Die Göttin in der Landschaft   Teil 2
Nachdem wir uns im ersten Teil dieses Artikels mit der natürlichen Ausformung der Göttin in der Landschaft vertraut machen konnten, wollen wir uns dieses mal mit den vom Menschen errichteten Repräsentationen der Grossen Mutter befassen.

Schon vor Jahrtausenden wussten die Menschen bescheid um die zweifache Natur des Flusses der Energieströme. Sie erkannten die Harmonien zwischen Himmel und Erde und errichteten die Schreine der Göttin an Plätzen, an denen die Energie des Drachen sich mit jener der Schlange in wohlbringender Weise verbindet.
Dieses uralte Wissen um die Energieströme im Inneren der Erde und die Zyklen der stellaren Energien, repräsentiert durch den Reigen der Planeten und der Sternbilder, ist in unserer heutigen Zeit leider fast vollständig in Vergessenheit greaten. Feng Shui ist der letzte Funke dieses Wissens der Priesterschaft um die Geheimnisse der Schlange und des Drachen.

Ist auch das Wissen um die Handhabung dieser Energien verlorengegangen, so haben sich zumindest einige der alten Schreine der Grossen Mutter erhalten. Wir wollen nun ein typisches (und berühmtes) Beispiel für die Denk-und Bauweise der alten Priesterschaft etwas genauer betrachten.


Avebury
Neben Stonehenge, das 32 km von Avebury entfernt liegt, ist dieses Relikt des Mesolithikums einer der berühmtesten Kraftplätze Englands. Obwohl viele Avebury "nur" als einen 11,5 ha grossen Henge mit einem Steinkreis betrachten, soll festgehalten werden, dass der gesamte Komplex rund um den Henge als intakte neusteinzeitliche Landschaft gesehen werden muss. Die natürliche Topographie und die landschaftsgestaltenden künstlich errichteten Elemente verschmelzen zu einer wundervoll harmonischen Einheit.

Das Hauptobjekt der Anlage repräsentierte vor seiner teilweisen Zerstörung eine gigantische Schlange in der Landschaft.
Einer anderen Sichtweise zu folge stellt der Komplex die Gebärmutter und Eileiter, also die Reproduktionsorgane der Göttin in der Landschaft dar.
Diese wurden auch mit dem Kopf und den Hörnern der Heiligen Kuh assoziiert. Die gleiche Symbolik wurde auch in anderen Kulturkreisen benutzt. Als Beispiel seien hier nur die Kreter erwähnt.



Avebury, Gravur von Dr. William Stukeley (18.Jh.)


In einer direkten Linie zwischen den Hörnern/Eileitern des Avebury Komplexes liegt

Silbury Hill
Dieser Hügel ist der höchste neusteinzeitliche Mound in Europa. Er ist 40 m hoch, erstreckt sich über 2 ha und beinhaltet 339.600 m³ Füllmaterial. Heute ist der Mound mit Gras bewachsen, doch ursprünglich war seine Oberfläche weiss gekalkt.
Wie schon zuvor erwähnt, sahen unsere Vorfahren den Mound als den Schoß der Göttin und Silbury Hill war der fruchtbare, schwangere Bauch der Grossen Mutter.

Zu Vollmond im Mittelpunkt der Opposition zwischen Sonne und Mond liegend, reflektierte die gekalkte Oberfläche von Silbury Hill, dem schwangeren Bauch der Göttin, die goldenen Funken der Sonne bei Tag und die zartern, silbernen Fäden des Mondlichts bei Nacht; und durch Betrachtung dieses Schauspiels alleine verstanden die Menschen.
Die Alte Priesterschaft verstand es, die Kongregation nicht durch den Intellekt oder das gesprochene Wort sondern einzig durch Bilder, die direkt vom Herzen aufgenommen wurden zu lehren.


Anna & Peter


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