Betreut von Leilani
Rucola
Wenn man an Rucola denkt, denkt man ans Mittelmeer, an herrliche Sonnenuntergänge und Urlaub. Auch wenn es mal weniger nach Sommer, Sonne und Urlaub aussieht - ein bisschen Mittelmeerfeeling kann man sich immer ins Haus holen - vor allem in die Küche.

Rucola liebten die Menschen schon seit der Antike als Gemüse und Gewürz, aber auch - und das ist nicht weniger spannend - als Aphrodisiakum. Das wusste schon Ovid und dies hat sicherlich auch mit den Blüten der Rucolastaude zun tun, welche des Nachts einen wundervollen Duft verströmen, jedoch nicht am Tage.

Sein würziger Geschmack betört und ist sehr gesund. Rucola ist nämlich entgegen seines Löwenzahn-ähnlichen Aussehens ein Verwandter von Kren und Senf und teilt deren Eigenschaften antibakteriell zu wirken und im Körper große Reine zu machen - für mehr Energie.


Rucola Suppe

suppefür 4 Personen:

  • 1 Liter Milch
  • 1 Zwiebel
  • 200 g Rucola
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • 40 g Parmesan
  • eine Messerspitze Muskat

In einem Topf die Butter erhitzen und darin die kleingeschnittene Zwiebel dünsten. Mehl einrühren und anschwitzen, dann mit Weißwein aufgießen und glatt rühren. Unter ständigem Rühren jetzt die Milch hinzugeben und das Ganze aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und 20 Minuten unter weiterem Rühren kochen lassen. Die Sahne inzwischen halbsteif schlagen und den Rucola waschen. Beides dann zur Suppe geben, ebenso den Parmesan. Die Suppe dann noch mit dem Pürierstab pürieren und servieren.


Herkunft

RucolaHinter dem Rucola-Salat, wie wir ihn heute kennen verbirgt sich eine spannende Geschichte. Und zwar ist der Rucola auch in den deutschsprachigen Ländern heimisch und heißt hier Garten-Senfrauke. Schon die Germanen aßen gerne Rucola, und so fand die Rauke während der römischen Besetzungszeit in den Mittelmeerraum. Während der Rucola hierzulande eher in Vergessenheit geriet, da er aufgrund seines bitteren Geschmacks nicht sonderlich beliebt war – fand er in Italien Einzug in die Küche. Mit dem aufkommen zur internationalen und vor allem mediterranen Küche, fand er dann aber doch zurück auf deutsche und österreichische Teller, besonders in Kombination mit Balsamico-Essig und eher süßlich schmeckenden Saucen, die dem Salat so ein wenig Bitterkeit nehmen.

Rucola Pesto
(etwa 500 Gramm)

  • 200 g Rucola
  • 150 g Parmesan
  • 100 g Pinienkerne
  • 1 Bund Basilikum
  • 6 EL Olivenöl

In einer beschichteten Pfanne werden die Pinienkerne ohne Öl geröstet. Das gibt ihnen einen intensiveren Geschmack. Währenddessen kann man Rucola und Basilikum waschen und vermischt sie dann mit den restlichen Zutaten, um dann alles zu pürieren. Mit einer Prise Salz eventuell auch Pfeffer abschmecken, und dann entweder in ein Glas füllen oder zum sofortigen Verzehr noch einmal kurz in der Pfanne zu erhitzen (aber nicht kochen). Dieses Pesto schmeckt sehr gut auf Pasta oder auf gegrilltem, gewürztem Gemüse.


Pasta Rucola
Nudelnfür 4 Personen

  • 500 g Spaghetti
  • 300 g Cherrytomaten
  • 300 g Rucola
  • 100 g Schafskäse
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • ein paar Blätter frisches Basilikum und Oregano

 

Zuerst werden die Spaghetti zum Kochen aufgesetzt und al dente gekocht. Währenddessen kann man den Knoblauch schälen und fein hacken. In einer Pfanne wird dann das Olivenöl erhitzt und der Knoblauch darin angebraten. Das Öl kommt über die fertigen Spaghetti – Rucola, Kräuter und Tomaten werden gewaschen, klein geschnitten und darunter gemischt. Schon ist die Pasta fertig!

