Geomantie   Teil III
Ich möchte euch hier einen ganzheitlichen Ansatz zu einem besseren Verständnis der formgebenden Wirkkräfte auf unserer Erde näher bringen.

Praktische Wahrnehmungsübungen
Diese Übungen sollen helfen, dass wir uns wieder mehr auf die Sinne besinnen und wieder bewusst wahrnehmen.

Schauen - Hören - Riechen - Schmecken - Empfinden - Assoziieren - Auswerten

1. Suchen Sie sich einen Platz in der Natur an den Sie sich hingezogen fühlen (es kann natürlich auch der neu zu beziehende Bauplatz oder die Wohnung sein). Nehmen Sie eine entspannte Erwartungshaltung ein. So wie ein Kind, das diesen Ort das erste Mal sieht. Richten Sie zuerst Ihre Aufmerksamkeit auf das was Sie sehen können. Suchen Sie vorerst hervorstechende Merkmale. Lassen Sie sich Zeit dazu. Vielleicht erinnert Sie etwas in der Landschaft auf eine zurückliegende Erfahrung. Merken Sie sich dieses Gefühl. Versuchen Sie, die einzelnen Merkmale im Ganzen zu sehen. z.B.: Wie wirkt der Lagerhaussilo in der Landschaft, was verbinden Sie damit. Ist er schön oder wichtig? Was sagt das Gefühl, was der Verstand?

2. Was hören Sie an diesem Ort? Richten Sie Ihre Wahrnehmung auf einzelne Geräusche. Wie oft kommen sie vor? Sind sie störend oder gehen sie im Gesamten unter. Möchten Sie diese Geräusche immer hören? Was verbinden Sie mit diesen Geräuschen?

3. Riechen Sie etwas? Schmecken Sie etwas? Was empfinden Sie körperlich an diesem Ort? Lassen Sie sich Zeit und führen diese Übungen ernsthaft und doch gelöst durch. Schreiben Sie die Ergebnisse nieder.

4. Assoziieren Sie. An was, an welche Begebenheit erinnert Sie diese Landschaft? Wie haben Sie sich damals gefühlt? Welche Erinnerungen tauchen dabei auf? Lassen Sie auch andere Menschen an diesen Übungen teilhaben. z.B.: die Familienmitglieder. Sind ihre Erfahrungen ähnlich? Ergibt sich aus den Erfahrungen ein "roter" Faden, der sich durchzieht? Benennen Sie die augenblickliche Qualität des Ortes, und vergleichen Sie zu einem späteren Zeitpunkt die Ergebnisse. Welche Unterschiede gibt es und können Sie damit leben?

5. Auswerten: Hier gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Sie können mit den beiliegenden Tabellen eine Statistik erstellen oder auch eine kreative Auswertung vornehmen. Eine beliebte Form ist das Zeichnen, wobei es nicht auf die Form (schön oder nicht schön) ankommt, sondern auf den Ausdruck. Zeichnen Sie auf ein Blatt Papier die Umrisse der Landschaft, die Sie bewerten wollen. Drücken Sie Ihre Gefühle in Farben aus. Welcher Platz an diesem Ort hat eine helle freundliche Farbe, welcher ist eher dunkel, oder "farblos". Vergleichen Sie wieder mit anderen. Malen Sie oder zeichnen Sie, wenn möglich beidhändig. Dies regt beide Gehirnhälften an. (die linke Gehirnhälfte ist für das Analytische, Rationale, die rechte Gehirnhälfte für das Intuitive, Kreative zuständig).

Wozu das Ganze?
Mit der Besinnung auf die Sinne lernen sie wieder Ihren Gefühlen zu vertrauen und in Verbindung mit dem Verstand wissen sie, wann, wo und wie sie bauen, anbauen und sich im Einklang mit der Natur verhalten. Dies führt zu einer Verbesserung der eigenen Lebensqualität und zum Wohle unserer Mutter Erde.

Ich bin ein Stein,
Du nennst mich unbelebt.
Und doch entsprang mein Sein
dem Geist, der Welten webt.

Jetzt und vor Ewigkeiten,
aus unserem Heimatland,
träumt ich mich in die Zeiten,
bin Gott im Steingewand.

Ich fühle Deine weiche
auf meiner rauhen Haut.
Unser Ursprung ist der gleiche
und Du, bist mir lang vertraut.

Im Zuge der gemeinsamen evolutionären Reise des Menschen mit dem Körper, der Seele und dem Geist der Erde sowie der sinnlichen, emotionalen und intuitiven Begegnung mit den Naturelementen spiegeln sich die Phänomene von Feuer, Erde, Luft und Wasser im Menschen wider. C.G. Jung spricht 1927 in diesem Zusammenhang von archetypischen Erscheinungsformen, die Urbilder einer seelischen Kraft in Erde und Mensch darstellen. Im Laufe der menschlichen Entwicklung entstand eine Symbolsprache, mit deren Hilfe psychische Phänömene im Zusammenhang mit den vier Elementen beschreiben werden. Das FEUER (Licht) berührt unser Gemüt; die ERDE (Formen und Masse) gibt uns Halt und Stabilität und verbindet uns mit der Tradition; die LUFT (Bewegung) berührt unser Denken und das WASSER (Klang) unser Emotionalfeld.


