Vom rechten Umgang mit Orten der Kraft   Teil II
Nachdem wir uns im ersten Teil unseres Artikels mit den Grundlagen des Umgangs mit Orten der Kraft vertraut gemacht haben, wollen wir nun einen Schritt weitergehen und näher auf die spirituelle Seite der Kultplätze eingehen.
Von der Voraussetzung ausgehend, dass der erwählte Platz gereinigt und eine erste Annäherung erfolgreich ausgeführt wurde, kann die nächste Phase, nämlich die Erschliessung der spirituellen Dimension, ins Auge gefasst werden.

Spirituelle Archäologie
Diese Arbeitsweise kann bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurückverfolgt werden, es ist aber wahrscheinlich, dass ihre Wurzeln viel weiter zurückreichen.
Als einer der bekanntesten Vertreter kann der Architekt und Archäologe Frederick Bligh Bond genannt werden, der mit Hilfe des Mediums John Bartlett mit den ehemaligen Mönchen von Glastonbury Abbey in Kontakt trat. Dies ermöglichte Bond, der 1908 zum Leiter der Ausgrabungen rund um die in Ruinen liegende Abtei in Glastonbury ernannt wurde, Skizzen und Pläne anzufertigen, deren Genauigkeit später durch Ausgrabungen bestätigt wurde.
Genauere Informationen können dem Buch The Gate of Remembrance von Frederick Bligh Bond entnommen werden. Wenn auch der Zugriff auf ein Medium für uns etwas weit hergeholt scheint, so können wir uns doch der selben Methoden bedienen wie einst Bligh Bond und Co.

Hier eine kurze Anleitung zum Einstieg in die spirituelle Archäologie:
Der Zeitpunkt der Arbeit sollte so gewählt werden, dass die Möglichkeit einer Beeinträchtigung durch Wanderer, Touristen oder andere die Konzentration störende Faktoren auf ein Minimum reduziert wird. Der nächste Schritt besteht darin, den richtigen Ort zu erspüren. Dort, wo man sich am wohlsten fühlt, kann man sich am besten entspannen und so leichter in den Zustand der gesteigerten Wahrnehmung gleiten. Dies muss nicht immer das Zentrum des gewählten Ortes der Kraft sein, ein nahegelegener Stein oder Baum der uns anspricht kann hervorragende Dienste leisten.
Ein Experte im Umgang mit Kraftplätzen, Paul Devereux, rät sich wenn möglich nahe von magnetisch geladenen Steinen aufzuhalten, oder sie während der Arbeit zu berühren, da das veränderte Magnetfeld die spirituellen und psychometrischen Fähigkeiten vertiefen kann.

Nun versucht man, in einen meditativen Zustand zu gelangen und sich dem Platz spirituell zu öffnen. Da so ziemlich jeder seine eigene bewährte Methode besitzt, soll darauf nicht näher eingegangen werden. Wichtig ist es, dem Platz nun nicht die eigenen Phantasien aufzudrängen, sondern zu versuchen, Information vom Ort der Kraft selbst zu erlangen. Dies wird möglicherweise nicht immer in logischen Sequenzen erfolgen, sondern kann auch "nur" so wenig wie eine flüchtige Impression oder eine Idee sein.

Wer diesem Weg ernsthaft folgen möchte, muss sich bewusst sein, dass bedeutende Erfolge nicht über Nacht erzielt werden können und es einer Menge an harter Arbeit und Disziplin bedarf um dem Stadium der bewussten oder unbewussten Beeinträchtigung durch die eigene Phantasie zu entrinnen. Wer jedoch gewillt ist all dies zu investieren wird nicht enttäuscht werden und kann früher oder später mit brauchbaren Resultaten rechnen.
Wenn dieses Stadium erfolgreich gemeistert wurde, kann der nächste Schritt, die eigentliche Kontaktaufnahme, in Betracht gezogen werden.

Kontaktaufnahme
Bevor wir genauer auf diesen Punkt eingehen sollte vorausgeschickt werden, dass hier gewisse Vorsichtsmassnahmen beachtet werden müssen. Nicht jeder Ort der Kraft ist für diese Art von Arbeit geeignet. Wenn man sich dem Platz öffnet und Anzeichen von Angst, Depression, Panik oder anderen negativen Empfindungen verspürt, sollte man den Versuch sofort abbrechen, sich erden, dem Platz danken und nach Hause gehen.
Eine weitere wichtige Massnahme besteht darin stets jemanden mit sich zu haben wenn man in Trance gehen will!
Diese Person kann Störungen auf der mundanen Ebene verhindern und -sollte etwas unvorhergesehenes passieren - versuchen die in Trance befindliche Person zurückzuholen.

Doch nun zur Kontaktaufnahme selbst.
Durch längere Gewöhnung an den gewählten Ort der Kraft, oftmalige Besuche und Arbeiten in spiritueller Archäologie sollte sich ein gewisser Rapport eingestellt haben. In anderen Worten, die diskarnierten Personen die an den Ort gebunden sind (freiwillig oder unfreiwilig!!) hatten genügend Möglichkeiten sich von der Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit des Suchenden zu überzeugen. Ist dies der Fall, so wird einer der diskarnierten Wächter, etc. versuchen, mit dem Suchenden in Kontakt zu treten wenn dieser sich am Kraftplatz seiner Wahl aufhält und willens und fähig ist zu kommunizieren.
Damit dieser Versuch erfolgreich verläuft, ist es unerlässlich, dass man die Technik der Gedankenstille zumindest zu einem gewissen Grad beherrscht.

Wie schon zuvor soll auch hier gesagt werden, dass es keine allgemeingültige Formel zur Erlangung der Gedankenstille gibt. Man folge hier der Technik die einem am einfachsten und am erfolgversprechendsten erscheint. Ist das Gemurmel des Ego erst einmal zum Schweigen gebracht, so wird man die leisen Töne der Ahnen vernehmen. Ob man nun Bilder sieht, Worte hört oder der Wächter des Ortes der Kraft sich persönlich zeigt, hängt von der Energie des Platzes und der Veranlagung des Suchenden ab.

War die Kontaktaufnahme erst einmal erfolgreich, so werden sich dem Suchenden neue Welten eröffnen und er wird über kurz oder lang zum Wissenden...


Anna & Peter


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