Geomantie   Teil II
Ich möchte euch hier einen ganzheitlichen Ansatz zu einem besseren Verständnis der formgebenden Wirkkräfte auf unserer Erde näher bringen.

Radiästheten und Sensitive haben wiederholt auf Lichterscheinungen und Klänge um Steinkreise hingewiesen, die erstmals 1984 auch fotografiert werden konnten. Ein paar Sekunden nach Mitternacht wurde eine flammenähnliche Entladung sichtbar, die auch auf dem Foto gut zu erkennen ist. Dr. Robins, ein englischer Geologe, äußerte sich zu den physikalischen Besonderheiten der Steine, insbesondere der Quarz, aus dem viele megalithische Heiligtümer bestehen, dahingehend, daß ihre Silikat Gitterstruktur unvollständig sei. Durch kosmische ionisierende Strahlung werden Elektronen abgespalten, die nun ein schwaches, wanderndes Potential darstellen. Sie sind sozusagen potentielle Ladungsträger, deren Kapazität durch Absorption geeigneter elektromagnetischer Energie erhöht werden kann und die daher so etwas wie einen Halbleiter darstellen. Quarzuhren, Computertechnik usw. ich möchte gar nicht daran denken, daß bis vor Kurzem jedes Jahr tausende Tonnen von Bergkristallen für Computertechnik zertrümmert wurden!

Schamanen, Druiden und Heilige, wie Hildegard von Bingen wußten um die "magischen" Eigenschaften der Kristalle, die sie nicht selten für Heilzwecke verwendeteten. Durch Experimente konnte bewiesen werden, daß Kristalle mit der Änderung ihres Widerstandes reagieren, wenn beispielsweise eine starke willentliche Energie auf sie gerichtet wird oder auf ihn ein holographische Abbild des Sonnenlichtes fällt. Die Aufladung der Steine kann nur durch die Mikrowellenstrahlung erfolgen, die von der Sonne her auf die Erde einfällt. Die Atmosphäre bildet eine Art Fenster, so daß nicht alle kosmische Strahlung die Erde auch ungehindert trifft.
Mikrowellen aber können gerade noch passieren. Denken Sie dabei an das Ozonloch, welches bisher noch unbekannte Auswirkungen auf die Gitterstruktur der Kristalle und damit auch auf die damit verbundenen anderen Strukturen hat.
Die Steine, oder besser die Gitterstruktur des Silikats in den Steinen, kann diese Mikrowellen umwandeln (piezoelektrischer Effekt) und in Form von Ultraschall aussenden. Damit ist auch das seltsame Verhalten der Fledermäuse erklärt. Dr. Robins geht in seinen Mutmaßungen noch einen Schritt weiter. Er will untersuchen, ob Steine sogar Klänge und Bilder in Energie umwandeln können, die bei entsprechender Beeinflußung wieder hörbar bzw. sichtbar werden.

Steine wurden in alten Zeiten als Akkupunkturpunkte der Erde begriffen, die den Strom der kosmischen Energie auf die Erde lenkten und die Fruchtbarkeit der Felder und Menschen sicherte. In der Bretagne war es Brauch, an Ostern zu den Steinen zu gehen und dort um Kinder zu bitten und um Nachwuchs beim Vieh. Auch bei uns im Waldviertel gibt es Rutschsteine wo Frauen und Mädchen diesem Brauch huldigten. Das Fasslrutschen in Klosterneuburg ist nicht nur ein Fruchtbarkeitsbrauch, sondern symbolisiert auch das Auf und Ab im Leben und den Sonnenlauf, bezw. den Rhythmus der Jahreszeiten. Die besonders geformten Steine waren ferner Wegweiser, Hinweisschilder für Erdenergien, astronomische Beobachtung- und Kalenderplätze und Einweihungsstätten.
Sie dienten als Orakel- und Schiedssteine. So wird von Schlangen- und Sternensteinen erzählt, die eine Seele hatten und, zum Zweck des Orakels befragt, mit hoher Stimme antworteten. Waag- oder Schauckelsteine übten durch leichte Wippbewegungen eine bejahende oder verneinende Funktion bei der Rechtssprechung aus. Der berühmte Omphalos, Mittelpunkt der Welt oder Gemeinschaft, wurde als herausragender Ort geehrt und existiert teilweise noch heute in manchen Städten. Ebenso berühmt sind die Königssteine, von denen der bekannteste der "liafail" in Westminster ist, der seine Stimme erhob, um den rechtmäßigen König zu benennen. In Österreich kennen wir den Herzogstuhl in Kärnten, der diese Aufgabe erfüllte.

