Geomantie   Teil I
Ich möchte euch hier einen ganzheitlichen Ansatz zu einem besseren Verständnis der formgebenden Wirkkräfte auf unserer Erde näher bringen.

Was ist Geomantie?
Geomantie = Geo - Erde - Mantic - Wahrsagung - Wahr-sagen.
Mir persönlich gefällt besser: Aus der Erde lesen!!!
Die Geomantie wird bereits seit einigen Jahren am Institut für Freiraumgestaltung an der Universität für Bodenkultur gelehrt. Sie ist eine interdisziplinäre (fachübergreifende) Wissenschaft, die sich sowohl mit naturwissenschaftlichen, als auch mit geisteswissenschaftlichen Aspekten beschäftigt (siehe Habilitation: Erwin Frohmann - Gestaltqualitäten in Landschaft und Freiraum. Österr. Kunst- und Kulturverlag, Dipl. Arbeit Robert Paap - Geomantie).

Eigentlich ist es etwas verwunderlich, dass ein früher natürliches Verhalten des Menschen, wie das Beobachten der Natur und ihrer Zyklen, neu gelehrt wird. Dieses Verhalten, dass wir heute noch bei Kleinkindern erkennen können wurde uns Erwachsenen sozusagen analytisch "entlernt". Besinnen wir uns auf die uns angeborenen Fähigkeiten und werden wieder zu "Kindern", zum Wohle unserer Erde und uns selbst.

Seit es sesshafte Menschen gibt, die Boden bestellen, greifen sie aktiv in die Landschaft ein. "Natur" im Sinne von Unberührtheit gibt es heute kaum mehr. Der Mensch hat sich die Erde untertan gemacht. Sowohl im positiven, wie auch im negativen Sinne. Dabei hat er aber verlernt die Zusammenhänge zwischen Landschaft und Mensch, und umgekehrt zu beachten. Das es hier sehr wohl zu einer Wechselwirkung kommt, ist sogar in unseren, eher gemässigten, Breitengraden zu erkennen.
Ein, natürlich sehr vereinfachendes Beispiel: Der "verschlossene" Alpenbewohner, gegenüber dem "offenen" Flachlandbewohner. Oder als weiteren Vergleich, das Leben und Verhalten (Sitten und Gebräuche) des Beduinen gegenüber dem Eskimo. Wie so oft könnte man hier die Frage stellen, was war früher? Die Henne oder das Ei? Die Geomantie kann diese Frage nicht beantworten, sondern nur eine Hilfestellung sein zu dem Thema: Wie gehe ich mit der Landschaft richtig um, bezw. was sagt mir der Platz an dem ich lebe und wie verbessere oder erhalte ich die Lebensqualität auf unserer Erde.

Vor langer Zeit, als Bäume, Berge, Berge, Quellen und Steine noch eine Stimme hatten und zu den Menschen sprachen und die Menschen noch ein Gehör dafür hatten, diese Sprache auch zu verstehen, war unsere Erde ein heiliger Ort. Die Wälder waren unsere Tempel, die Quellen sprudelten Heilung und Weissagung, auf den Bergen war man den Göttern nahe, und Steine nahmen unsere Opfergaben auf. Feen waren unsere Patinnen, Elfen und Gnome lebten in den Wäldern, Nymphen bewachten die Seen und Teiche, und manchmal wurden auch Menschen von Zwergen reich beschenkt.
Diese verzauberte Welt scheint lange untergegangen, doch lebt sie noch in Sagen, Märchen und Bräuchen weiter. Auch in uns kann sie wieder lebendig werden, und ihr Zauber könnte unser Leben reicher und bunter machen und uns unsere tiefe kreatürliche und spirituelle Einbindung in die Schöpfung wieder empfinden lassen. Denn wie es scheint, sind wir bereit, in der großen, kosmischen Spirale eine Windung weiterzuwandern, scheinbar zurück zu den Wurzeln, jedoch auf einer höheren Oktave.


Beginnen wir diese Reise
Sie soll ein Aufbruch in innere und äußere Realitäten werden, ein sich Einlassen auf Gefühle, Intuitionen und innere Bilder. Dabei bleibt nichts, wie es einmal war. Denn jede innere Veränderung bewirkt auch eine äußere, da das Außen ein Spiegel des Inneren ist. So verändern wir die Welt, indem wir beginnen, sie mit anderen Augen zu sehen. Das ist jedem Menschen möglich.

Lassen wir zu, daß die Erde uns wieder lehrt, besinnen wir uns darauf, daß wir ihre Kinder sind, und sie wird uns in ihre mütterlichen Arme schließen.


Das Dragon Projekt

Bereits im Jahre 1977 begann in England das Forschungsvorhaben "Dragon Projekt", das Aufschlüsse über das Wesen heiliger Orte geben sollte. Schon lange berichteten Legenden, Mythen und Überlieferungen von besonderen Orten, an denen der Mensch mit "überirdischen" Erscheinungen in Kontakt treten kann. Feen, Gnome, Elfen und unerklärliche Lichterscheinungen werden mit ihnen verbunden und es heißt, daß dort früher Eingeweihte und Druiden ihre Rituale vollzogen hätten.

