Maroni für die kalten Tage

Noch erfreuen wir uns zwar an mehr oder minder schönem Spätsommerwetter, nichts desto Trotz färben sich bereits die Blätter und auch die Stacheligel auf den Kastanienbäumen sind schon mehr als deutlich zu erkennen.

Maroni oder KastanienSie ist schon fast angebrochen - die Maroni und Kastaniensaison. Genau das richtige, wenn´s kälter wird - und nicht nur gebraten.

Maronisuppe - für 4 Personen

  • 500 g gebratene Kastanien (die Kastanien kann man auch selbst im Backrohr braten, dazu schneidet man sie auf der runden Seite ein und lässt sie etwa 15 Minuten bei ca. 200 Grad im Rohr.)
  • 2 Schalotten
  • 100 g Sahne
  • 1 L Brühe
  • 2 EL Butter
  • je nach Geschmack etwas Sauerrahm

Die Schalotten würfeln und in einem Topf mit Butter anbraten, bis sie goldgelb sind. Die Kastanien währenddessen klein würfeln und zu den Schalotten in die Pfanne geben. Man lässt dies etwa 10 Minuten dünsten und löscht die Mischung dann mit der Brühe ab. Salzen, pfeffern und eventuell auch noch mit anderen Gewürzen abschmecken - Rosmarin passt beispielsweise sehr gut. Wer´s gern scharf mag, kann auch Chili hinzugeben. Die Suppe wird dann aufgekocht und etwa 20 Minuten köcheln gelassen. Sobald die Kastanien weich sind kann man die Suppe mit dem Pürierstab pürieren und schmeckt dann mit der Sahne ab. Zum Garnieren oder für den Extra Geschmack kann man einen Klecks Sauerrahm hinzugeben.


Kastaniengulasch - für 4 Personen

  • 500  g Rindfleisch
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 300 g Kastanien
  • 150 ml Rotwein
  • 100 g magere Speckwürfel
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • 1 Zwiebel
  • Eine Prise Muskat

Die Kastanien wieder einschneiden und im Backrohr bei 200 Grad 15 Minuten aufbacken. Dann werden sie geschält, genauso wie die Zwiebeln. Die Zwiebel hacken und das Fleisch in Stücke schneiden. In einem Topf etwas Öl aufsetzen und darin den Speck anbraten. Danach den Speck wieder herausgeben und stattdessen das Fleisch darin anbraten. Die Zwiebeln dazugeben und ebenfalls kurz mit braten. Dann gut würzen mit Lorbeer, Salz und Pfeffer. Jetzt kommen auch die Speckwürfel wieder dazu und das Ganze wird mit Rotwein aufgegossen. Zu guter letzt kommt die Brühe nach und nach dazu. Bei mittlerer Hitze lässt man das Gulasch gut eindicken und sollte dabei immer mal wieder etwas Wasser aufgießen, damit es nicht zu dick wird. Der beste Indikator dafür, ob das Gulasch schon fertig ist, ist der Geschmack. Also ruhig immer wieder kosten!  Kurz bevor das Gulasch fertig ist, kommen die Maroni hinzu und werden noch etwa 10 Minuten mit gekocht. Dann kann man auch schon abschmecken, nachwürzen und etwas Muskat zugeben und fertig ist das Gulasch.


Kastanienrisotto mit Pilzen – für 4 Personen

  • 300 g Reis
  • 200 g frische Steinpilze
  • 300 g Kastanien
  • 1 L Gemüsebrühe
  • 150 ml Rotwein
  • 50 g Speck
  • 1 Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt

Die Kastanien kann man hier wie gewohnt im Backrohr braten (siehe erster Teil). Fürs Risotto bietet sich aber auch an, die Kastanien zu kochen. Dazu schneidet man wieder die Schale der Kastanien ein und kocht sie in gesalzenem Wasser zirka 20 Minuten, bis sie weich sind. Wenn die Kastanien fertig sind, werden sie geschält und in kleine Stücke geschnitten, ebenso wie die Steinpilze, der Speck und die Zwiebel.

In einer Pfanne wird dann etwas Butter erhitzt und darin brät man den Speck kurz an. Dann die Zwiebel, Pilze, den Lorbeer und die Kastanien zugeben und kurz anbraten. Jetzt kommt der rohe Reis hinzu und wird wiederum kurz angebraten. Dann wird das Ganze mit dem Rotwein abgelöscht und man gibt langsam etwas Brühe hinzu, die der Reis dann aufnehmen kann. Die restliche Brühe wird immer nach und nach mit einer Suppenkelle dazu geschöpft. Der Reis soll genug Zeit haben die Brühe aufzunehmen, bevor man einen neuen Löffel  hinzu gibt. Wichtig ist auch hier wieder das Kosten. Der Reis ist fertig, sobald er die passende Konsistenz erreicht hat. Dann muss man das Risotto nur noch vom Herd nehmen und kann nach Geschmack mit Parmesan oder einer einem Stück Butter abschmecken.


Gnocchi mit Kastanien - für 4 Personen

  • 300 g Kastanien
  • 250 g Kartoffeln
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 50 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Knoblauchzehe

Die Kastanien werden wie gewohnt quer eingeschnitten und 15 Minuten im Backrohr bei 200 Grad gebacken. Währenddessen kann man die Kartoffeln schälen und würfeln, ebenso wie die Knoblauchzehe. Dann erhitzt man die Brühe und kocht darin die Kartoffeln mit dem Knoblauch weich - auch die geschälten Maroni können nochmal hinzugegeben werden und werden dadurch noch weicher. Nach der Kochzeit wird alles püriert und mit Salz gewürzt. Jetzt kommen auch das Mehl und das verquirlte Ei dazu und es entsteht beim Umrühren ein fester Teig, den man zu Gnocchi formen oder rollen kann. Die Gnocchi werden dann nochmals in kochendes Salzwasser gelegt. Fertig sind sie dann, wenn sie an die Oberfläche des Wassers steigen - dann kann man sie auch bequem abschöpfen und abtropfen lassen.

Mit Kastanien kann man nicht nur deftige, sondern auch verführerisch süße Speisen zubereiten, wie beispielsweise diese


Kastaniencreme - für 6 Personen

  • 200 g Kastanienpüree (bei Experimentierfreude kann man auch Kastanienreis versuchen)
  • 3 Blatt Gelatine
  • 2 Dotter
  • 30 g Zucker
  • 200 ml Milch
  • 200 ml Sahne
  • eine halbe Vanilleschote

Die Milch erhitzt man in einem Topf und lässt die ausgekratzte Vanilleschote darin aufkochen. Dann nimmt man alles vom Herd und lässt es kurz ziehen. Inzwischen kann man bereits die Gelatine nach Anleitung einweichen und die beiden Dotter gemeinsam mit dem Zucker zu einer cremigen Masse schlagen. Die Milch wird nochmals aufgekocht und unter ständigem Rühren zum Eigemisch gegeben. Das Eigemisch kommt dann nochmals in den Topf und wird weiter erhitzt, aber nicht gekocht. Das ist wichtig, damit die Creme später gut bindet und nicht zerfließt. Sobald die Creme heiß ist, wird die Gelatine darin aufelöst. Das Ganze dann in kleine Schüsseln füllen und abkühlen lassen. Währenddessen wird die Sahne steif geschlagen, die nun mit dem Kastanienpüree unter die Creme gerührt wird. Die Creme sollte dann in den Kühlschrank gegeben werden, da man sie am besten gut gekühlt servieren sollte. Eine gute Beilage sind fruchtige Soßen, wie zum Beispiel gemischte Beeren.


Shina Edea


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