Eine kurze Argumentation für Magie über den Weg der modernen Quantenmechanik   Teil I

Dieser Artikel, von Rev. Matthew Crowson, wurde in der Witches´Voice gefunden, vom Autor dem WurzelWerk gespendet und von Anufa übersetzt.

Seit Anbeginn der Zeit haben weise Männer und Frauen, Druiden, Priester, Zauberer und sogar viele der Begründer der modernen wissenschaftlichen Theorien Magie verwendet, studiert und praktiziert. Obwohl sie von modernen Anhängern der reduktionistisch-fundamentalistischen Wissenschaft als das Produkt von Massenhysterie, halluzinogenen Pflanzen, Aberglauben oder Fantasie abgeschrieben wurde, hat sich die Praxis der Magie bis zum heutigen Tage ungemindert erhalten. In kurzer Form, weil eine vollständige Abhandlung zu diesem Thema viele Bände füllen würde, hoffe ich zeigen zu können, dass die moderne Theorie der Magie und deren Praxis genauso eine tatsächliche Wissenschaft und durch heutige wissenschaftliche Erkenntnisse verstehbar ist, wie die Disziplinen der Chemie, Psychologie und Physik. Es ist die Meinung des Autors, dass magisches Denken viele Zugänge zu wissenschaftlicher Forschung bietet, die von vielen, aus Furcht vor dem Gespött vieler moderner Wissenschaftler mit reduktionistischer, fundamentalistischer und dogmatischer Einstellung, ignoriert worden sind.

Bevor wir beginnen, nehme ich  an, dass ich damit anfangen muss, die Begriffe, die ich hier verwende zu definieren um eine kleine Portion Hintergrundwissen mit einfließen zu lassen, damit Laien der folgenden Arbeit besser folgen können. Magie wird von Dion Fortune definiert als „die Kunst Bewusstsein willentlich zu verändern“. Oberflächlich betrachtet macht dieses Statement per se für den Uneingeweihten sehr wenig Sinn. Um Fortunes Aussage zu verstehen, muss man erst begreifen, dass in der magischen Denkwelt der feste Glaube herrscht, die Welt rund um uns wäre eine komplizierte Illusion, die teilweise davon geschaffen wird, wie unser Hirn die von den Sinnesorganen aufgenommenen Daten interpretiert und der Rest durch unsere Glaubenssätzen und unbewussten Gedanken entstünde.

SigmundFreudDer Praktizierende der Magie verwendet Visualisation und symbolfokussierte Techniken um seinen oder ihren Willen der lokalen Realität einzuprägen um die Umstände zu seinem Vorteil oder in Richtung ihres Zieles zu verändern. Da die lokale oder nähere Realität des Magiers stark von Wahrnehmung beeinflusst ist, könnte man annehmen, dass dieses Einprägen des Willens in die Realität eigentlich das Hervorrufen von Änderungen in der Wahrnehmung wäre und nicht im Sinneseindruck. Das ist die Basis dessen, was wir Chaosmagie nennen, die in der Ansicht des Autors eine eher wissenschaftlicher Ansatz zur Magie ist, als der durch die Lehren des Golden Dawn, Abramelin oder Dee.

Wie wir sehen werden, in Bezug zur Quantenmechanik, existieren alle Partikel in Überlagerung, solange bis wir versuchen, sie zu messen. Dieser Wechsel von allen Möglichkeiten zu einer klaren Teilchenposition, zu einer Geschwindigkeit, einer Richtung und einem Drall wird „Zusammenbrechen der Wellenfunktion“ genannt. Es ist sinnvoll, diesen Zusammenbruch mit dem Messakt in Zusammenhang zu bringen, genauso wie mit der Voreingenommenheit des Messenden. Da ist es nur mehr ein kleiner Sprung zur Hypothese, dass eine Person diese zusammenbrechende Wellenfunktion benutzen könnte um in ihrer lokalen Realität kleine Veränderungen auszulösen und das ist die Position, die ich mit diesem Artikel beziehen möchte.


Die Realität als Illusion

„Farbe gibt es aus Übereinkunft, Süße aus Übereinkunft, Bitterkeit aus Übereinkunft, aber in der Realität gibt es Atome und Raum“ (Russel, 1972)

GoetheFarbenlehre

Lasst uns mit der ersten von vielen magischen „Wahrheiten“, über die materielle Welt  beginnen, die von der modernen reduktionistischen Wissenschaft bestätigt werden kann. Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Welt in der wir als menschliche Wesen wahrnehmen und der Welt aus der unsere Sinne die Rohdaten erhalten. Nehmen wir als Beispiel das Wahrnehmen von Farbe durch das Auge, Charles Stroh folgend, geschrieben im „Art Education“ Juli 1997
„Sobald Licht auf eine Oberfläche trifft, werden einige Wellenlängen von dieser Oberfläche reflektiert und einige werden absorbiert (oder abgelenkt). Die absorbierten Wellenlängen werden vom einfallenden Lichtstrahl abgelenkt und die abgelenkte Energie wird von der Oberfläche aufgenommen, von der das Licht reflektiert wird. Eine gefärbte Oberfläche reflektierte die eigene Wellenlänge und absorbiert die Komplementäre. Eine rote Oberfläche wird Rot reflektieren und einige oder alle Grün, Blau und Zyan absorbieren, was gleichermaßen mit einer grünen Oberfläche, die Grün reflektiert und Rot und einige oder alle Blau absorbiert. Eine gelbe Oberfläche wird Gelb, Rot, Grün reflektieren und Blau absorbieren.“ (Seite 18)
Deshalb ist Farbe eine materielle Eigenschaft der Oberfläche eines Objekts.

„Menschliche Wesen sehen Farbe weil es Licht gibt. Wir sehen Farbe und hören Töne ausschließlich weil unsere sensorische Ausstattung so „eingestellt“ ist. Wenn unsere Ohren eingestellt wären, Licht empfangen zu können, dann würden wir Farbe hören. Wenn unsere Augen eingestellt wären, Töne zu empfangen, würden wir Musik sehen. Unsere Sinnesorgane erhalten Signale von nur dem Anteil des elektromagnetischen Spektrums, auf das sie physikalisch und chemisch eingestellt sind.“ (Stroh, 1997, Seite 17)


Ende Teil I


Matthew Crowson


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