Betreut von Uhanek
DrachenSabber

Karma - Gedanken zu einem missverstandenen Begriff   
Teil II

Die Interpretation von Karma als religiöse Kategorie, die vermeintlich Ausdruck einer Bestrafung oder Belohnung durch eine göttliche Instanz sei, ist die bedauernswerte Fehldeutung eines philosophischen und psychologischen Konzeptes, das sich auf den wahrnehmenden Geist und die von ihm erlebte Wirklichkeit bezieht.

Spiritualität vs. Privatreligion

Und was hat all das nun mit Karma und Reinkarnation zu tun? Inhaltlich zunächst einmal gar nichts. Und gleichzeitig auf einer etwas anderen Ebene sehr viel, denn das, was ich hier geschildert habe, ist Ausdruck und Ursache sogenannten negativen Karmas. Die geschilderten Vorstellungen sind zunächst nichts weiter, als unreflektierte Fantasien. Es hat nichts zu tun mit dem, was die Begriffe Karma und Reinkarnation bedeuten, damit, wie sie tatsächlich seit tausenden von Jahren in authentischen Traditionen wie dem Buddhismus und Hinduismus verstanden werden. Im Grunde hat es nicht einmal allzu viel mit Spiritualität zu tun. Spiritualität, die sich auf blanken Eskapismus in private Fantasiewelten beschränkt, ist keine Spiritualität, sondern kann bestenfalls als eine Art gläubige Privatreligiosität gedeutet werden, die sich mit oberflächlichem Wortgeklingel begnügt.

Unter Spiritualität verstehe ich die Wahrnehmung von und Interaktion mit umfassender, transpersonaler Wirklichkeit, die zwar durch die Mittel der Sprache und der Logik ausdrückbar ist, jedoch über alle kulturellen und sprachlichen Begrenzungen hinausreicht. Darüber hinaus bildet ein spirituelles System, das sprachliche Äquivalent also zu inneren Erfahrungen mit der Erfahrungsdimension des Absoluten, eine sprachliche und bildliche Einheit, in der sich die Begriffe gegenseitig erklären, so dass über die logisch-begriffliche Form die Erfahrung des hinter allen Begriffen stehenden Absoluten reproduziert werden kann. Da es um dieses Absolute geht, ergeben sich, bei Auslassung spezieller kultureller Komponenten (z.B. sozialer Normen, die ebenfalls in so ein System eingebaut sein können), trotz sprachlicher Unterschiede Parallelen in den verschiedenen spirituellen Systemen, denn das Absolute selbst bleibt immer gleich, nur die sprachlichen Äquivalente sind - aufgrund der Relativität von Sprache - verschieden. Dem gegenüber stehen private Ego-Welten, die, da sie in religiösen Vokabeln und abhängig von Lust und Unlust lediglich die Innenwelt eines Egos zum Ausdruck bringen, oft kaum mehr sind, als bloße Flickenteppiche aus unzusammenhängenden Konzepten. Vielleicht rührt daher die eine gewisse in Esoterikkreisen recht weit verbreitete Neigung zur Intellektfeindlichkeit, da diese Begriffsgebilde in sich zu instabil sind, als dass sie einer Hinterfragung standhalten könnten.

In der neuen Esoterik stehen allzu oft allerlei Konzepte merkwürdig isoliert und undifferenziert nebeneinander: Karma - Reinkarnation - Natur ist Heilig - Göttin und Gott - Magie - der Kreis - feindliche Christen - Umweltzerstörung - Unterdrückung - Stadt - Naturvölker - Aggressoren - Opfer etc. Mittendrin steht die esoterische Person, ist z.B. neuheidnisch und dualistisch wertend: Ist selbst naturreligiös, Priesterin oder Priester und eins mit der Natur; steht dadurch vermeintlich neben den "Naturvölkern", ist damit Opfer und gehört nicht zu den Tätern; verehrt Göttin und Gott, betreibt Magie und hat dadurch Intuition; kann durch die Intuition, die sich als "so´n Gefühl" äußert und immer im Recht ist, festlegen, wer zu den Feinden und Tätern zählt; Feinde und Täter agieren gegen die Natur; Aggression gegen die Feinde und Täter ist Verteidigung der Natur; das, was verteidigt wird, ist die Natur, die Natur sind die Götter, die Götter sind das eigene Selbst... Selbst-Verteidigung. Dienst an den Göttern ist somit Dienst am eigenen Selbst. Wird das eigene Selbst als Gottheit betrachtet, wird folglich jeder, der diesem grandiosen Selbst nicht genehm ist zum Feind. Dies ist der vollkommene, spirituell verbrämte Egotrip, spiritueller Materialismus, die perfekte Pervertierung einer tatsächlichen Spiritualität und Einheit mit der Natur.

