Die große Covenküche   Teil I

Allgemeines

Viele Zirkel oder Coven, die gemeinsam arbeiten, essen nach Ritualen oder Treffen auch noch gemeinsam.  Vielfach aus den unterschiedlichsten Gründen… 

gemeinsames Essen ist geselliger
es erdet uns nach getaner Arbeit
wir haben noch einmal die Möglichkeit über soeben Erlebtes zu reflektieren
oder wir habn auch  endlich Zeit  uns über alltägliche Dinge auszutauschen

Viele Coven handeln, die Thematik der Speisenzubereitung unterschiedlich ab, da es keine allgemein gültige Regel gibt. Oft kocht die Hohepriesterin, oder ein bestimmtes Mitglied der Gruppe oder es wird immer abgewechselt. So unterschiedlich die Gruppen sind, so unterschiedlich ist die Handhabung der Speisenzubereitung.
Doch warum ist es ist so wichtig für einen Zirkel zu kochen? Oder was ist gerade die besondere Herausforderung? Na ja, es sollte allen schmecken, es sollte etwas Sättigendes auf mehreren Ebenen sein, und nichts all zu Kompliziertes, also die perfekte Balance zwischen immer nur Pasta und einem 3-Gänge Menü für gute Freunde. Klar ist, dass es keine einfache Aufgabe ist, denn es müssen immer mehrere Mäuler gestopft werden, und es sollte nichts zu Aufwendiges sein, da man meist nach zwei Stunden des Ritualisierens mächtigen Kohldampf hat,  und man ganz sicher nicht noch extra lange in der Küche stehen  möchte. Deswegen sind meist Dinge die schnell gehen oder sich gut vorbereiten lassen der Renner!
Nur wie sieht das dann in der Praxis tatsächlich aus???
Je nachdem wie große der Coven ist und aus welchen Menschen er besteht, bietet er eine andere Herausforderung, für den Kochdienst. Ob knapp bei Kasse, lauter  Veganer mit dir als einzigem Fleischesser, oder  drei Milch- und ein Nussallerigker  mit von der Partie sind –  es gibt immer eine Möglichkeit ein gutes Essen zuzubereiten, das allen schmeckt und es muss auch gar nicht teuer sein und schwierig schon gar nicht. In der Reihe „Die große Covenküche“ möchten wir euch verschiedene Rezepte vostellen, die billig sind, nicht zu viel Aufwand bedeuten und locker eine große Menge an Leuten satt machen, natürlich passend zur Jahreszeit mit frischen Zutaten der Saison.


Allgemeine Strategien

Natürlich kann man sich vorab einiger kleiner Tricks bedienen, mit denen man die manchmal ungeliebte Aufgabe zum großen Essenkochen lustvoller und interessanter gestalten kann, und somit diesem Akt der Vorbereitung mit Spaß und Freude entgegen treten kann.  Die ist auch eine gute Methode, damit alle  das große Festmahl  wirklich gemeinsam  genießen können und ihm somit die Wichtigkeit zukommen zu lassen, die es verdient hat und für die es eigentlich steht. Das Essen im gemeinsamen Kreis der zweiten Familie, der Nachklang vom Ritual, die Erdung, um alle wieder auf den Boden zu holen und die Chance in gemütlicher Atmosphäre allgemeine Dinge zu klären, die für den Coven wichtig sind.  Was für Wege gibt es also noch das alles zu begehen ohne große Kochen zu müssen?


Strategie Nummer 1: Jagen und Sammeln
Jagen und Sammeln sind Urmuster der menschlichen Ernährung. Was liegt also näher als das Ritualessen damit zu verbinden? Dazu sammelt jeder das Essen nach seiner persönlichen Vorliebe oder man delegiert Aufgabengruppen und versammelt sich zum Abschlussessen vor einem Raclette, Fondue, einer Quesadillamaschine und Co, wo auch viele Leute gemeinsam Essen können und vor allem der Spaß an der Zubereitung für alle offen bleibt.
Dieses Essen bietet den klassischen Gesellschaftsvorteil, denn für wenige lohnt sich der Aufwand meist erst gar nicht. Noch ein Grund mehr, die seltenen Freuden mit dem Tischgrill ins Zentrum des Covens zu rücken. Praktisch an der Sache ist, dass sich jeder das mitnehmen kann, was er will und auch wirklich isst. Für Covenbesuch also eine ebenso geeignete Methode. Wenn´s dann allerdings eng um den Tisch wird, lohnt es sich meist eine/n Verantwortlichen zu bestimmen, der sich ums Brutzeln kümmert. Natürlich kann man diese Dinge auch immer an die Saison anpassen, indem man passendes Gemüse besorgt. Ein ganz klarer Vorteil solcher Dinge ist immer, dass sie sehr schnell aufgebaut sind und man nicht lange warten muss, bis man nach dem Ritual endlich essen kann. Dafür macht es umso mehr Dreck, aber um den zu beseitigen sind ja dann auch viele Leute da.

