Der simple Ausdruck “Kraftplatz” lässt Raum für eine ungeahnte Fülle von Interpretationen. Alles kann ein Ort der Kraft sein; von der simplen Waldlichtung hinterm Haus bis hin zu den Pyramiden in Mexico. Wir wollen versuchen, einen Einblick in den Umgang mit Kraftplätzen zu geben, und den Erfahrungsaustausch anzuregen.

Um die Vielzahl der verschiedenen Kraftplätze in ein geordenetes Schema zu bringen ist es am besten, sie chronologisch zu ordnen. Am Beginn stehen hier die reinen Plätze, die dem Menschen als “besonders” erschienen. Dies konnte ein Wasserfall, ein besonders geformter Felsen oder eine Waldlichtung sein. Später wurden diese Plätze mit verzierten oder bemalten Pfählen, Steintumuli oder anderen künstlichen Artefakten versehen, um ihre Besonderheit zu kennzeichnen. Aus dieser Tradition entwickelten sich später groessere Steinmonumente wie Steinkreise, Steinreihen, Kammern und ähnliches.

Viele dieser Bauwerke wurden von den Priestern als astronomische Uhren oder Zeiger verwendet. Einzelne Steine wurden so platziert, dass sie an einem wichtigen Tag im Jahr genau in der Sonnen- oder Mondbahn lagen und so ihren Schatten auf ein bestimmtes Ziel warfen.

Im Laufe der Zeit lernten die Menschen, ihr gesammeltes Wissen in diesen Gebilden auszudrücken. Sowohl berühmte Bauwerke wie Stonehenge, die Pyramiden in Mexiko und Ägypten oder die grossen Kathedralen in Frankreich, als auch unbekannte oder vergessene Plätze beinhalten dasselbe mathematische und geometrische Wissen. Es ist das Wissen das wir heute als “Heilige Geometrie” bezeichnen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Orte der Kraft die religiösen Bedürfnisse des Menschen reflektieren.

Anna & Peter

 

 
Foto: Eva Wrazdil

Orte der Kraft, Seele der Landschaft - Mystisches Waldviertel
Ein ganzheitlicher Ansatz zu einem besseren Verständnis der Form gebenden Wirkkräfte in der Natur.

Plötzlich war er wieder da. Es war so seine besondere Art zu verschwinden und nach einiger Zeit wieder aufzutauchen. Er berief sich immer darauf, dass er nur erschien, wenn er gerufen würde. Doch dieses Mal schien es besonders lange gedauert zu haben. Ein besonders starkes Gefühl spürte Merlin aus dem Waldviertel an sein Herz dringen. Doch dann tauchten Bilder vor seinem Auge auf, Bilder von Wesen, deren Kraft tief im Inneren der Erde schlummerten: Die Steine des Waldviertels! Merlin wusste, dass es nun an ihm lag, den Menschen die Kraft der Steine nahezubringen. Sie aufzuklären über die wahre Kraft, die ihnen innewohnt. Abseits von keltischen Kultstätten und „esoterischen“ Erleuchtungsgeneratoren und schnellen Brütern für das menschliche Bewusstsein.


Die Geschichte der Steine
Merlins Blick in die Kristallkugel ließ ihn in der Zeit zurückreisen. Weit zurück. So cirka eine Milliarde Jahre. Apropos, eine Milliarde Jahre, weißt du, wie lange das ist? Kannst du dir diesen Zeitraum vorstellen? Wir hantieren mit Zahlen recht locker. Milliarden Euro Budgetdefizit, Milliarden Schulden, fünf oder mehr Milliarden Menschen auf der Welt usw. Du brauchst, wenn du 40 Stunden in der Woche dazu aufwendest, 80 Jahre um in Einserschritten von 1 bis 1.000.000.000 zu zählen. Da klingelt es im Bewusstsein, was? Tja und vor einer Milliarde Jahren, da gab es nur einen Kontinent, „Pangea“ genannt. Dieser zerbrach, die zwei Teile stießen im Laufe der Zeit gegeneinander, und das Waldviertel entstand. Fertig war das Waldviertel dann so vor ca. 350 Millionen Jahren. Nur wie sah es aus? Es hatte sich ein ca. 8.000 m hohes Gebirge gebildet. Noch dazu Tiefengestein! Langsam empor gedrücktes und ebenso langsam erkaltetes Magma. Unser Granit. Aber nicht nur Granit gibt es bei uns. Gneise, Kalk und sogar eine „Bunte Zone“ gehören zur Vielfalt unserer Heimat. Ganz schön was los im Waldviertel oder? Tja und heute? Das Gebirge ist weg! Manche meinen, die Waldviertler Bevölkerung leide an „Phantomschmerzen“. Man muss sich das einmal vorstellen, hier bei uns gab es einmal ein Gebirge so hoch wie der Himalaya. Nur die „Restlinge“ des Gebirges, auf Grund ihrer Form von den Wissenschaftern „Wollsackverwitterung“ genannt, lassen die formgebenden Wirkkräfte in unserer Natur erkennen. Na endlich weißt du, was Merlin eingangs damit meinte. Merlin blätterte weiter in der interessanten Broschüre „Das Waldviertel“ – Sonderband: Die Erdgeschichte des Waldviertels, ich meine, er blickte weiter in seine Kristallkugel.


Anna, Peter & Merlin


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