Die Heilige Geometrie der Orte der Kraft   Teil II

„Zahlen sind die Quellen von Form und Energie in der Welt“
(Theon v. Smyrna, Platoniker)

In Teil 1 dieser Serie beschäftigten wir uns mit den ersten drei Emanationen des Seins, der Monas, Dyas und der Trias.

Wir sahen, dass das Eine sich nicht fortpflanzt, es ist!
Daraus folgt, dass wir zur Fortpflanzung zumindest die Zwei, die erste multiplizierbare Zahl benötigen.
Multiplizieren wir die Zwei mit sich selbst, so erhalten wir ein Quadrat als Resultat einer Funktion der Fortpflanzung.

Wir erkennen somit, dass die Dreiheit das verbindende Prinzip und daraus folgend die Vierheit das materielle Produkt aus der Verbindung der Einheit mit der Zweiheit ist.


Tetraeder

Der Tetraeder ist der einfachste allseitig symmetrische Vielflächner. Er besteht aus vier Punkten und vier gleichseitigen Dreiecken. Er ist der einfachste der fünf Platonischen Körper. Seine Dreiecksflächen deuten auf die ihm vorausgehende Dreiheit hin.

So wissen wir nun um die Zahlen Eins, Zwei, Drei und mit ihnen die erste durch Fortpflanzung entstandene Zahl Vier (2 mal 2).

Diese Zahlen werden in Form eines Dreiecks - der Tetraktys - dargestellt.



Tetraktys

Die Tetraktys ist ein kosmologisches Modell das den universalen Entstehungsprozess mittels zehn Punkten in vier Ebenen beschreibt. Sie wurde von den pythagoreischen Schulen zum Studium der Philosophie und der Naturwissenschaft verwendet.

Alle Möglichkeiten des Universums sind in dem Dreieck, das die Tetraktys bildet, enthalten.
Daraus folgt, dass die vier Elemente aus denen alles besteht in der Dekade enthalten sind.

1
1 1
1 1 1
1 1 1 1
   =   Feuer
   =   Luft
   =   Wasser
   =   Erde


Feuer
Luft
Wasser
Erde


Um die Elemente erkennen und von einander unterscheiden zu können, ordnete man ihnen die Qualitäten heiss, kalt, trocken und feucht zu.

Daraus folgt, dass Feuer heiss und trocken, Wasser kalt und feucht, Luft heiss und feucht und Erde kalt und trocken genannt werden kann.

Die Alten wählten das Symbol des Dreiecks aus gutem Grunde; das Dreieck des Feuerelements dessen Spitze nach oben zeigt ist die Repräsentation der Ursache, während das Dreieck des Wasserelements dessen Spitze nach unten deutet, das inverse Feuer oder die Manifestation der absoluten Einheit darstellt.

Das Dreieck der Luft ist gleich dem des Feuers, nur hat es bereits die Feuchtigkeit des Wasserelements angenommen.
In der gleichen Weise ist das Dreieck der Erde gleich dem des Wassers, nur hat es anstelle der Feuchtigkeit die Trockenheit des Feuerelements angenommen.

Werden die Elemente ins Gleichgewicht gebracht, so erhalten wir ein Hexagramm, auch Magen David (Schild Davids) genannt.


Magen David

Im nächsten Teil werden wir uns mit den weiteren Emanationen des Seins beschäftigen.


Anna & Peter


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