Die amerikanischen und englischen Forscher wollten dem Phänomen der Erdstrahlen ebenso auf die Schliche kommen wie auch den Geistern, Fabelwesen, Tönen und Bildern, die es dort nach dem Volksmund geben sollte. Injeder Kultur finden sich Hinweise auf heilige Berge, Bäume, Quellen und Felsen, die ganz unterschiedliche Auswirkungen auf das menschliche Gemüt haben. Es sind nicht nur die alten Megalithbauten, wie die Heiligtümer von Malta, in der Bretagne, in England und Irland, sondern auch berühmte Wallfahrtsorte wie Lourdes, Mont St. Michel oder Santiago de Compostella, bis hinunter zu den kleinen lokalen Orten, die die Phantasie anregen und unser Bewußtsein "nach oben" lenken. Zumeist stehen die Kathedralen, Kirchen und Kapellen auf alten Heiligtümern verflossener Kulturen und sind daher Zeugen für Wissen aus längst vergangenen Zeiten.
Das Dragon Projekt wollte einerseits mit wissenschaftlichen, andererseits mit bislang wissenschaftlich nicht anerkannten Methoden überprüfen, was es mit raunenden Steinen, Erdmännlein und Lichtern auf sich hat. Schon die Namensgebung einiger Kraftzentren läßt auf Phänomene dieser Art schließen. Stonehenge bedeutet: die hängenden Steine oder Steintanz, die Whispering Knights sind flüsternde Ritter. Die vielen Teufelskirchen in Österreich deuten auf alte Kultstätten hin. Die Kirche hat solche Plätze und die damit verbundenen Rituale "verteufelt", verdammt und unter Strafe gestellt. Tatsache ist aber, daß sie viele der altertümlichen Rituale übernommen hat, da scheinbar das Volk nicht darauf verzichten wollte (z.B.: der Vierbergelauf in Kärnten).

Das Dragon Projekt startete seine Untersuchungen an dem Steinkreis von Rollright in der Grafschaft Oxfordshire. Ein Hobbyornithologe hatte festgestellt, daß Fledermäuse diesen Ort in besonderer Weise wahrnahmen. Die Wissenschaftler stellten fest, daß die Steine ungewöhnlich starke Ultraschall Signale aussendeteten. Ein Stein - der Königsstein - fiel besonders durch seine regelmäßigen, schnellen Pulsationen, die kurz vor Sonnenaufgang einsetzten und kurze Zeit später genauso abrupt wieder aufhörten, auf. Während der ersten Messung war der Kreis selbst inaktiv, ein paar Monate später jedoch wurden auch im Kreis Ultraschall Signale festgestellt, und zwar in einem verblüffenden Muster. Die Intensität des Königsteines nahm in dem Verhältnis ab in dem der Kreis aktiv wurde. Bemerkenswert ferner der Beginn der Signale: entweder acht Minuten vor Sonnenaufgang oder 24 Minuten vor der Dämmerung. Hier wird ein Zusammenhang mit den Mondphasen vermutet.

Interessanterweise könnte auch eine Verbindung zu den Tattwazeiten (Elementewechsel aus der indischen Yogapraxis) bestehen. Neben Ultraschall wurden auch Radiowellen (Elektromagnetische Schwingungen) gemessen, die aus dem Boden kamen und sich in Bodenhöhe geraume Zeit fortpflanzten. Eine geringfügige Radioaktivität konnte ebenfalls festgestellt werden, was die Forscher schon vermutet hatten. Heilige Orte der Sioux, die zur Zeit gegen amerikanische Firmen kämpfen, die genau dort Uran abbauen wollen, sind die Orte der Kraft dieser Indianer. Nicht anders geht es den Aborigines in Australien, auch hier das selbe Bild. Bedeutende Uranvorkommen genau unter den heiligen Plätzen. Das Magnetfeld um Steinkreise und Menhire oder Dolmen ist höher als in der unmittelbaren Umgebung.

Mit einem Gaußmeter, einem Instrument zur Messung der Feldstärke statischer Magnetfelder, konnte nachgewiesen werden, daß nicht allein die Stärke höher war als erwartet, sondern inmitten des Kreises sich eine wohlbekannte "esoterische" Figur bildete. Eine Spirale, die zweidimensional das Bild eines Labyrinths ergibt. Die Spirale ist das Symbol für den aufwärtsstrebenden Geist des Menschen, seine Verbindung mit dem Göttlichen und gleichzeitig der Weg des Göttlichen zur Erde. Interessanterweise war die Stärke des Magnetfeldes im Inneren des Steinkreises niedriger als um den Kreis herum. Man hat den Eindruck, daß der Steinkreis in der Lage ist, unerwünschte Strahlung fernzuhalten und positive zu erhöhen. Noch etwas Erstaunliches wurde gemessen. Das Magnetfeld war nicht konstant, sondern plötzlichen, rapiden Schwankungen unterworfen, die weit unter das ortsübliche ortsübliche Niveau fielen.


Ende Teil I


Merlin


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