Die große Covenküche   Teil III

Leckeres für viele Leute muss nicht schwierig zu kochen sein.

Die Ernte beginnt

An Lammas oder Lughnasad beginnt die Ernte, dies ist der erste von drei Erntesabbaten. Nun  werden Feldfrüchte und Korn geerntet, weshalb sich die herbstlichen Kochtöpfe um Körner, Knollen und Hülsenfrüchte drehen.

Maissuppe  
Zutaten für 4-6 Personen:

  • 3 große Tomaten
  • 2 Maiskolben oder 2 Dosen Mais
  • 1 L Rinderbrühe
  • 1 Karotte
  • 1 gekochte Kartoffel
  • 1 Zwiebel
  • ¼ Kopf Weißkohl
  • 1 Prise Kreuzkümmel
  • 1 Prise mildes Chilipulver
  • 1 Prise Paprikapulver
  • 2 EL frischer Koriander
  • 200 g Rindfleisch

Mais
Foto © dido-ob pixelio.de

Das Rindfleisch gut durch kochen. Wer keine Rinderbrühwürfel verwenden möchte oder zuhause hat, kann das Kochwasser vom Rindfleisch als Brühe benutzen.  Währenddessen das Gemüse würfeln und die Maiskolben in große Stücke schneiden. Die Brühe gemeinsam mit der Karotte, den Tomaten, Zwiebeln, Kartoffeln und Kohl in einen großen Topf geben und aufkochen. Das Ganze dann köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Den Mais hinzugeben und mit Chili, Paprikapulver und Kreuzkümmel würzen. Das Rindfleisch in Stücke schneiden, zur Suppe geben und nochmals kurz  aufkochen. Die fertige Suppe mit Koriander garnieren. Wer mag, kann auch Salsa dazu essen, die passt nämlich hervorragend.

Linsen Reis Topf
für 4 Personen

  • 220 g rote Linsen
  • 1 L Gemüsebrühe
  • 100 g Langkornreis
  • 150 ml trockener Weißwein
  • 1 Stange Lauch
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Dose Tomaten
  • Je 1 TL Kreuzkümmel, Chilipulver und Garam Masala
  • 1 rote Paprika
  • 100 g Brokkoli
  • 10 kleine Maiskolben aus dem Glas
  • 1 EL frisches Basilikum
  • 50 g grüne Bohnen

 

Linsen
© mara.l pixelio.de

Linsen und Reis in einem Topf mit Brühe und Weißwein 20 Minuten kochen lassen. Lauch, Tomaten, Bohnen,  Knoblauch, Paprika und Brokkoli schneiden und hinzugeben. Die kleinen Maiskolben halbieren und ebenfalls hinzugeben. Mit Kreuzkümmel, Chilipulver und Garam Masala würzen. Die Suppe aufkochen und 10-15 Minuten kochen lassen. Dann mit Pfeffer und Salz sowie Basilikum abschmecken und servieren.

Kartoffel-Mais Topf für vier

  • ½ kg Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 400 ml Fleischbrühe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 Scheiben Speck
  • 1 Dose Mais
  • 1 kleine Dose Kidneybohnen
  • 250 g Champignons
  • 2 Würstel

Kartoffeltopf
© helga7 pixelio.de

Die Kartoffeln waschen,  weichkochen und schälen. Etwas Butter in einem Topf zerlassen und die kleingeschnittene Zwiebel, den Knoblauch und Speck darin anrösten. Die Brühe mit Tomatenmark vermischen und hinzugeben, sobald die Zwiebel goldbraun geworden ist. Gut umrühren, damit sich das Tomatenmark gut auflöst. Mais und Kidneybohnen zur Brühe geben. Die Kartoffeln würfeln und ebenfalls hineingeben.  Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz garen lassen. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die Würstchen werden ebenfalls geschnitten und zur Suppe gegeben. Nochmals kurz aufkochen lassen, abschmecken und servieren.

Hummus
ergibt etwa 700 Gramm

  • 200g getrocknete Kichererbsen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 ½ EL Tahina (Sesampaste)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 7 EL Olivenöl

Kichererbsen
© cameraobscura pixelio.de

Die Kichererbsen nach Anleitung auf der Packung einweichen lassen. Normalerweise müssen die Kichererbsen etwa 12 Stunden im kaltem Wasser eingeweicht werden, bis man sie verkochen kann. Nach dem Einweichen das Wasser abgießen und die Kichererbsen in doppelt so viel Wasser aufkochen. Wenn beim Kochen Schaum entsteht, sollte man diesen immer wieder abschöpfen. Das Ganze nun etwa eine Stunde köcheln lassen, bis die Erbsen weich sind. Die Erbsen abgießen und ein bisschen Kochwasser im Topf lassen. Olivenöl, Knoblauch, Tahina und Zitronensaft pürieren und nach und nach die Kichererbsen hinzugeben und mit pürieren. Wenn die Paste zu dick wird, etwas Kochwasser hinzugeben. Vor dem Essen im Kühlschrank kalt stellen und mit Fladenbrot genießen.