Ich will an dieser Stelle nur kurz einwerfen, dass im Grunde auch der bei dieser Sichtweise verwendete Naturbegriff nicht das geringste mit Natur im eigentlichen Sinne zu tun hat, denn es handelt sich lediglich um ein ego- und anthropozentrisches Idealbild, dessen Wert einzig aus dem Bezug zum Ego und dem damit verbundenen Lustgewinn resultiert. Romantische Idealbilder sind doch letztlich Teil der immer gleichen Aufspaltung in Mensch und Natur, Mensch und Umwelt,  Mensch und Universum etc.  Natur jedoch schließt alle Erscheinungen mit ein und ist in keiner Weise vom Menschen antastbar, da er selbst in jeder Hinsicht ein untrennbarer Teil dieser Natur ist, gleichgültig, wie sehr er sich als getrennt und eigenständig existierend fantasiert. Unterscheidungen z.B. in Natur und Stadt sind ein Ding der Unmöglichkeit und ein Begriff wie "Naturzerstörung" eigentlich absurd. Alles, was der Mensch zerstören kann, ist seine Lebenswelt, also seine eigene Existenzgrundlage und somit in letzter Konsequenz sich selbst, niemals aber die Natur als solche.


Die Leerheit der Erscheinungen

Doch zurück zum Thema. Karma in seiner eigentlichen Bedeutung zu begreifen, bedeutet zu verstehen, was es wirklich auf sich hat mit der Einheit aller Dinge. Die tibetische Tradition spricht von zwei Arten Wahrheit. Sie werden als dodam drenpa, absolute Wahrheit, bezeichnet und als kuntsob drenpa, relative Wahrheit. Während die absolute Wahrheit über den Dharma (die natürliche Ordnung und das innere Wesen der Wirklichkeit) spricht, bezieht sich die relative Wahrheit auf die Welt, unser Leben. Dennoch umfasst die absolute Wahrheit auch die Welt, indem sie  besagt, dass jedes Phänomen Leerheit ist. Diese leere Natur bezieht sich nicht auf einen körperlichen Aspekt, sondern eher auf die Tatsache, dass alles vergänglich ist, weil es in Abhängigkeit von der Gesetzmäßigkeit des Karmas entsteht. Alle Erscheinungen entstehen als temporäre Phänomene in gegenseitiger Abhängigkeit und sind Teil eines dynamischen Prozesses. Alles, was wir also wahrnehmen, ist nichts anderes als eine vorübergehende Illusion.

Karma ist ein Sanskritwort und bedeutet wörtlich "Tat". Will man verstehen, was damit gemeint ist, hält man sich zunächst einmal vor Augen, dass alle Erscheinungen leer sind. Leerheit ist die Grundlage von allem. Diese  Leerheit ist allerdings kein nihilistisches Nichts, sondern sie ist Ausdruck für den Urgrund. Leerheit ist das, was alle Erscheinungen verbindet. Leerheit ist die Leerheit der Erscheinungen von inhärenter Eigenexistenz, d.h. der Glaube, dass die Erscheinungen der Dingwelt unabhängige Größen darstellen, ist eine Illusion. Zwei Punkte gilt es zu erkennen: 1) Dinge entstehen in Abhängigkeit von anderen Dingen und bleiben in dieser Abhängigkeit bis zu ihrem eigenen Verschwinden. 2) die Erscheinungen sind zusammengesetzt, das heißt Dinge bestehen aus Dingen bestehen aus Dingen etc. Das bedeutet, dass alles relativ ist, also in Beziehung zu etwas anderem existiert. Diesem Relativen steht die Leerheit als das Absolute gegenüber, oder besser: alles Relative ist vom Absoluten der Leerheit durchdrungen.

