Betreut von Leilani
Die große Covenküche   Teil IV

Leckeres für viele Leute muss nicht schwierig zu kochen sein.

Blutzeit

An Samhain wird allgemein das Sterben des alten Jahres gefeiert, aber auch aus der agrikulturellen Sicht ist dieses Fest ein Blutfest – denn an Samhain zeigte sich wie viel Nahrung schlussendlich geerntet worden war und ob es für alle Tiere ausreichte, um sie über den Winter zu bringen  oder nicht – und man somit schlachten musste. An Samhain dreht sich also alles ums Fleisch, um das Opfer nicht nur der Götter – sondern auch der Tiere. Die Mahlzeiten sind jetzt nicht ohne Grund oft schwer und fett, denn Samhain ist das Fest, an dem vor dem kargen Winter noch einmal richtig zugelangt werden soll, mit dem Hintergedanken etwas an Körperfett  für die Winterzeit anzusetzen.  Auch wenn das heutzutage vielleicht eher unüblich ist.

 

Kürbissuppe mit Chili
Zutaten für 4 Personen

  • 300 g Rotfleischiger Kürbis
  • 200 g Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 2 kleine rote Chilischoten
  • 1 ½ l Gemüsebrühe
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Koriander

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Den Kürbis schälen, ausnehmen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Karotten putzen, schälen, waschen und in Ringe schneiden.  Dann werden die Chilis gewaschen, halbiert und entkernt, bei sehr scharfen Chilis empfiehlt es sich Handschuhe zu tragen, da der Kontakt mit Chiliölen auf den Schleimhäuten (Augen, Nase, Mund) sehr schmerzhaft sein kann. Anschließend wird der Knoblauch geschält und gehackt. Das alles wird nun in etwas Sonnenblumenöl in einer Pfanne angebraten und mit Gemüsebrühe abgelöscht. Die Suppe wird dann aufgekocht, bis das Gemüse gar ist und dann mit dem Pürierstab zerkleinert. Die Suppe kann man noch auf der heißen Platte stehen lassen, damit sie nicht auskühlt. Währenddessen den Koriander waschen, die Blätter abzupfen und hacken. Den Koriander gemeinsam mit 2 EL Sonnenblumenöl und einer Prise Salz pürieren, dann nochmals 2 EL Sonnenblumenöl zugeben. Die Kürbissuppe würzen, anrichten und mit einem Klecks Korianderöl garnieren. Statt dem Koriander kann man natürlich auch Kürbiskernöl benutzen, ganz nach Geschmack.

 

Milzschnittensuppe
Zutaten für 4-6 Personen

  • 1 L Rindersuppe
  • 1 Laib Weißbrot
  • 100 g Milz (Rind)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Bund Petersilie
  • Thymian oder Majoran
  • 50 g Butter
  • 1 Ei
  • 2-3 EL Semmelbrösel
  • Schnittlauch

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Etwas Butter in einer Pfanne zergehen lassen. (Darin kann man je nach Geschmack auch eine Zwiebel anbraten.) Die ausgeschabte und in Streifen geschnittene Milz hinzugeben, mit Gewürzen und Kräutern vermischen und das Ei darüber schlagen. Alles gut verrühren und dann mit den Semmelbröseln binden. Die Masse auf Weißbrotschreiben streichen und in der restlichen Butter heraus backen oder im Backrohr überbacken. Die Weibrotschreiben werden dann in Streifen geschnitten und in Rindsuppe serviert. Da die Schnitten in der Suppe jedoch sehr schnell aufquellen und weich werden, sollte man dies erst kurz vor dem Servieren tun.

 

Rote Beete Risotto
Zutaten für 4 bis 6 Personen

  • 350 g Reis
  • 220 ml fruchtiger Rotwein
  • 150 g getrocknete Preiselbeeren oder Sauerkirschen
  • 1 ½ l Gemüsebrühe
  • 4 gekochte rote Beete aus dem Glas
  • 2 Stangen Sellerie
  • 2 EL gehackter Dill
  • 2 EL gehackter Schnittlauch
  • 1 Prise getrockneter Thymian
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe

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In einem großen Topf den Wein erwärmen und darin die Preiselbeeren oder Sauerkirschen ein paar Minuten lang aufkochen und dann vom Herd nehmen.  Zwiebel und Sellerie hacken und gemeinsam mit dem Thymian in einer Pfanne in Öl andünsten. Den Knoblauch zugeben, sowie den rohen Reis. Nach und nach gibt man jetzt die Brühe dazu (ca. ein Schöpflöffel voll) und wartet immer, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat, bis man mehr Brühe nachgießt. Der Reis sollte dazwischen nicht austrocknen. Der Vorgang kann ein bisschen dauern, aber nur so kann man sichergehen, dass der Reis schlussendlich noch Biss hat. Wichtig ist dabei natürlich immer wieder zu probieren, ob der Reis schon gut durch ist. Wenn man etwa die Hälfte der Brühe eingegossen hat, kann man die Sauerkirschen mit der Hälfte des Weins und der geschnittenen roten Beete zugeben. Dann bis zum Ende die Brühe und den Wein zugießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, danach mit Salz und Pfeffer sowie den Kräutern abschmecken. Wer mag, kann das Risotto auch noch mit Parmesan abschmecken.