Tarpl
für 4-6 Personen

  • ¾ kg Kartoffeln
  • ½ kg Mehl
  • Salz
  • Fett zum Rösten

 

Ähren
© skyrat pixelio.de

Die Kartoffeln weich kochen und dann schälen. Nachdem man die Kartoffeln etwas abkühlen gelassen hat, werden sie (zwischen den Fingern oder mit einer Reibe) zerkleinert. Dann mischt man sie mit Salz und Mehl und backt alles im heißen Fett an, bis es goldbraun ist.  Zum Tarpl wird meistens Milch oder Buttermilch, aber auch Apfelmus gegessen.

Rotweinkotelett
für 4 Personen

  • Ein Schweinekotelett pro Person
  • ¾ kg Kartoffeln
  • 1 EL Koriandersamen
  • 400 ml Rotwein

Weinstock
© DominoXL pixelio.de

Das Fett von den Koteletts abschneiden und  in einer Pfanne auslassen. Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und darin 20 Minuten lang anbraten, bis sie goldbraun sind. Die Koteletts nun ebenfalls 10 Minuten im Fett anbraten, bis sie gut gebräunt sind. In einem Schmortopf Koteletts und Kartoffeln aufschichten, die zerdrückten Koriandersamen darüber geben und mit Wein aufgießen. Das Ganze etwa 40 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch zart und  gar ist.

Ente in Honig
für vier Personen

 

  • 4 Entenbrüste ohne Haut
  • 4 EL Sojasauce
  • 2 EL Honig
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 kleiner Chinakohl

 

Waben
© angieconscious pixelio.de

Die Sojasauce in einer Schüssel mit Honig verrühren. Die Entenbruststücke in kleine Streifen schneiden und in der Honigmarinade wenden.  In einem Wok das Öl erhitzen und die Entenstücke darin anbraten. Wenn das Fleisch rundum braun gebraten ist, die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln hinzugeben und ebenfalls anbraten. Jetzt den Chinakohl in Streifen schneiden und alles einige Minuten anbraten, bis das Fleisch gar ist. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und servieren.

Falafelburger
für 4 Personen

  • 800 g Kichererbsen
  • 6 EL Mehl
  • 2 TL Koriander und Kreuzkümmel
  • 1 Zwiebel
  • Saft und Schale einer Limette

 

Falafelzutaten
© filastockphoto  pixelio.de

Die Kichererbsen gemeinsam mit der geschnittenen Zwiebel und Limettenschale zu einer Paste mixen. Aus dieser Paste werden dann 4 Burger geformt, die anschließend in dem Teller mit Mehl gewälzt werden.  In einer Pfanne Öl erhitzen und die Burger darin abraten bis sie knusprig und goldgelb sind. Sehr gut passen dazu Basilikum und Tomaten, auch als Tomatensalsa.

Lavendeleis ohne Eismaschine
für 6 bis 8 Portionen

 

  • Die Blüten von 13 Lavendelstängeln
  • 6 Eigelb
  • ½ L Milch
  • 150 g Zucker oder Lavendelzucker
  • 250 g Doppelrahm/Creme double
  • 5 Tropfen Vanillearoma

 

Lavendel
© JuniperBerry pixelio.de

Die Lavendelblüten vom Stiel zupfen und braune Knospen dabei aussortieren. Die Blüten waschen und beiseite stellen. Eigelb und Zucker werden jetzt mit dem Mixer zu einer Creme geschlagen. Milch, Creme double und Vanillearoma kommen zusammen in einen Topf und werden bei mittlerer Hitze zum Kochen gebracht. Die heiße Milchmischung wird dann zur Eigelbcreme gegossen. In einem Topf nun ein 2-3 cm hohes Wasserbad zum köcheln bringen und die Schüssel mit der Creme so ins Wasserbad stellen, dass der Boden der Schüssel das Wasser nicht berührt und nur vom Wasserdampf erhitzt wird. Die Masse muss man nun so lange rühren, bis sie klebrig wird und am Löffel haften bleibt. Dann wird das Ganze vom Herd genommen und die Lavendelblüten werden eingerührt. Damit sich das Lavendelaroma auf das Eis absetzen kann, lässt man es zwei Stunden ruhen und siebt dann die Lavendelblüten wieder aus der Masse. Jetzt wird endlich Eis draus – man gibt die Mischung in eine Tiefkühldose und stellt es ins Gefrierfach. Viermal sollte man jede halbe Stunde einmal umrühren, um die Eiskristalle zu lösen. Jetzt ist das Eis fertig und damit es schön cremig wird, kann man während dem Hauptgang (10 bis 20 Minuten) in den Kühlschrank stellen, damit es ein bisschen abtaut.

Mit diesen Rezepten seid ihr für Lammas oder Lughnasad hoffentlich gerüstet – wir wünschen ein schönes Fest und einen guten Appetit.


Ende Teil III


Fledermaus & Shina Edea


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