The Gods made Heavy Metal and they saw it was good   Teil I

Mittlerweile blicken wir auf mehr als 30 Jahre Metal zurück. Was irgendwann in den Siebzigern als neuer wilder Lifestyle begann, hat seither viele Formen angenommen und zahlreiche Menschen begeistert. Unverkennbar ist der Bezug zu heidnischen und magischen Kulten in Metal Texten. Dieser Artikel soll in einer Art Rückblick zeigen, wie eng die Verbindung dieser beiden Lebensstile sein kann.

Der Begriff „Heavy Metal“ stammt aus einer Textpassage von einem Song, den manche sogar als den ersten Metalsong überhaupt sehen: „Born to be wild“ von Steppenwolf (I like smoke and lightning Heavy metal thunder).
In diesem Song wird die Lebenseinstellung ausgedrückt, die für die komplette Bewegung spricht: „Like a true nature’s child, we were born to the wild. We can climb so high, I never want to die!”
Eine “Live fast, die young” der Sechziger - die sicher auch ihren Charme hatte - wird also durch eine neue Ideologie ablöst. Sei frei, lebe deine Träume und lass dich von niemanden dabei einschränken. „Do what thou wilt,…“


Die Siebziger – Die Anfänge

In den siebziger Jahren waren es Bands, wie Alice Cooper, Black Sabbath, Kiss und Judas Priest, die diese Musikrichtung ihre erste markante Prägung verschufen. Die Songs dieser Gruppen waren eindeutig härter als die Flower Power Songs der 60er. Dominierende Gitarrensounds und Solis begleiteten einen teilweise relativ hohen bis zu schrillen Gesang. Es ging weniger um die sexuelle Revolution zu erreichen, sondern vielmehr um den Lifestyle zu leben, den die Sechsziger Generation ermöglicht hatte.
Manche der Songs thematisierten dabei schon Magie und Mystik. Am bekanntesten dabei ist wohl Black Sabbath, der Song der gleichnamigen Band. Weniger bekannt ist vielleicht ihr Song “The Wizard” Never talking - Just keeps walking - Spreading his magic - Evil power disappears - Demons worry when the wizard is near - He turns tears into joy – Everyone’s happy when the wizard walks by”.
Black Sabbath ordnet man für gewöhnlich auch dem Subgenre Doom Metal zu. Dieses Genre gilt als Vorläufer des Gothic Rocks.


Die alten Götter zu verehren war in den Siebzigern noch nicht so verbreitet wie heute. Aber es gab einen Song von Kiss (God of Thunder), der alles vorwegnehmen sollte, was in den späteren Jahren kommen sollte und die Verbindung der Götter zu Metal unterstreichen sollte. I was born on Olympus To my father a son I was raised by the demons Trained to reign as the one.
Kiss gilt übrigens auch als Paradebeispiel für eine Band, die man mit Satanismus in Verbindung bringt. Immer wieder gibt es Gerüchte, dass KISS ein Akronym für Kings in Satan’s Service sind und die vier Bandmitglieder einen Pakt mit dem Teufel für ihren Ruhm eingegangen sind.
Eine weitere Band, die ihren Höhepunkt in den Siebzigern hatte und viel zur späteren Entwicklung des Heavy Metals beigetragen hat war Led Zeppelin. Jimi Page, der begnadete Gitarrist erstand das Boleskine House, in dem Aleister Crowley den Holy Guardian Angel für das Abramelinritual beschwören wollte. Man sagte der Band nach, dass man bei Stairway to Heaven den Text My Sweet Satan 666 heraushören könnte, wenn man sie rückwärts spielen würde.