Projekte als Beispiele
1993 wurde der Verein zur Förderung der NÖ. Landesgärten gegründet. (Leitung Univ. Prof. Wolfgang Holzner BOKU-Wien) Dieser Verein hat sich zur Aufgabe gemacht ökologisch wertvolle Gebiete in Niederösterreich zu erhalten und auch einem breiten Publikum zugängig zu machen. Die NÖ - Landesgärten sind eine Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen, junge und alte, zur Beschäftigung in und mit der Natur anzuregen. Natur ist dabei in der umfassendsten Bedeutung des Wortes gemeint Die Landesgartenbesucher lernen, die in einer Landschaft vorhandenen Kräfte zu (er)kennen und das sie selbst untrennbar "mitten drinnen" sind.

Landschaft als Garten
Unsere Landschaft ist in mehrfacher Weise unsere Lebensgrundlage - von ihrem Zustand hängt unsere Gesundheit ab und umgekehrt. So wie ein Garten die Einstellung seines Besitzers widerspiegelt, so ist unsere Landschaft ein Abbild unserer Einstellung zur Natur. Mit der Landschaft sollte so überlegt und sorgsam umgegangen werden wie mit einem kostbaren Garten.
Die Landesgärten wollen zum bewussten und sorgsamen Umgang mit der vielfältigen Kulturlandschaft des Landes Niederösterreich anleiten, Verstehen für die Dynamik und die Zusammenhänge mit der Natur vermitteln.

Wichtig erscheint bei diesen Projekten, dass sowohl die Landwirtschaft, die Wissenschaft (Botanik, Ökologie) und auch der geomantische Aspekt, in seiner künstlerischen Form, mit eingebunden sind. So hat der Landschaftsheiler und Künstler Marko Pogacnik im Landesgarten Dürnhof-Zwettl eine Steinspirale und mehrere Steinsetzungen angelegt, die die Wirkungen der Energien an diesem Ort symbolisieren.
Auch der Autor dieses Artikel hat massgeblich an diesem, sowie an den beiden derzeit bestehenden Landesgärten, Asperhofen und Perchtoldsdorfer-Heide mitgewirkt. (Betreung und Mitplanung und geomantisches Gutachten)

Ein weiters Projekt ist der Geologie - Lehrpfad von Kottes, der 1995 eröffnet wurde und nicht nur die geologische Geschichte des südlichen Waldviertels nahebringt, sondern auch im Rahmen von Führungen und Exkursionen ebenfalls die Wirkkräfte der Natur nahebringt.
Anfragen für Führungen im Landesgarten Dürnhof-Zwettl und dem Geologie-Lehrpfad richten Sie bitte an den Autor.


Literaturhinweise:
Ökopädagogik
Cornell J. Mit Freude die Natur erleben - Müllheim a.d. Ruhr 1990
-"- Mit Kindern die Natur erleben - Pittenhart - Oberbrunn 1979
-"- Auf die Natur hören - Müllheim a.d. Ruhr 1990
Hofer G. Erlebnis Mitwelt Wien 1990
Kalffs M./Albert G. Handbuch zur Natur- und Umweltpädagogik Ulmer Verlag Tuningen
Kükelhaus H. Fühlen, Fassen, Bilden - Köln 1978
-"- Entfaltung der Sinne - Frankfurt 1982
Recheis/Bidlinsky Weisst Du, dass die Bäume reden? Freiburg, Wien 1983 - 85
Alle Bücher der Umweltspürnasen.
Geomantie und Umwelt
Brönnle S. Landschaften der Seele München 1984
Fischer S. Medizin der Erde München 1987
Kerner Der Ruf der Rose - was Pflanzen fühlen und wie sie mit uns kommunizieren. Köln 1992
La Chapelle D. Weisheit der Erde. Saarbrücken 1990
Lassi G. Geomantie - aus der Erde lesen Manuskript
-"- Die Geomantie des Dürnhofs Manuskript.
Lovelock J. Das Gaia Prinzip München und Zürich 1990
Merz B. Die Seele des Ortes
Pennick N. Einst war uns die Erde heilig München 1990
-"- Handbuch der angewandten Geomantie Saarbrücken 1985
Pogacnik M. Die Schule der Geomantie München 1996
Purner J. Radiästhesie - ein Weg zum Licht? Zürich 1988
Seed/Marcy Denken wie ein Berg Freiburg 1989


Merlin


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