Betreut von Leilani
Frühlingsanfang und Ernährung
Wie immer wir auch unser Frühlingsfest nennen mögen, um diese Jahreszeit, feiert die Natur ein ganz spezielles Fest - ein Fest des Erwachens. Kräuter und anderes junges Grün schießen nur so aus dem Boden und vieles, was - wenn es älter geworden ist - nicht mehr essbar ist, dienen uns jetzt als Mittel um den Winterschlaf aus unseren Körpern zu vertreiben.

Allgemein ist es meine Erfahrung, dass Frühlingsgemüse jeglicher Art, wenn es direkt aus der Natur kommt (möglichst dort gepflückt, wo der Mensch wenig Mist hinterlassen hat...), genau das ist, was mein Energiehaushalt um diese Zeit benötigt, um auf Trab zu kommen. Meine Philosophie der Ernährung ist es, die Nahrungsmittel im Wachstumszyklus zu verzehren. Ich versuche also Dinge zu essen, die dort wachsen, wo ich lebe und zwar genau zu der Zeit, in der sie auch ohne menschliches Zutun gedeihen.

Ich werde nun einige Rezepte, mit meinen bevorzugten Wildkräutern und -gemüsen zum Besten geben. Die genau Beschreibung der Pflanzen, ihrer Standorte und ihrer Eigenschaften ist im KräuterKistl zu finden.
Rund um meinen Wohnort hier in Österreich bahnt sich gerade der Bärlauch seinen Weg ans Licht - was man an einigen Plätzen ob des heftigen Knoblauchgeruchs nicht überriechen kann. Brennesseln, Löwenzahn, Gänseblümchen, Huflattich alle sind sie mir zu einem Frühlingsfest herzlich willkommen.


Bärlauchsuppe
Ein paar Handvoll Bärlauchblätter waschen und blanchieren. (Das mache ich wegen des Fuchsbandwurmes) In einem Suppentopf Frühlingszwiebel mit etwas Sesamöl anrösten und die Blätter hinzugeben. Salz, weißen Pfeffer, geriebene Muskatnuss werden ebenfalls kurz mitgeröstet und dann wird mit Gemüsesuppe (ich verwende natürliche Suppe ohne Glutamatbeigabe) abgelöscht. Nach ungefähr einer viertel Stunde püriere ich die Suppe mit dem Mixstab und gebe, nachdem ich den Topf vom Feuer genommen habe, einen guten Schuss Sojasahne bei (eventuell noch kurz aufmixen, macht die Sache cremiger).
Dazu serviere ich Mais-oder Reisblinis.


Forelle mit Bärlauchfülle
Feingehackte (wieder vorher gewaschen und blanchiert) Bärlauchblätter fülle ich, in innen gesalzene und gepfefferte Forellen. Manchmal träufle ich noch etwas Weißwein in den Fisch hinein oder gebe abgeriebene Zitronenschale dazu. Die Forellen werden dann in eine feuerfeste Form gelegt, mit Knoblauchöl (wenn man das mag, sonst normales Olivenöl) eingepinselt und bei 220° im vorgeheizten Backrohr, ungefähr 25-35 Minuten lang gegart. Auch hier gebe ich gerne etwas Getreide als Energiespender dazu - gebratene Polenta mag ich in diesem Falle besonders gerne.


Grüne Sauce mit Gänseblümchen mit Tofugrammeln und Reis
Frischen Bärlauch (wieder gewaschen, blanchiert und in Streifen geschnitten), junge Brennessel-, Huflattich und Löwenzahnblätter (ebenfalls gewaschen und blanchiert und fein gehackt) röste ich mit ein wenig Lauch und Kürbiskernöl in einer Pfanne an. Nach einigen Minuten gieße ich mit Gemüsesuppe auf (aber nicht zu viel, damit es keine Suppe wird). Abbinden der Sauce, falls überhaupt nötig, funktioniert wunderbar mit Pfeilwurzelmehl und als Gewürz reicht mir eigentlich Salz, weißer Pfeffer und ein kleiner Schuss grüner Tabasco (wobei aber der Phantasie keine Grenzen zu setzen sind).
Für die Tofugrammeln röste ich zerbröselten Tofu in einer Gusseisenpfanne so lange, mit etwas Öl an, bis er schön knusprig und braun geworden ist. Statt des Tofu ist es auch schmackhaft, einige Huflattichblätter oder -blüten in Backteig (ich verwende Buchweizenmehl, Wasser und Salz dazu) beizugeben.
Reis als Getreide, die grüne Sauce mit einer Portion Tofugrammeln oder Backteig-Huflattich und schon ist das Frühlingsessen fertig. Dekoriert wird das ganz noch mit einigen Gänseblümchen- und/oder Huflattichblüten, die mitgegessen werden können.
Natürlich kann der Reis auch durch Nudeln ersetzt werden und so ein schmackhaftes Spaghetti-Gericht kreiert werden...


Anufa


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