Vom rechten Umgang mit Orten der Kraft   Teil I
In Europa finden wir eine grosse Anzahl von Kraftplätzen die von unseren Ahnen unter anderem dazu verwendet wurden, ihre lokalen Gottheiten anzubeten.
Diese Plätze wurden bewusst von der Priesterschaft ausgewählt und zeichnen sich meist durch ein erhöhtes Energiepotential oder andere Anomalien aus. Manche von ihnen waren vielleicht sogar Pforten zwischen den Welten und können in dieser Weise auch heute noch benutzt werden.

Bedauerlicherweise sind Bedeutung und Funktion der meisten Orte der Kraft im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten. Heilige Stätten, die einst liebevoll gehegt und gepflegt wurden, waren Jahrhunderte wenn nicht Jahrtausende lang dem Verfall preisgegeben. In den letzten Jahren hat jedoch ein generelles Umdenken in der Bevölkerung dazu geführt, das Interesse an den Alten Plätzen neu aufleben zu lassen.

Hier ein paar Gedanken darüber, was der Einzelne tun kann, um mit dem genius loci in Kontakt zu treten und die altehrwürdigen Orte der Kraft in ihrem alten Glanz wiedererstehen zu lassen:

Identifikation
Zuerst ist es wichtig, den gewählten Ort der Kraft genau zu identifizieren. Es kann dies zum Beispiel eine Quelle, ein Tumulus, ein Menhir, ein Steinkreis oder ein Platz mit mehreren Objekten sein.
Der nächste Schritt besteht darin, so viel als möglich über den gewählten Ort herauszufinden. Museen und Bibliotheken sind ein geeigneter Ort um die lokale Geschichte zu erforschen. Ein Gespräch mit Einheimischen reiferen Alters kann eine Fülle an nützlichen Informationen über nahezu vergessenes Brauchtum, das in der Region, der unmittelbaren Nähe oder sogar am Ort der Kraft selbst gepflegt wurde, zu Tage bringen. Vielleicht lassen sich bereits in diesem Stadium Rückschlüsse auf die Nutzung des Platzes und die dort verehrten Gottheiten schliessen.

Reinigung
Vor dem Beginn jeglicher spirituellen Betätigung ist eine Reinigung angebracht. Dies gilt natürlich auch für den gewählten Ort der Kraft.
Jeglicher Unrat sollte entfernt werden, damit der Platz die ihm eigene Atmosphäre wiederaufbauen kann. Diese Reinigung sollte in regelmässigen Intervallen erfolgen. Wer gewillt ist, tiefer in die Mysterien eines Kraftplatzes einzudringen, sollte die materielle und spirituelle Patenschaft dieses Platzes, und somit eine gewisse Verantwortung betreffend der Reinhaltung auf allen Ebenen übernehmen.

Erste Annäherung
Zugleich mit der Reinhaltung des gewählten Ortes der Kraft kann auch eine erste Annäherung erfolgen. Es ist von Vorteil, den Platz zu allen möglichen Tages- und auch Nachtzeiten zu besuchen. Dadurch wird einem die Möglichkeit geboten, das Spiel von Licht und Schatten zu beobachten. Wichtige Schlussfolgerungen über die Ausrichtung des Kraftplatzes können daraus gezogen werden.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist der Sonnenauf- und -untergang rund um die Solstizien (Mittsommer/Yule) und Äquinoktien (Frühjahr/Herbst).
Geht die Sonne hinter einem markanten Punkt auf oder unter oder zeigt der Schatten eines Menhirs an einem dieser für unsere Vorfahren so wichtigen Tage auf ein bestimmtes Ziel, so können wir als sicher annehmen, dass dieser Platz von der Priesterschaft als Kalender oder Uhr benutzt wurde.
Alle diese Details sollten festgehalten werden, um später zu Hause als wertvolle Referenz zu dienen. Photos leisten hier gute Dienste, besser jedoch ist es Bilder zu malen oder zu zeichnen, da diese kreative Tätigkeit bestens geeignet ist, Details zu erkennen.
Durch alle diese Tätigkeiten nimmt man etwas mit nach Hause, und sei es nur eine Impression oder eine Idee. Um den Energiefluss im Gleichgewicht zu halten und den Austausch anzuregen, sollte man jedoch stets versuchen dem Kraftplatz etwas zurück zu geben. Je nach Art des Platzes kann dies zum Beispiel etwas Weihrauch, der Zweig einer Pflanze die mit den Gottheiten des Platzes in Verbindung gebracht wird, oder ein kleiner Kristall sein.
Wichtig ist nur, dass es dem Ort der Kraft freiwillig geopfert wird.


Im zweiten Teil dieses Artikels werden wir uns näher mit der spirituellen Seite der Kraftplätze beschäftigen und wichtige Punkte wie Meditation und “tuning in” behandeln.


Anna & Peter


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