Königskerze
Heilpflanzen und ihre Geschichten

Andere Namen: Wollkraut Himmelbrand Marienkerze Fackelblume, Feldkerze, Frauenkerze, Himmelbrand, Himmelkerze, Löwenkerze, Wetterkerze, Windblume


Pflanzenbeschreibung
Die Wildblumenkönigskerze ist eine zweijährige Pflanze mit spindelförmig-ästiger Pfahlwurzel. Sie treibt im ersten Jahr meist eine Rosette großer Blätter, aus deren Mitte im nächsten Jahr der bis zu 2m hohe, runde Stängel wächst, der wie die Oberseite der Blätter dicht filzig behaart ist. Die Blätter sind schwach gekerbt, im unteren Teil der Pflanze breit elliptisch und in den kurzen bis eiförmig-länglich. Die Blüten stehen in achselständigen Büscheln zu 2 - 5 in einer anfangs gedrungenen, später verlängerten Traube. Die 3 - 5 cm breite, verwachsene radförmige Blumenkrone ist leuchtendgelb. Die Staubbeutel sind rötlich


Heilwirkung
Schleimlösend reizlindernd entkrampfend erweichend blutreinigend harntreibend
Anwendung bei Atemwegserkrankungen (Husten Keuchhusten Asthma Heiserkeit)
als Antirheumamittel und zur Entwässerung.
Äußerlich zur Wundbehandlung und bei Hämorriden


Anwendung und Dosierung
Presssaft oder Teeaufguss sind gut gegen Schleimhautentzündungen im Mund und Rachenbereich. Unterstützend dazu wirken Auflagen am Hals und Nacken. Stängel sind nur für die äußere Anwendung sinnvoll: Sie werden zerkleinert und in Regenwasser weich gekocht, dann auf schmerzhafte angeschwollene Körperstellen aufgelegt.
Eine Rotweinabkochung ist ein hervorragendes Mittel gegen Husten und Brustschmerzen.
In Mairegen abgekocht helfen sie bei Magenverstimmungen die mit schlechtem Atem hergeht.
Gegen Herzangst und Atembeklemmungen werden die Blätter in Geißmilch abgekocht und warm auf die Brust gelegt.
Zittrige Hände werden ruhiger wenn man Tücher auflegt die mit Blätteraufguss in Mairegen getränkt sind.
Die Blüten in einem Glas gesammelt und an der Sonne geschlossen stehen lassen, den entstandenen Saft verwendet man dann sehr sparsam gegen Blähungen und Darmbeschwerden. Ebenso ein paar Tropfen davon in Wien eingenommen ist ein gutes Stärkungsmittel für das Herz wenn es zu schnell schlägt oder Brustschmerzen verursacht. Äußerlich aufgetragen auf Schläfen und Augenbrauen und Hals vermag das Blütensubstrat die Augen klar machen, den abhanden gekommenen Schlaf zurückholen und vor „närrischen“ Fantasien bewahren


Tee
3-4 TL. getrocknete Blüten mit einem ¼ L kochendem Wasser übergießen. Umrühren und 10 -15min abgedeckt ziehen lassen. Siebe die Blüten dann ab und genieße jeden Tag zwei Tasse davon.


Öl
Man füllt die Kräuter locker in eine Flasche bis zum Hals und übergießt sie mit kalt gepreßtem Olivenöl so, daß das Öl 2 Finger breit über den Blüten oder Kräutern steht. 14 Tage in der Sonne oder in Herdnähe stehen lassen
Gegen Augenschwellungen und Blutergüsse und Entzündungen im Gehörgang.


Aberglaube, Wirkung, Mythen
Bei schlimmen Wunden soll es helfen wenn man sie mit der Königskerze berührt wobei man 3 Kreuzzeichen macht und spricht „ Unsere Liebe Frau geht übers Land - hat den Himmelbrand in der Hand“!“
Im Zaubergarten führen die Elfen, die den Blüten entsprungen sind, einen Ringeltanz bei Vollmond um die Pflanze auf. An den abgefallenen und braun gewordenen Blättern am anderen Tag kann man es erkennen.
Als Wetterorakel gilt: Zeigt die Spitze nach Westen kommt schlechtes Wetter auf, neigt sie sich nach Osten wird das Wetter schön.
Steht ein Blütenkranz tief am Stängel so bedeutet es früher Schneefall.
Die Wurzel als Amulett getragen gilt als Mittel gegen Schlaganfall.
Wenn ein Angehöriger schwer erkrankt dann soll man die Blume nach Sonnenuntergang gegen Osten hin knicken und dabei bitten, sie möge die verlorene Gesundheit wiederbringen.


Erlesenes Wissen aus verschiedenen Kräuterbüchern:
Heinrich Marzell "Heilpflanzen"
Weustenfeld Wilfried "Astrokräuter für Leib und Seele"
Manfred Pahlow "Heilpflanzen"
Margarete Picton "Geheime Zauberkräuter"
Maria May "Hexenkräuter"
Hans Schöpf "Zauberkräuter"
Storl Wolf Dieter "Kräuterheilkunde


Sabin


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