Nehmen wir zur Verdeutlichung einmal unseren fiktiven Michael aus dem oben genannten Beispiel: Die Erscheinung Michael ist weder eine eigenständige, noch eine in irgendeiner Beziehung unabhängige Größe. Er ist zusammengesetzt aus Millionen Zellen. Um existieren zu können, braucht er ein bestimmtes Gasgemisch zum Atmen, das in seiner Zusammensetzung keine allzu großen Abweichungen zugunsten eines einzelnen seiner Bestandteile aufweisen darf. Er braucht eine bestimmte Temperatur. Bereits relativ geringe Verschiebungen nach oben oder unten auf der Temperaturskala würden ihn verbrennen oder erfrieren lassen. Er benötigt regelmäßige Zufuhr von Wasser und fester Nahrung (die ihrerseits eine bestimmte Beschaffenheit aufweisen müssen) und die regelmäßige Ausscheidung der aus dem Verarbeitungsprozess entstehenden Schlacken. Auf diese Weise entsteht und vergeht der Körper in Abhängigkeit. Aber nicht nur der Körper allein. Ausnahmslos alles an unserem Michael ist ununterbrochen in Bewegung und Wandel. In jedem Augenblick sterben abertausende seiner Zellen, während andere, neue sich bilden. In jedem Moment werden all seine Überzeugungen und Erfahrungen von ihm angewandt, geprüft, korrigiert und bei Bedarf durch neue ersetzt. Seine Person ist wie alles andere auch ein ununterbrochener Prozess des Wandels. Blickte er zurück, er würde feststellen, dass der erwachsene Mann Michael in keiner Hinsicht identisch ist mit irgendeiner seiner früheren Erscheinungsweisen, da zu jedem früheren Zeitpunkt sich alle seine Bestandteile von allen Bestandteilen des jetzigen Michael unterschieden (ausgenommen seine DNS, die man vielleicht als eine Art Schablone betrachten kann). Dies alles gilt sowohl in physischer, wie auch in psychischer Hinsicht.


Emotionen und Energie

So nun verhält es sich mit der ganzen Person. Die Emotionen etwa sind abhängig von erlernten Deutungsmustern, von Maßstäben, geglaubten Idealen u.ä. Gerade Emotionen werden ja in der Esoszene so gerne überbewertet, als eigenständige Größen, als etwas Absolutes also betrachtet - aber genau das sind sie nicht. Wären sie das, so wären sie bei allen Menschen in allen Kulturen und Kontexten gleich. Sind sie aber nicht. Sie sind noch nicht einmal in einem einzigen kulturellen Kontext bei allen Menschen gleich. Und das ist so, weil sie erlernt sind. Sie haben ihre Grundlage in den Deutungsmustern, die sich zurückführen lassen auf den Dualismus Gut/Schlecht. Diese Deutungsmuster unterscheiden sich von Kultur zu Kultur, von Familie zu Familie, von Person zu Person. Emotion ist im Kern nichts anderes als reine, ungefärbte Energie, die erst durch Konditionierung ihre Färbung erhält und zu etwas wird, das man "Emotion" nennt. Allerdings, um hier sofort einem weiteren möglichen Missverständnis vorzubeugen, heißt das nicht, das Emotion die Erfahrung von Energie im egozentrischen Sinne - "meine Emotion ist Energie" - ist (womit wir dann wahrscheinlich wieder bei diesem dubiosen "Fühlen" wären), sondern dies ist eine Erscheinungsform von Energie - genauso wie Denken und Wahrnehmung oder auch das, was als scheinbar äußere Welt erscheint.

