Betreut von Leilani

Chinakohl

Welches Gemüse passt gut in die kalte Jahreszeit, kann auch ohne weite Reisewege aus regionalem Anbau genossen werden und ist vor allem gesund? Der Chinakohl ist eine passende Antwort auf diese Frage.

Bereits im 5. Jahrhundert soll man in China den Chinakohl gekannt und kultiviert haben. Das Gmüse mit dem Namen „Bai-Tsai“, was auf deutsch soviel wie „weißes Gemüse“ bedeutet, kam erst Anfang des 20. Jahrhunderts nach Eurpa, wo wir es seitdem kennen und gerne auch im Winter genießen, da man ihn hauptsächlich im Spätherbst erntet.

Auch wenn man ihn vom Namen her eigentlich zu den Kohlarten zählen würde, ist der Chinakohl eigentlich gar kein Kohl, sondern eine Salatpflanze – und kann deshalb auch als Salat und somit roh gegessen werden. Außerdem braucht der Chinakohl nicht lange geschmort zu werden, da seine Blätter sehr weich sind. Er eignet sich hervorragend für Dampf-gerichte oder schnelle Wok-Speisen.


Chinakohl-Taschen

für 4 Personen

  • 8 große Chinakohlblätter (ergibt 8 Taschen)
  • 25 g Bambussprossen
  • 4 gehackte Frühlingszwiebeln
  • 2 in Scheiben geschnittene Maiskölbchen
  • 2 TL Sojasauce
  • 1 geschnittene Selleriestange
  • 1 geriebene Karotte
  • 1 gehackte Knoblauchzehe
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 1 TL Sesamöl

Die Chinakohlblätter in heißem Wasser einige Minuten lang einweichen lassen, damit sie weich werden. Währenddessen kann man das übrige Gemüse vorbereiten und gut vermischen. Dann werden die Chinakohlblätter mit je 1-2 EL der Gemüsefülle belegt und zusammengerollt. Mit Zahnstochern kann man die Taschen fiieren, damit sie nicht wieder auf gehen. Am besten steckt man die Zahnstocher dazu durch die dichten weißen Äste in der Blattmitte. Die fertigen Taschen werden in einen Dampftopf gelegt oder in einen Bambustopf, welchen man in eine Pfanne mit etwas Wasser setzt. Den Deckel des Topfs schließen und das Wasser in der Pfanne zum Kochen bringen, damit Wasserdampf entsteht, welcher die Taschen im Topf gar kocht. Aber Achtung, das Wasser muss rechtzeitig immer wieder nachgefüllt werden, damit der Topf nicht auf der heißen Pfanne sitzt.

Wer keinen Dampftopf hat, kann die Taschen auch im Wok anbraten. Zwar habe ich es selbst noch nicht versucht, denke aber, dass es sicherlich lecker schmecken wird.

Eine Variation zur oben genannten Fülle besteht darin die Karotten mit Zwiebel und Knoblauch, Paprika oder Kichererbsenpüree zu füllen, oder aber auch mit etwas fleischlichem. Die Vielfalt auszuprobieren ist spannend und macht zudem noch enormen Spaß, da die Zubereitung der Taschen keine Hexerei ist, schnell funktioniert und man dazu keinen Teig vorbereiten muss.


Chinakohl mit Lauch-Sahne

für 4 Personen

  • 500 g Chinakohl
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 4 TL Wasser
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Stangen Lauch
  • 2 EL Sahne oder auch Joghurt
  • 2 EL Erdnussöl
  • 2 TL Speisestärke
  • 1 EL Sojasoße
  • 1 EL frische gehackte Korianderblätter

Den Chinakohl waschen, in kleine Streifen schneiden und in Wasser kochen. In einem Wok das Öl erhitzen, und den abgetropften Chinakohl, den geschnittenen Lauch, sowie Knoblauch hinzugeben und unter Rühren einige Minuten anbraten lassen. Mit der Gemüsebrühe wird das Gemüse nun abgelöscht und mit Sojasauce abgeschmeckt. Den Wok abdecken und bei geringer Hitze 10 Minuten kochen lassen. Das Gemüse wird nun mit inem Schaumläffel aus der Brühe gehoben und beiseite gestellt. Die restliche Brühe wird weiter gekocht, bis sie etwas zur Hälfe eingekocht ist. Die Speisestärke nun separat mit den 2 TL Wasser vermischen und in die Brühe einrühren. Unter ständigem Rühren auf höherer Stufe aufkochen, bis die Brühe merklich dicker wird. Dann das Gemüse wieder hinzugeben, die Hitze erneut reduzieren und die Sahne einrühren. Das Gemüse sollte dann bald vom Herd genommen weren, damit die Sahne nicht verklumpt. Auf einem Teller anrichten und mit dem frischen Koriander bestreuen.


Peking-Enten-Suppe
für 4 Personen

  • 850 ml Hühner oder Gemüsebrühe
  • 220 g Chinakohl
  • 200 g (Peking)enten-fleisch
  • 2 zerdrückte Koblauchzehen
  • 1 EL Reiswein
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 Prise Sternanis
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 EL Sesamkörner
  • 1 EL frische Petersilie

Diese Suppe eignet sich hervorragend dazu Reste von chinesischem Essen oder Entenfleisch zu verwerten. Das Entenfleisch wird in Würfel geschnitten, während die Brühe in einem Topf erhitzt wird. Reiswein (wahlweise auch trockener Sherry) und Entenfleisch kommen nun gemeinsam mit dem Chinakohl in die Suppe. Alles gut verrühren und bei mittlerer Stufe eine Viertelstunde kochen lassen. Dann Knoblauch und Sternanis hinzugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist – oder weniger, wenn es sich um bereits gekochte Reste handelt. In einem Wok dann extra die Sesamkörner ohne Öl oder Fett ein wenig anbraten, damit sein Geschmack intensiver wird. Der Sesam wird gemeinsam mit Sesamöl und der frischen Petersilie in die Suppe eingerührt und schon ist sie fertig, um gegessen zu werden.


Shina Edea


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