Nutzung

Rucola erinnert vom Geschmack her sehr an Kresse oder Walnüsse, weshalb er sehr gerne als Würzmittel, vor allem für Salate genutzt wird. Von dieser Nutzung her hat der Rucola auch seinen Namen bekommen, der aus der Toskana stammt, wo der Rucola eben häufig für Salate verwendet wird. Man darf aber dabei nicht vergessen, dass auch andere Gerichte hervorragend mit dem bitteren Kraut kombiniert werden können: Beispielsweise Pasta, Pesto aber auch Risotto und Ragout.


Lachs in Buttersauce mit Rucola
für 4 Personen

  • 500 g Lachsfilet
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 50 g Rucola
  • 3 EL Butter
  • 2 El Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Das Lachsfilet waschen und in 4 gleichgroße Portionen teilen. Salzen, pfefferen und in einer beschichteten Pfanne im Olivenöl garen. Dann warm stellen und währenddessen den Rucola waschen und klein zupfen. Das restliche Öl in der Pfanne mit Gemüsebrühe aufgießen und einkochen lassen. Dann die Butter einrühren und zergehen lassen. Jetzt kommen Rucola und der gehackte Knoblauch hinzu und werden mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abgeschmeckt. Dieses Gericht passt sehr gut zu Nudeln oder Reisbeilagen.


Salat mit Apfel und Rucola
aepfelfür 4 Personen

  • 500 g süße Äpfel
  • 500 g Rucola
  • 350 g Champignons
  • 50 g Walnüsse
  • 6 EL Zitronensaft
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 3 EL Walnussöl, 3 EL Raps- oder Maiskeimöl
  • 2 TL Honig
  • 1 TL Senf

Die Frühlingszwiebeln waschen und in Scheiben schneiden, ebenso wie Äpfel und Champignons. Den Rucola waschen und klein zupfen und währenddessen die Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Öl kurz anrösten. Zutaten gut vermischen und mit der Salatsauce übergießen, die wie folgt gemacht wird: Zitronensaft, Senf Honig und Öle mischen, mit Salz und Pfeffer würzen - fertig. So schnell geht's und schmeckt super zu knusprigem Brot oder auch Grillgerichten.


Rucola-Brot-Salat
für 4 Personen

  • 500 g Rucola
  • 1 altbackenes Baguette
  • 1 Schale Cherrytomaten
  • 1 Schuss Apfelsaft, Balsamico
  • 1 Knoblauchzehe
  • einige EL Olivenöl
  • frisches Basilikum, Oregano

Rucola waschen und klein zupfen, Tomaten waschen und würfeln. Das Baguette ebenfalls würfeln und mit gehacktem Knoblauch und einigen EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne knusprig anrösten. Aus Balsamico, Öl, Apfelsaft und den Kräutern ein Dressing anrühren und darüber geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und genießen.

Wer es gerne etwas ausgefallener mag, kann dazu auch Miesmuscheln mit Weißweinsauce ausprobieren.


RucolasalatZiegenkäsesalat
für 2 Personen

  • 100 g Ziegenkäse
  • 5 Scheiben Baguette
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Kopfsalat
  • 1 Handvoll Rucola
  • 1 EL Weißweinessig
  • einige kleingeschnittene Radicchio Blätter

Den Backofen/grill vorheizen und währenddessen die Salatsorten waschen, kleinzupfen und miteinander mischen. Auf einem Backblech die Baguettescheiben auflegen und über jedes je eine Scheibe Ziegenkäse geben. Diese werden im Ofen überbacken, bis der Käse schmilzt. Für das Dressing Öl und Essig mischen und gut mit dem Salat vermengen. Salzen, pfeffern, mit den Baguettescheiben belegen und genießen!


Shina Edea


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