Strategie Nummer 2: Buffetrundgang
Eine andere Möglichkeit, die ebenso  schnell geht und keine Arbeit im Kreis bedeutet, dafür aber etwas Vorbereitungszeit von jedem einzelnen außerhalb erfordert, ist die Buffetrunde . Dabei bringt jeder von sich aus eine Speise mit, die für etwa zwei bis drei Personen reicht. Wenn jeder sich einen Löffel von jeder Speise nimmt, wird jeder satt und meist bleibt sogar noch etwas übrig.  Eine einfache Idee, mit der man auch gut Reste verwerten kann. Dreckiges Geschirr hat am Ende jeder Teilnehmer, ebenso wie den Aufwand davor. Somit eine höchst gerechte Art zu kochen.

Strategie Nummer 3: Pot Luck
Eine in manchen Coven sehr beliebte Methode des Festmahls ist Pot Luck. Der Name kommt nicht von ungefähr, da man bei diesem Essen auch oft etwas Glück braucht, oder zumindest einen etwas versierteren Koch. Die Methode geht ganz einfach so, dass jeder irgend etwas mitbringt, das er zufällig noch zuhause hat. Aus allen mitgebrachten Zutaten wird dann meist Eintopf oder auch etwas anderes gekocht. Hier wird also nicht nur gekocht, sondern auch magisch gearbeitet.  Um das Glück etwas zu beeinflussen kann man natürlich auch eingrenzen, was mitgebracht werden soll, saisonale Speisen, Gemüse mit einer bestimmten Farbe, etc.

Strategie Nummer 4: Nahrungskette
Die Nahrungskette zielt nicht darauf ab, dass alle gemeinsam am Kochen beteiligt sind. Hier werden wahrscheinlich auch wenige kochen, dafür alle etwas mitbringen. Der oder die Köche bestimmen was gekocht wird und geben ein paar Tage vor dem Ritual rechtzeitig allen anderen Bescheid, was von jedem mitzubringen ist. So teilt sich der Aufwand, natürlich müssen die Köche in den meisten Fällen nichts beisteuern, denn sie kochen ja.

Egal für welche Methode man sich schlussendlich  entscheidet, dass wichtigste dabei ist immer, dass alle sich dabei auch mal entfalten, ihr Essen in Ruhe genießen können und alle daran beteiligt sind, entweder mit unterschiedlichen Kochrädern oder ausgeklügelten Plänen. Auch spricht nichts gegen eine Partypizza Bestellung, solange ihr für Abwechslung in eurer Küche sorgt. Ihr seid eine Gruppe deren Mitglieder gleichwertig für einander da sein sollten und deswegen sollte jeder immer selbstverantwortlich seinen Beitrag beisteuern. Findet die unterschiedlichen Stärken heraus und plant nach diesen Aspekten. Bringt auch mal neue und gewagte Ideen mit ein, Experimentieren ist meist der beste Lehrmeister.
Auch könnt ihr mal ein Ritual dem Essen widmen und im Kreis etwas gemeinsames zubereiten und zaubern und das dann später vollenden und genießen. Oder ihr kocht gemeinsam als Einstimmung zum gemeinsamen Ritual. Nichts geht über meditatives Gemüseschälen und -kleinschneiden, das berauschenden und sinnlichen Anbraten und das Rühren in warmen, wohlschmeckenden Suppen und anderen Bluff´s  woran alle beteiligt waren und ihre guten Energien mit hineingebracht haben.

In diesem Sinne …


Fledermaus & Shina


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