Ausleitung und Entgiftung
In meiner Eigenschaft als MacBot wurde mir immer wieder die Frage gestellt, ob es denn auch Möglichkeiten gibt, bereits aufgenommene Giftstoffe, die der Körper im Gewebe gespeichert hat, wieder herauszubekommen. Also habe ich mich mal auf die Suche nach Quellen gemacht und bin tatsächlich fündig geworden.

Unter Einbeziehung der neueren Erkenntnisse auf dem Gebiet der Homöopathie habe ich die hier beschriebenen Zubereitungen entsprechend modifiziert. Ganz wichtig für eine Anwendung: Während der Ausleitung genügend Flüssigkeit - also mind. 2-3 Liter/Tag - trinken, am Besten ist hier unbelastetes Wasser geeignet. Eine solche Ausleitung bei bestehenden Krankheiten unbedingt mit den behandelnden Arzt absprechen.

Achtung Allergiker! Bei den geringsten Anzeichen von Unverträglichkeit die Ausleitung sofort abbrechen!


Pflanzen für Ausleitung/Entgiftung von Schadstoffen:

Acker-Gauchheil - Anagallis arvensis - Wurzel (5 mg/L)
Arnika - Arnica montana - Blüten (10 mg/L)
Zaunrübe - Bryonia alba - Wurzel (5 mg/L)
Schöllkraut - Chelidonium majus - Blätter (20 mg/L)
Besenginster - Cytisus scoparius - Blüten (10 mg/L)
Quecke - Triticum repens - Stengel (35 mg/L)
Mariendistel - Sylibum marianum - Wurzel (30 mg/L)
Löwenzahn - Taraxum officinalis - Wurzel (17,5 mg/L)
Mistel - Viscum album - Beeren (10 mg/L)

Zubereitung: Jeweils 1 - 35g der Pflanze zu Neumond ernten (Schöllkraut und Mistel nicht mit Stahlwerkzeug schneiden!) und frisch mit 100 mL kochendem Wasser einzeln überbrühen. Erkalten lassen, abseihen und am besten mit je 100 mL frischem Quellwasser entsprechend verdünnen, jede Verdünnung 9x umschütteln.

Zum Schluss jeweils 100 mL aller Endverdünnungen mischen; im Kühlschrank aufbewahren. Pro Tag werden 7 Tropfen der Endverdünnung über mindestens 28 Tage eingenommen (Beginn zu Vollmond), dann 28 Tage Pause, dann wieder 28 Tage einnehmen - der ganze Prozess dauert 7 Mondzyklen.

Verdünnungsprinzip:
Stammlösung 1g/100 mL = 100mg/L bzw. bis 35g/100 ml = 350 mg/L
1:10 Verdünnen (1 Teil Tee + 9 Teile Quellwasser) = 10 mg/L bzw. 35 mg/L
1:2 Verdünnen (1 Teil Verdünnung 2 + 9 Teile Quellwasser) = 5mg/L bzw. 17,5 mg/L


Weiße Magie - Schwarze Magie - Graue Magie - Bunte Magie!!!
Notgedrungenerweise - ich wurde in den letzten Jahren leider immer wieder darauf hingewiesen - muss ich mich an dieser Stelle zu der leidigen Diskussion über die Farbe der Magie äußern.

Meiner Meinung nach hat Magie keine Farbe, oder anders ausgedrückt, sie ist bunt und steht für jedwede Anwendung zur Verfügung. Ob sie zu Heilzwecken oder als Schadenszauber angewandt wird, ob hex einen Liebeszauber wirkt oder jeheid einen Todesknochen auf einen anderen Menschen richtet, das ist der Magie völlig egal. Nicht die Magie ist gut oder böse, sondern der Mensch, der Magie verwendet, tut dies in destruktiver oder konstruktiver Ausprägung; und oftmals beides gleichzeitig.

Ich widerspreche auch vehement Aussagen wie "Tue was Du willst und schade niemandem!" So eine Handlungsanweisung ist schlichtweg unmöglich zu befolgen - ich füge einer Arnikapflanze ja definitiv Schaden zu, wenn ich die Blüte abpflücke oder wenn ich eine Kartoffel koche; von Fleisch- und Wurstwaren mal ganz zu schweigen. Warum dann dieses Prinzip für die Beurteilung der Magie einsetzen?!

Etwas anderes ist der selbstverantwortliche Umgang mit Magie (und das gilt nicht nur für Magie!). Gleichgültig - in der Wortbedeutung! - was ich auch tue, ich bin immer für meine Handlungen selbst verantwortlich und habe die daraus resultierenden Folgen zu tragen.

Diese Verantwortung kann und darf mir aber niemand abnehmen; Warnungen wie "Tu dies nicht..." oder "Wirke keine schwarze Magie" halte ich für absoluten Blödsinn. Wenn ich mir über die Konsequenzen meines Wirkens nicht im Klaren bin, schützt mich das nicht vor den Folgen; wenn ich die Konsequenzen kenne, dann muss ich damit leben - und jammern gilt nicht!


Magister Botanicus


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