Mit "Energie" sind wir hier nun auch bei einem weiteren, für unser Thema relevanten Schlüsselbegriff. In den Traditionen des Vajrayana-Buddhismus werden das Spiel der Energien und die Dynamik der Wirklichkeit als göttlicher Palast dargestellt, d.h. als Mandala. In der heute allgemein verbreiteten Variante des sogenannten magischen Kreises haben wir die Aufteilung in vier Elemente: Erde, Wasser, Feuer und Wind. Ich füge an dieser Stelle noch ein fünftes hinzu: den Raum, das Element der Integration. Diese fünf Elemente nun meinen natürlich nicht nur die Erscheinungen, die wir mit unseren menschlichen Sinnen unter diesen Bezeichnungen wahrnehmen, sondern sie meinen sehr viel mehr. Sie bezeichnen energetische Qualitäten. Ein jedes Element ist in seiner Essenz Licht und äußert sich sowohl als äußeres Element, wie auch als Bewusstseinsfaktor. Als Bewusstseinsfaktor ist Erde das Prinzip der Form, Wasser ist Empfindung (als wahrnehmende Qualität, nicht Gefühlsduselei!) und Zusammenhalt, Feuer ist unterscheidendes Gewahrsein und Hitze/Schnelligkeit, Wind sind der Gedankenstrom und die Bewegung und Raum ist absolutes Bewusstsein, das all dies umfasst und beinhaltet. Aus diesen fünf Elementen besteht alles. Aber es besteht nicht statisch (wie es offenbar viele gerne hätten - womit sie einfach nur beweisen, dass sie in christlichen Strukturen denken), sondern ist ununterbrochene Bewegung, wie Wolken am Himmel. So kommen wir hiermit auch auf noch eine weitere Bedeutung von Leerheit: Die Negation der Existenz kleinster Teilchen. Wenngleich wir auch eine materielle Welt wahrnehmen, die fest zu sein scheint, ist doch ihre wahre Natur reine Energie. Es gibt keine kleinen, festen Materieteilchen, aus denen Materie zusammengeklumpt ist.

Dieses Konzept der Abhängigkeit der Phänomene in der buddhistischen Philosophie drückt die Überzeugung aus, dass nichts aus sich selbst heraus, getrennt von allem anderen existieren kann. Alle Dinge existieren in Abhängigkeit voneinander: Erde hängt ab von Wasser, Wasser hängt ab von Feuer, Feuer hängt ab von Wind und Wind existiert in Abhängigkeit vom Raum. Das tibetische Wort für diese Interdependenz oder Verflechtung ist ‘tendrel’.

Tendrel kann verglichen werden mit einem Netz, das alle Phänomene enthält, die darin miteinander verknüpft und verbunden sind, basierend auf dem, was als Karma bezeichnet wird. Dieses Gesetz oder dieser Zyklus ist, was alles darin hält, daher ist es sehr schwer, daraus auszubrechen, während es aber gleichzeitig unendliche Möglichkeiten bietet, es heilsam anzuwenden, wenn man weiß, wie man damit umgehen muss.

Für unser tägliches Leben wäre diese philosophische Sichtweise von der absoluten Wahrheit wahrscheinlich nicht recht praktikabel. Daher müssen wir uns, um ein gewöhnliches Leben führen können, auf Logik stützen, auf unsere Gesellschaft und auf unsere Welt. Sie alle sind Teil der relativen Wahrheit, die leichter mit unserer Art des Denkens verknüpft werden kann.

Ein Sprichwort in der Tradition der tibetischen Geomantie lautet:

„Die absolute Wahrheit ist der Dharma, die relative Wahrheit ist die Erde“

Dies beschreibt vollkommen die beiden Sichtweisen auf die Wahrheit.


Was aber ist Karma?

An dieser Stelle haben wir jetzt also drei Punkte soweit geklärt (hoffentlich!): Die Leerheit der Erscheinungen, die Zusammengesetztheit der Erscheinungen, den Wandel der Erscheinungen als Bewegung der fünf Energien, also die Negation kleinster Teilchen. Kommen wir also nun zu einer weiteren Dreiheit: Die drei Ebenen unserer Existenz als Menschen. Die drei Ebenen, um die es hier geht sind Körper, Energie (korrespondierend zur Stimme) und Geist, wobei der Geist die Grundlage bildet. "Geist" bedeutet hierbei aber nicht z.B. Intellekt oder so etwas. Geist bedeutet hier absolutes, kontinuierliches Bewusstsein - die (überindividuelle!) Grundlage. Intellekt und Gedankenstrom gehören einem anderen Bereich an, dem sogenannten konzeptuellen Geist, der vor allem mit dem Bewusstseinsfaktor Wind verbunden ist.

