorte ihre Energie verlieren, schwächer werden  oder sogar ihr Wesen verändern können.

 

Nahrung für einen Kraftort ist „geschenkte“/investierte Energie. Wenn wir also einen Platz pflegen, dann investieren wir Energie. Wenn wir an einem Platz meditieren, mit den Wesenheiten Kontakt aufnehmen, Rituale dort feiern, dann investieren wir Energie. Wenn wir ein Bauwerk errichten, dann investieren wir ebenfalls Energie, genauso wie wir das tun, wenn wir im heidnischen Kontext Naturwesen Opfer bringen.

Diesem Gedankengang folgend ist es somit auch möglich sich den eigenen Kraftplatz zu gestalten.


Daheim oder anderswo

Die Pflege eines „natürlichen“ Kraftplatzes beginnt damit, ihn erst einmal zu finden, so platt das klingen mag. Vielfach springen uns solche Plätze regelrecht an, manchmal allerdings anders, als wir uns das gedacht hätten. Es sind nicht immer angenehme Empfindungen, die wir an einem solchen Platz erfahren. Die Möglichkeit besteht, dass wir auf einmal in einen bestimmten Abschnitt des Waldes kommen, an dem es uns regelrecht „beutelt“. Das kann bedeuten, dass wir dort absolut nicht willkommen sind, aber es kann auch heißen, dass wir auf einen vernachlässigten, verhungernden oder verletzten Platz gestoßen sind. Damit haben wir zwei Optionen: erstens und schnellstens von hinnen nach dannen zu machen und zweitens, uns dieses Platzes anzunehmen.
Sind wir bereit die Arbeit, die ansteht in Angriff zu nehmen, dann sollte zuerst einmal herausgefunden werden, wo genau das Problem liegt. Das kann durch Divinationsmethoden, Kontaktaufnahme mittels Channeling, Befragung von persönlichen Kontakten (Krafttieren, Wesenheiten, Götter, etc.) oder anfänglich, durch einfachen Gebrauch des Hausverstandes erfolgen. Sollte der Platz z. b. durch Schlägerungsarbeiten beeinträchtigt sein, dann werden wir kaum die Möglichkeit haben, das wieder in Ordnung zu bringen, da der Wald rein rechtlich sichtlich jemand gehört, der darin und daran arbeitet. Ist es allerdings ein Ort, der schlichtweg nur durch Müll verunreinigt ist, dann können wir ihn durchaus säubern und abwarten, was dann passiert. Ändert sich die Atmosphäre oder bleibt sie gleich? Bleibt sie auch noch einer Säuberung gleich unfreundlich, dann bleibt noch die Möglichkeit mittels einfacher Räucherungen menschlichen Energiemüll zu entfernen und zu sehen, wie das wirkt. Tut sich dann immer noch nichts, dann empfehle ich, einen möglichst großen Energiepool aufzubauen und den Wesenheiten an diesem Platz zur Verfügung zu stellen.

AnuAmFeldNoch ein Wort zur Energie: für mich ist es sehr wichtig, mir bewusst zu sein, was ich da zur Verfügung stelle. Wenn ich „schlecht drauf“ bin, dann ist das was ich spende auch dementsprechend gefärbt. Wenn ich unter der Prämisse „ich will hier einen Kraftplatz haben“ arbeite, dann wird das die Farbe sein und wenn ich mich für das was an dem Ort passiert sein mag entschuldige und aus freien Stücken ohne Ansprüche zu stellen, Energie bereitstelle, dann wird das mein „Geschenk“ prägen. Vergessen wir nicht, dass es hier nicht um ein Geschäft geht sondern wir heilsamen Einfluss auf uns und unsere Umwelt nehmen wollen – das setze ich jetzt einmal voraus!

 

Ende Teil I


Anufa


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