Göttereintopf zum Sabbat??   Teil III

Weil mir die Thematik gerade wieder einmal, in zweifacher Form, untergekommen ist, möchte ich mich heute einmal mehr mit der Thematik „Götter in der Craft“ beschäftigen.

Da wären wir dann bei UPG

Nein, ich mutiere jetzt nicht zum Hard- und Softwarehandel (falls schon jemand Tante Google konsultiert hat). UPG ein relativ neuer Begriff aus dem englischprachigen Heidenbereich - Unverifiable Personal Gnosis. Dabei handelt es sich um genau diese persönlichen spirituellen Erfahrungen, die ich schon mehrmals angespochen habe.
Wie der Name schon sagt, sind diese Erkenntnisse völlig persönlicher Natur und damit auch in keinster Weise als „allgemeingültige Offenbarung“ zu verstehen. Wieder in die Handfesten: wenn ich eine Erdnussallergie habe, dann macht es nicht viel Sinn in Österreich generell Erdnüsse zu verbieten, weil die gefährlich sind. Völlig richtig ist, dass ich daran sterben könnte – aber das gilt eben nur für mich (und eventuell andere Allergiker). Damit wird es, denke ich, schön deutlich, worauf ich hinaus will.

Nicht verifizierbar ist in diesem Fall für mich auf objektive Bestätigung bezogen. Subjektiv kann ich meine Botschaften natürlich sehr wohl bestätigen oder widerlegen und sollte das auf jeden Fall auch tun!
Was natürlich nicht heißt, dass nichts davon verifizierbar wäre. Ich hatte persönlich schon etliche Vorkommnisse bei denen Wesenheiten Boschaften übermittelten, die sich dann durch materielle Tatsachen bestätigt haben. Ob es sich dabei um ziemlich detaillierte Vorhersagen handelt, explizite Antworten auf persönliche Fragen oder um örtliche Gegebenheiten, die sich im Nachhinein bestätigen, alles ist möglich.
Wohinter ich auf jeden Fall stehen kann ist: Ein spirituelles Weltbild mit den darin lebenden Wesenheiten ist für denjenigen, der es hat, Realität. Diese persönliche Realität überschneidet sich in vielen Bereichen mit der als allgemein gültig angesehenen Realität.Allerdings muss sie nicht völlig deckungsgleich sein, sollte sich selbst und der allgemein gültigen Realität aber nirgends großflächig widersprechen.

Und jetzt ab in die Praxis …


… und wie mach ich das jetzt?

Wie so oft hängt das von der Tradition ab, in der ich mich bewege oder eben nicht.
Den Traditionellen will/werde ich hier keine Tipps geben, weil ich nur für mich spreche (und diejenigen, die in „meiner“ Tradition stehen). Das heißt, dass ich der Ansicht bin, dass jede Tradition da ihre ganz eigenen Zugänge und auch Ausbildungsmethoden hat und es in den meisten Fällen keinen Sinn macht, mitten in der Anfangsphase die Pferde (Ausbildungsmethoden) zu wechseln. Also all denjenigen, die sich da angesprochen fühlen, rate ich, sich mit ihren Tutoren, Lehrern, ihrer Priesterschaft oder Ausbildern kurz zu schließen und bei Fragen diese dort zu stellen.

Alle anderen haben (in der Kürze) zwei Möglichkeiten zu beginnen – zum Ersten aus der Theorie oder zum Zweiten aus der Praxis.


Aus der Theorie

Ganz „nackig“ werde ich in diesem Fall wohl auch in der Praxis nicht sein … damit meine ich, dass ich annehme, dass zumindestens schon ein Weltbild vorhanden ist, das praktisch angewendet wird und in dem es ein paar Parameter gibt, wie

- wie schauen meine rituellen Räume aus
- wie ist mein geschützter Raum gestaltet
- wie bereite ich mich auf den Kontakt mit Wesenheiten vor
- wie schütze ich mich während dieses Kontakts
- wie beende ich den Kontakt
- wie löse ich den Schutz und den rituellen Raum wieder auf
- wie be-oder verarbeite ich die Erkenntnisse

Wenn das vorhanden ist, dann kann ich loslegen (und wenn nicht, dann wäre es eine sinnvolle Sache, sich diese Grundlagen erst einmal theoretisch anzueignen und praktisch zu erarbeiten).

Die Gottheiten, die ich nun einladen möchte, mit denen beschäftige ich mich zuerst über Informationsquellen aus dem Bereich Archäologie, Geschichte, Literatur, Völkerkunde, Kunst, etc pp. Wie ich im ersten Teil bereits erwähnt hatte, wäre das, die Telefonnummer von der Oma herausfinden. Je vielfältiger meine Quellen dabei sind, desto sicherer kann ich sein, dass ich auch eine Nummer erwische, wo sich tatsächlich jemand ganz bestimmter melden wird – nämlich die Gottheit, die ich auch meine.
Sobald ich diesen Part abgehandelt habe, dann kann ich die ersten Schritte in die Kontaktaufnahme tun. Die Ergebnisse, die ich dabei erziele sollten dann großteils dem Bild entsprechen, das sich durch die Recherchen bereits ergeben hat. Wenn ich dann noch die Chance habe mit anderen Praktikern (oder auch Theoretikern) genau diese Erfahrungen zu besprechen und damit abzugleichen, haben wir einen Idealfall. Dadurch ergibt sich für mich eine Mischung aus UPG und real nachvollziehbarer Fakten, die durchaus mit eine polytheistischen Tradition vergleichbar sein könnte.


Aus der Praxis

Als Praktiker werde ich die oben genannten sieben Punkte quasi locker aus dem Ärmel beuteln. Alles was ich dann zur Kontaktaufnahme brauch ist ein starker Fokus. Der kann entweder ein einzelnes Bild, eine Statue, eine Geschichte, etc pp sein und das dient dann als Telefonnummer.
Dann dreht sich das Spiel von vorher einfach um. Jede Erkenntnis, die ich mache, kann und sollte mit existierendem Material verglichen werden. Je detaillierter und öfter ich das mache, desto sicherer kann ich mir „meiner Gottheit“ sein.
Wieder ist der Abgleich mit anderen Praktizierden durchaus von Vorteil.

Angerufen hätten wir als jetzt – die nächste Station wäre, zu überlegen, wie der Kontakt zur Oma denn überhaupt aussehen und wozu er mir und auch ihr dienen soll.


Ende Teil III


Anufa


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