Auf diesen drei Ebenen entsteht Karma. Es handelt sich bei diesem Begriff nicht um eine religiöse Kategorie oder gar eine Art spiritueller Substanz, die von Göttern verwaltet wird, sondern um ein philosophisches und psychologisches Prinzip. Wie bereits erwähnt, bedeutet der Begriff Karma "Tat" - und genau darum geht es hier. „Karma“ beschreibt, wie ein wahrnehmendes Bewusstsein gemäß seiner tief reichenden gewohnheitsmäßigen Tendenzen des Denkens und Fühlens eine ganze Wirklichkeit erschafft.  Die individuelle Erscheinung ist bereits in ihrer Gesamtheit der Ausdruck früherer karmischer Impulse, die jetzt zur Reife gelangt sind. Teil dieses Karmas sind auch die für vollkommen wahr und dauerhaft gehaltenen Konzepte, nach denen die Welt interpretiert wird. Diese Interpretationen wirken ihrerseits auf die Art, wie die Welt wahrgenommen wird, die damit verbundenen Emotionen und die daraus resultierende Interaktion mit der Erscheinungswelt. Anders ausgedrückt: In unserem Geist entwickeln wir Konzepte, die wir für wahre Abbildungen der Welt halten; auf der Ebene unserer Energie formen wir diese Konzepte weiter aus zu immer mehr inneren Bildern und damit verbundenen Emotionen, die wir schließlich auch sprachlich ausdrücken; zsu guter Letzt folgt dann die entsprechende körperliche Handlung. Wo alle drei Ebenen beteiligt sind, ist volles Karma erfüllt.

Wir bewegen uns in einem Netz vollkommener gegenseitiger Bedingtheit, das bereits ein einziger gigantischer Ausdruck von Karma ist. Karma bedeutet, dass wir in dieser gewaltigen, ständig bewegten Energiewolke genannt Welt einen energetischen Impuls setzen, der zur Veränderung des gesamten Musters beiträgt. Die Art der Veränderungen, die so entstehen, und die Art, wie all dies dann auf uns zurückwirkt und wie wir es erleben, ist Karma, das zur Reife gelangt. Der von uns gesetzte Impuls ist dann am machtvollsten, wenn alle drei Daseinsebenen gleichermaßen beteiligt sind. Sehr grob vereinfacht könnte man sagen, dass "Karma" soviel bedeutet wie "Denk- und Handlungsgewohnheiten, die zu Veränderungen in der erlebten Welt führen". Karma lässt sich vergleichen mit einer Eisenbahn: Die Lokomotive ist das erlebende Ego, das sich für eine eigenständige Größe hält, die Schienen sind die Gewohnheiten im Denken, Reden und Handeln und die Landschaften, in die das ganze führt, sind das reifende Karma.

Das Konzept „Karma“ ist im Wesentlichen ein Hilfsmittel zur Selbsterkenntnis: Was ist meine innerste, zeitlose Natur, die mich mit allem verbindet, und was sind lediglich Wahrnehmungen, die geprägt sind durch meine Gewohnheiten des Denkens und Fühlens? Wo wirken sich diese Gewohnheiten schädigend aus und betonen meine Negativität? Was ist das Schädigende und was das Heilsame? Was sind die längerfristigen Konsequenzen, wenn ich in Hass, Gier und Ignoranz verharre? Diese und ähnliche Fragestellungen resultieren aus dem Karma-Begriff und führen zu Selbstreflektion und einer Persönlichkeitsentwicklung, in der das Individuum nicht lediglich um sich selbst kreist, sondern Qualitäten wie Liebe und Mitgefühl hervorbringt und sich als Teil einer lebendigen Welt entwickeln kann. Indem wir uns selbst so verändern, verändern wir unsere Welt.


Uhanek


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