Eines Frage des ... Schutzes?!    Teil I

Angelika Aliti hat wieder einmal ein sehr spannendes und auch wichtiges Thema aufgeworfen und mir erlaubt es mit den WurzelWerk-Lesern zu teilen. Natürlich hat mich das auch wieder zu meinen eigenen Gedanken angeregt, die sich um "FeinStoffliches" drehen ...

Auf der Bühne
© XVII

Sagen, schreiben, posten
Oder
Um Kopf und Kragen

Die meisten Menschen verstehen eine ganze Menge von ihrem Fachgebiet. Das finde ich erfreulich. Sie sind motiviert und oft auch routiniert. Das ist gut. Mittlerweile hat sich das Prinzip der immerwährenden Weiterbildung durchgesetzt. Noch besser.
Aber das reicht nicht.

Wovon solltest du auch noch etwas verstehen, um dich nicht um Kopf und Kragen zu – sagen wir reden, schreiben und posten?
Zuerst einmal: reden, schreiben und posten sich denn so viele Leute um Kopf und Kragen? Ist das nicht reichlich übertrieben, wenn nicht gar besserwisserisch? Die Antwort lautet: Ja, nein, ja. Ja, sie reden sich um Kopf und Kragen, nein, es ist nicht übertrieben, ja, es ist besserwisserisch.
Das Problem besteht darin, dass die neuen Medien fantastische Möglichkeiten der Kommunikation, Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit bieten, aber die Menschen, die diese fantastischen Möglichkeiten nutzen, keine Ahnung davon haben, was Öffentlichkeit mit ihnen, bzw. dem, was sie schreiben, macht.

Als ich vor ungefähr 20 Jahren davon erfuhr, dass mein Buch „Die wilde Frau“ auf dem Wege ein Bestseller zu sein, war, stand ich in verdreckten Fetzen/Klamotten halb in einer Betonmischmaschine und der Postler brachte die erste Einladung zu einer großen Fernseh-Talkshow per Telegramm. Damit begann mein Leben in der Öffentlichkeit. Es war schmerzvoll, sich daran zu gewöhnen. Niemand bereitet einen darauf vor, welchen Preis man dafür zahlt. Und niemand zeigt einem, wie man damit umzugehen lernt. Jetzt, so viele Jahre später habe ich es gelernt. Es kommt auf zwei Dinge an: darauf, dass du dich einerseits völlig unverstellt zeigst und andererseits genau dosierst, was und warum du etwas von dir preisgibst oder besser nicht der Öffentlichkeit aussetzt und zweitens, zu lernen, die Tragweite all dessen zu kennen, was du von dir gibst, denn du trägst die Verantwortung für jedes Wort, das du öffentlich sagst und jede Tat, die du öffentlich machst. Bis noch vor kurzer Zeit wären diese Erfahrungen nur für einen kleinen Teil von Menschen von Bedeutung, denn die meisten Menschen wären nie in die Lage gekommen, öffentlich zu sein. Aber nun haben wir die neuen Medien und jede/r ist öffentlich, sobald er sich ihrer bedient. Besonders facebook ist da nicht ganz ungefährlich. Die Leute meinen, sie hätten ihren Kommunikationskreis eingegrenzt, das wären alles nur private Kontakte. Was sie posten, sähe ja nur eine Handvoll andere Leute. Aber dann gefällt ihnen diese oder jene Seite und sie fragen um Freundschaft bei jemand an, der öffentlich ist oder jemand aus ihrer Freundesliste tut das. Und schwupps, lesen und sehen jede Menge Leute, die du nicht kennst, was du schreibst und postest. Andere, welche die Öffentlichkeit suchen, setzen unkontrolliert ins Netz, was das Zeug hält. Schriftstellerinnen, die sich selbst entzaubern; Therapeutinnen, die trivialsten Mist als weise Ratschläge verteilen; Suchende, die auf rechtes Gedankengut hereinfallen. Und jede Menge Menschen, die es gut meinen, sich aber benehmen, als wären sie acht Jahre alt und Mama hätte sie unbeaufsichtigt im Spielwarenfachgeschäft zurückgelassen, wo sie der Verkäuferin erzählen, was daheim so alles getan und geredet wird.

Öffentlich sein heißt, dass es nichts Privates mehr gibt. Etwas auf facebook oder anderen social media zu posten heißt, dass es nicht privat ist. Es bleibt nicht im kleinen Kreis. Und es ist auch nicht egal, was andere mit dem, was wir posten, anfangen. Es ist nicht deren Verantwortung, sondern deine. Wenn das jedoch nicht egal ist (was es ja auch im privaten Kreis nicht ist, aber da können wir uns das noch leichter einreden), dann musst du in deiner Selbstwahrnehmung einen Zahn zulegen. Womit ich sagen will, dass dann dein eigentliches Lernen beginnt.
Was heißen soll: Lerne du, was deine Worte/Bilder/Taten für ein Ziel haben und sorge dafür, dass sie nicht „Sprengstoff“ enthalten, also Wirkungen haben, die zerstörerisch sind oder verstörend oder das Gegenteil von dem, was du wolltest. Es ist eine besondere Form der Bewusstheit, an der man arbeiten sollte, wenn man mit den social media mitwachsen und nicht zu ihrem Spielball werden will. Mehr denken und weniger assoziative Reflexe. Du kannst die Dinge, die du Klasse findest, nicht einfach so ins Netz stellen, wie du ja auch nicht einen Furz, der dich grad drückt, in die Weiten des Alls entlässt, wann immer dir danach ist. Lerne, dich vor dir selbst zu beschützen.


Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht ...

Was Angelika da über den Umgang mit dem Internet oder den Medien beschrieben hat, das gilt in meinen Augen auch für den Umgang mit Magie, Göttern und Ritualen.

Magie kann etwas sehr "Privates" sein - sogar meistens ist sie das. Sie findet ja selten im Großen oder öffentlich statt sondern eher im kleinen Kreis. Sobald mensch damit "arbeitet" macht das trotzdem extrem verletzlich - weil sie die praktizierende Person für andere Ebenen deutlicher sichtbar und damit angreifbar macht (als nur ein Beispiel). Genauso wie mit Medien ... wenn mich jemand im Fernsehen eine Stunde lang anschauen und anhören konnte, dann kann mich der auch auf der Straße jederzeit wiedererkennen. Wenn meine Telefonnummer im Netz kursiert, dann kann mich auch jeder anrufen. Genauso ist das mit Wesenheiten. Wer magisch arbeitet, wird zu einem Leuchtturm, der strahlt. Das sehen dann aber nicht nur die Boote, die dadurch Klippen umschiffen können sondern auch alle anderen. Manch einer kann sich vom Licht schon gestört fühlen oder auch besonders angezogen und das hat unterschiedlichste Folgen.
Als zweites Beipiel knüpft Magie Verbindungen zwischen Wesenheiten mit denen gearbeitet wird und den Praktizierenden und natürlich auch zwischen den Praktizierenden untereinander (ein Grund für magische Namen, die Erschaffung einer magischen Persönlichkeit, die natürlich von der weltlichen strikt getrennt sein muss, für Anonymität innerhalb der Magiegruppe, etc pp)

Damit wäre dann als logische Folge die Überlegung, sich entweder zu schützen, mit den meistens eher unangenehmen Folgen zu leben oder die Finger davon zu lassen - genau wie im richtigen Leben.


Ende Teil I


Angelika Aliti & Anufa


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