Es ist für uns Menschen nicht leicht mit Steinen zu kommunizieren. Steine haben Millionen von Jahren hinter sich. Die Metamorphose des Gesteins ist ein langwieriger Prozeß, doch auch sie sind einem steten Wandel unterzogen, der sich aber durch seine Langsamkeit unserer Beobachtung entzieht. Nur durch die Forschungsarbeit der Geologen wissen wir etwas darüber. Alles in der Natur ist einem Wandel unterzogen, nichts bleibt so wie es ist. Aus den Kalkablagerungen der Meere kann irgendwann Marmor entstehen., Tone und Sande werden zu Glimmerschiefern und Paragneisen, Magma aus dem Erdinneren wurde zu Granit usw. Auch heute sind diese "Aktivitäten" unserer Mutter Erde noch nicht zum Stillstand gekommen. Doch dieses "lange" Leben eines Steines ist auch für uns erfahrbar. Es ist nur notwendig selbst langsam zu werden! Unzählige Märchen, Sagen und Legenden geben uns die Möglichkeiten über die Geschichte eines Steines etwas zu erfahren.


Lassen wir auch die kreative Phantasie wieder wirken
Dann ist es möglich das Wesen der Steine, den "Knochen" unserer Erde zu erleben.
Wie schon kurz in der Einführung erläutert, ist Geomantie die Kunst oder Wissenschaft, oder Beides?, aus der Erde lesen zu können. Was heisst das aber genau? Es ist die Synthese (gr. - synthesis, = die gedankliche Verknüpfung einzelner Teile zu einem Ganzen; Brockhaus) aus fachlichem und emotionalem Wissen. Zum fachlichen Wissen gehören in der Geomantie die Geologie, Botanik, das Wissen über die Raumqualitäten und Formen (Architektur), Volkskunde (Brauchtum an bestimmten Plätzen), Baubiologie, Ethymologie (Namensforschung von Orten), Radiästhesie (Erdstrahlen, Wasseradern), Psycholgie (z.B.: Wirkung von Farben und Formen auf den Menschen), usw. Da dies aber alles Fachrichtungen sind, die ein langes Studium voraussetzen, kann sich der Einzelne wohl nur am Rande damit auseinandersetzen.

Wir wollen uns in diesem Artikel mit dem emotionalem Wissen beschäftigen. Als Beispiel möchte ich hier anführen, dass Gerüche, Gesehenes und auch Gedanken körperliche Reaktionen herbeiführen. Der Geruch von Vanillekipferln weckt bei vielen Menschen die gleichen Emotionen, wie die Erinnerung an die Grossmutter, die zu Weihnachten leckere Bäckereien zubereitet, an die vorweihnachtliche Stimmung usw. Die gedanklichen Reaktionen nennt man Assoziationen, die körperlichen Reaktionen bestehen daraus, das uns z.B.: das Wasser im Munde zusammenläuft.


Eine kleine Übung
Setzen Sie sich bequem hin und atmen Sie ruhig aus und ein. Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge eine saftige Zitrone vor. Sie halten sie in der einen Hand, in der anderen halten Sie ein Messer, mit dem Sie die Zitrone in der Mitte teilen. Sie sehen die sternförmige Schnittfläche und drücken die Zitronenhälfte zusammen. Ein Tropfen bildet sich und läuft langsam herab. Mit Ihrer "geistigen" Zunge lecken Sie die Schnittfläche ab!!! Die meisten von uns werden schon beim Lesen eine körperliche Reaktion verspüren. Diese Übung soll aufzeigen, dass gedankliche "Einbildungen" - (Einbildung = ich mache mir ein Bild), eine vegetative (unbewusste) körperliche Reaktion hervorrufen. Genauso "passiert" dies uns Menschen z.B.: in der Landschaft. Eine finstere Höhle kann bei vielen Menschen Angst, Bedrägnis auslösen, während eine offen Wiesenfläche uns durchatmen lässt. Natürlich sind nicht alle Menschen gleich, darum wurde auch der Begriff intersubjektiv geprägt.
Das heisst, die Erfahrungen, die bei Wahrnehmungsübungen von mehreren Personen gemacht werden, werden sozusagen in einen Topf geworfen und ausgewertet. Der" Durchschnitt" ergibt die momentane, augenblickliche Qualität dieser Erfahrungen.
Warum nur momentan? Nichts in der Natur ist gleichbleibend (statisch). Alles ist einer Dynamik unterlegen. Denken wir nur an den Wechsel der Jahreszeiten, die sehr wohl unsere Stimmungen beeinflussen.

In der praktischen Arbeit mit der Geomantie sieht das so aus. Mit verschiedenen Wahrnehmungsübungen werden einzelne subjektive Erfahrungen gesammelt, die dann vom Einzelnen frei assoziiert werden. Die gesammelten Erfahrungen werden ausgewertet und eine momentane Qualität bestimmt. Diese Übungen sollten innerhalb eines längeren Zeitraumes (z.B.: ein Jahr) durchgeführt werden. Anschliessend wird der professionelle Geomant die Ergebnisse mit dem fachlichen Wissen verbinden. Aus meiner Erfahrung heraus ergeben sich sehr oft übereinstimmende Werte. Z. B.: das Brauchtum an diesem Ort entspricht dem Gefühl, das ich hier an diesem Ort hatte. Die Dorflinde oder die Kapelle stehen genau richtig. Sie sind stimmig in die Landschaft gestellt und dienen dem Wohle aller.


Ende Teil II


Merlin


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