Die Heilige Geometrie der Orte der Kraft   Teil I

„ Es ist die Einheit, die mich bezaubert.“
(Giordano Bruno, 1548-1600, Italienischer Philosoph)

Geometrie an sich beschäftigt sich mit Form alleine, währenddessen die heilige Geometrie die Entfaltung jedweder Form aus der ihr vorhergehenden vollzieht. Das Mysterium der Erschaffung wird so anschaulich gemacht.
Die heilige Geometrie zeigt uns den Weg von der Erschaffung (creation) bis hin zur Fortpflanzung (procraetion), von der unmanifesten Idee bis hin zur stofflichen Manifestation. Jedoch untrennbar verbunden mit diesem Prozess und somit mit der heiligen Geometrie an sich, ist das Konzept der Zahl. Wobei wir hier aber nicht von der Quantität der Zahlen sondern von deren Qualität sprechen wollen.

In diesem Sinne repräsentiert die Nummer Eins das Prinzip der Einheit, symbolisiert durch den Kreis. Definiert kann die Eins jedoch nur durch die Idee der Zwei werden. Nur die Vielheit kann uns die Einheit enthüllen.

Ouroboros

Unsere materielle Auffassung existiert nur durch den Vergleich der Teile, die durch die sogenannte. originale Aufspaltung entstanden. Dies ist nichts anderes als die Numerierung der Apekte der Ur-Einheit.
Diese Ur-Einheit beinhaltet alle Möglichkeiten – sowohl die des Seins als des Nicht-seins. Sie ist daher androgyn, während die Dualität die Spaltung oder Teilung beinhaltet und als weiblich angesehen werden kann. Die Zweiheit geht aus der Einheit hervor, erhält jedoch alle Möglichkeiten der Einheit in sich.

Vesica Piscis

Wir können also ersehen, dass die Dreiheit, die aus der Eins und der Zwei besteht ein Abbild der Ur-Einheit ist. Dies ist veranschaulicht durch Trinitäten wie Brahma, Shiva und Vishnu oder Osiris, Isis und Horus.
Schwaller de Lubicz drückt es in seinem Buch The Egyptian Miracle fogendermaßen aus:

“...die Trinität aus Eins und Zwei geformt wird zu einem Bild der absoluten Einheit; aber während sie eine neue kreative Einheit ist, verliert sie das Absolute, nimmt jedoch als Kreative Einheit am Absoluten Teil.“

Die Dreiheit entsinnt sich der Einheit

Plato beschäftigt sich in seinem Werk Timaeus eingehend mit dieser Thematik. Er beschreibt den Prozess der Entfaltung in das Sein durch die Polarität wie folgt:

„Alles was in Entstehung kommt, muss einen Körper besitzen und damit sichtbar und fühlbar sein; und nichts kann sichtbar sein ohne Feuer, oder greifbar ohne Festigkeit, und nichts ist fest ohne Erde. Aus diesem Grunde beschloss der Gott den Körper des Universums aus Feuer und Erde zu schaffen...“

Wie wir jedoch gesehen haben, kann die Polariät von Feuer und Erde „...nicht erfolgreich ohne ein Drittes vereinigt werden. Es muss ein Band existieren, das sie zusammenhält. [Aus welch anderem Grund würde Eros der Erste der griechischen Götter sein?]...“


Im nächsten Teil werden wir uns weiter mit den folgenden Emanationen des Seins und im speziellen mit der Tetraktys beschäftigen.


Anna & Peter


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