Die Achtziger – Die goldenen Jahre


In den Achtziger verband man Heavy Metal oft mit langhaarigen Satansanhängern. Ängstliche Eltern sorgten sich darum, dass geheime Botschaften in den Schallplatten ihrer Kinder zu Mord und Totschlag aufrufen könnten.
Dass es satanische Bands gab und gibt ist nicht abzustreiten. Doch oft wurden Metallern auch Satansverherrlichungen nachgesagt, die eigentlich keine waren. In „The number of the Beast“ von Iron Maiden mag es zwar um die mystische Nummer 666 gehen, aber es ist keine Lobelei auf Luzifer in den Texten zu finden. Die Klagen gegen Judas Priest und Ozzy Osbourne, in denen sie sich vor Gericht wegen angeblichen geheimen Botschaften zu verantworten hatten, führten zu keinen Schuldsprüchen. Markant war hierbei der Auftritt Robert Halfords von Judas Priest vor Gericht, als er belegte, dass man alles heraushören konnte, wenn man Platten zurückspielte.
Die Gitarrenriffs der Achtziger wurden verglichen zu den Siebziger härter, die Stimmen und Bässe teilweise tiefer. Die Botschaft brutaler und direkter. Vor allem dann, wenn es darum ging, soziale Missstände anzuprangern
Die Achtziger waren die Geburtsjahre von Bands, deren Musiker größtenteils auch bis heute noch im Geschäft sind. Metallica, Megadeth, Ozzy Osbourne, Iron Maiden, Manowar und Guns Roses sind nur einige der klingenden Namen. Die glorreiche Zeit des Heavy Metals war angebrochen.
Thematisch wurden die Siebziger im Bereich der Mystik und Magie fortgesetzt. Ozzy Osbourne schuf beispielsweise mit den Song „Mr. Crowley“ eine Hommage an den bekannten Magier und setzte dort fort, wo er mit Black Sabbath aufgehört hatte. Manche gaben ihm sogar den Ehrentitel „The Wizard“. Ein weiter Song, der Crowley gewidmet ist, stammt von Bruce Dickinson, der mit „Man of Sorrows“ eine eindrucksvolle Beschäftigung mit dem Mega Therion beweist.


Black Sabbath hatte in den Siebzigern mit dem Song „Behind the wall of sleep“ bereits auch Bezüge zu H.P. Lovecraft genommen. Diesen Bezug nahm Metallica auf und schuf Songs wie Call of Cthulhu. Später werden Bands wie Morbid Angel noch einen viel stärkeren Bezug auf den Horrorwriter nehmen, der zahlreiche magische Systeme, wie vor allem Thelema, beeinflusst hat.
Die Achtziger waren aber auch die Zeit, in denen das Heidentum, vornehmlich die nordische Götterwelt, verstärkt besungen wurde. Zentrale Band dabei ist Manowar: Songs wie “Thor“, „Gates of Valhalla“ oder „The Gods made Heavy Metal“ sollten klarstellen: Heavy Metal verkörpert den Lebensstil der Freiheit, Ungebundenheit und der Stärke. Kein Gott, der Knechte will, passt zu diesem Stil.
In Mitte der Achtziger kam auch der Hairspray Metal auf. Ein neuer Stereotyp war geboren, ein Gegenteil zu Ikonen wie Lemmy von Motorhead.. Man vermischte Wildheit mit Sensibilität. Der frühe Bon Jovi war der Archetyp, einer neuen Generation „Rocker“, mit dem sich auch ein Mädchen aus gutem Hause einlassen konnte, ohne dabei Himmel und Hölle zu erleben müssen. Auch wenn manche eingefleischte Fans, dies als Anfang vom Ende sehen, war das der Moment, wo Metal alle Schichten der Bevölkerung durchdrungen hatte und zu einem Lebensstil geworden ist, dem viele anhängen konnten, ohne dabei zwangsweise einen Tabubruch mit gesellschaftlichen Konventionen zu gehen.
Diese Akzeptanz in der Gesellschaft führte aber auch dazu, dass sich die Richtung in zahlreiche Subgenres aufgliederte, die sich stärker spezialisierten. Teil 2 des Artikels konzentriert sich auf die Genres, die sich auf Magick, Fantasy, Viking, etc. konzentrieren


Hier noch ein paar Referenzlinks zu einigen Videos:

http://www.myvideo.de/watch/650698
http://www.youtube.com/watch?v=hEvkYdHPAo4
http://www.youtube.com/watch?v=bIKRYHSwLb8
http://www.youtube.com/watch?v=umjuSRlgYEA
http://www.youtube.com/watch?v=gbxfe7DMxVo
http://www.youtube.com/watch?v=XSnj8X1zAZI
http://www.youtube.com/watch?v=icAzyx8EsKU
http://www.youtube.com/watch?v=CXko2YCuZa8


Ende Teil I


Freyjatru


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