 

Kürbisrisotto
Zutaten für 6 Personen

  • 500 g Kürbisfleisch
  • 350 g Reis
  • 300 g milder Blauschimmelkäse
  • 50 g Butter
  • 50 ml weißer Wermut (am besten trocken)
  • 1 ½ l Hühnerbrühe
  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Zitronensaft
  • Eine Priese Salbei

 

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In einer Pfanne die Butter mit 2-4 EL Olivenöl zergehen lassen. Den gewürfelten Kürbis hinein geben, mit Salz und Pfeffer würzen, Salbei und eine gehackte Knoblauchzehe hinzugeben  und das ganze 10 Minuten im Ofen rösten lassen. Nach dem Herausnehmen wird die Hälfte der Kürbiswürfel mit dem Zitronensaft vermischt, püriert und dann wieder zum restlichen Kürbis gemischt. Dann in einem Topf die Schalotten und die andere Knoblauchzehe glasig dünsten und den rohen Reis zugeben. Nach kurzem andünsten mit Wermut ablöschen und eine Kelle der Brühe hinzugeben. Unter ständigem rühren immer wieder mit Brühe aufgießen, bis der Reis die gewünschte Bissfestigkeit hat. Zum Schluss Kürbis und Käse unterrühren. Wer mag kann auch hier noch mit Parmesan nachwürzen.

 

Schmorfleisch mit Bier
Zutaten für 4 Personen

  • 3 Zwiebeln
  • 1 kg Rinderschmorfleisch
  • 300 ml Starkbier (z.B. Bockbier)

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Den Backofen auf 150 Grad vorheizen und währenddessen die zwiebeln in etwas Öl in einer Pfanne glasig dünsten. Die Zwiebeln aus der Pfanne nehmen und im Öl kurz das Fleisch von allen Seiten anbraten. Eine Auflaufform bereitstellen und mit der Hälfte der Zwiebeln auslegen. Dann das Schmorfleisch hineinschickten, salzen und pfeffern. Das Fleisch wird mit den restlichen Zwiebeln bedeckt und mit Bier übergossen. Dann kommt das Ganze in den Ofen und muss dort ca. drei Stunden garen, bis das Fleisch zart ist. Als Beilage passt Schwarzbrot oder aber auch Reis.

 

Hirsch-Steak mit Johannisbeersauce
Zutaten für 4 Personen

  • Ein Steak vom Hirsch pro Person
  • 2 EL rotes Johannisbeergelee
  • 150 g Creme fraiche
  • 25 g Butter

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Die Butter mit 1 EL Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und darin bei hoher Temperatur die Hirschsteaks von jeder Seite anbraten. Dann das Fleisch aus der Pfanne nehmen und warm stellen. In die Pfanne dann 2 EL Wasser geben und mit einem Kochlöffel den Bratensatz vom Boden lösen und verrühren. Hinzu kommen dann das Johannisbeergelee, die Creme fraiche sowie Salz und Pfeffer - alles zusammen wird kurz aufgekocht. Beim Servieren werden die Steaks dann mit der Soße übergossen. Sehr gut passen dazu grüner Spargel oder auch Kartoffeln und Knödel.

 

Lamkoteletts mit Zitrusfrüchten
Zutaten für vier Personen

  • 8 Lammkoteletts
  • 4 EL geriebene Orangenschale
  • 4 EL gerieben Zitronenschale
  • 1 Knoblauchzehe
  • Orangenspalten zum Garnieren als Beilage

 

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Mal wieder was für den Backofengrill – Grill vorheizen und in einer Schale den gehackten Knoblauch mit 1 EL Olivenöl, der Orangen- und Zitronenschale, Salz und Pfeffer vermischen. Die Lammkoteletts mit der Mischung bestreichen, auf den Grillrost legen und einen Fettauffangbehälter unterstellen. Dann die Koteletts von jeder Seite 5 Minuten grillen. Als Hauptspeise sollte man die Koteletts auf jeden Fall mit einer Beilage wie etwa Reis servieren, da die Koteletts meist recht mager sind.

 

Weinnudeln
Zutaten für 4-6 Portionen

  • 1 l Milch
  • ½ l Grieß
  • 2-3 Eier
  • ½ lL Glühwein
  • Butter oder Schmalz

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Die Milch salzen und aufkochen lassen. Den Grieß einrühren, aufquellen lassen und dann zum abkühlen vom Herd nehmen. Danach werden die Eier in die Masse eingerührt. Aus diesem etwas festeren Gemisch werden nun daumengroße Nudeln gerollt (natürlich kann man die Masse auch auswalken und dann in Schnitten schneiden).  Ein wenig Fett erhitzen (man braucht hier wirklich nicht sehr viel – es reicht, wenn die Nudeln bis zur Hälfte darin liegen) und darin die Nudeln rundherum goldbraun backen. Danach die Nudeln im Teller aufschichten und mit heißem Glühwein übergießen. Wer´s lieber weniger alkoholisch mag, kann den Glühwein auch mit diversen Fruchtsäften verdünnen.

 

Beschwipste Pflaumen
Zutaten für 4 Personen

  • 300 ml Rotwein
  • 8 feste rote Pflaumen
  • 4 EL Creme fraiche
  • 4 Kardamomkapseln
  • 3 gehäufte EL brauner Zucker
  • 1 Zimtstange
  • 1 Prise gemahlene Nelken

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Den Rotwein in einen Topf geben und mit braunem Zucker, der Zimtstange, dem zerdrückten Kardamom und dem Nelkenpulver aufkochen lassen. Dabei immer wieder gut umrühren, damit nichts ankocht. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, kommen die halbierten und entsteinten Pflaumen hinzu und werden nochmal einige Minuten köcheln gelassen. Danach wird das Ganze vom Herd genommen und man lässt es auskühlen. Die Pflaumen kann man währenddessen schon in Dessertschalen anrichten, mit Sauce übergießen und einem Löffel Creme fraiche verfeinern.

Mit diesen Rezepten  wünschen wir ein schönes Samhain Fest.  Kommt gut durch die dunkle Zeit.    


Shina Edea


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