Die Macht der Symbole   Teil II
Symbole begleiten uns unser ganzes Leben lang.
Sie sind uns so selbstverständlich, dass sie oft gar nicht mehr auffallen und dennoch so allgegenwärtig, dass es unmöglich ist sie zu ignorieren, oder gar auf sie zu verzichten.

Nachdem sich der erste Teil des Artikels mit der Herkunft und Bedeutung der Symbole im Allgemeinen beschäftigt hat, richtet dieser Artikel sein Hauptaugenmerk auf einen weiteren großen Bereich der Symbolwelt: die astrologischen Symbole.

Sicherlich hat sich schon jeder einmal ein Horoskop erstellen lassen, oder zumindest sein Tageshoroskop in der Zeitung gelesen. (auf die Qualität dieser wollen wir lieber nicht eingehen...)
Wie allseits bekannt ist, handelt es sich beim Horoskop um eine Darstellung der Gestirne am Himmel zu einem Zeitpunkt, nach einem bestimmten Schema, bezogen auf einen Ort. Die Berechnung eines Horoskops erfolgt im Wesentlichen durch mathematische Methoden der Himmelsmechanik, heute meistens per Computer. Doch woher leiten sich die Symbole für die einzelnen Sternzeichen und Planeten ab? Jeder Planet gilt als Regent eines oder mehrerer Tierkreiszeichen, dem er damit seine Eigenschaften verleiht.


Die Tierkreiszeichen
Die Tierkreiszeichen sind mit den Sternbildern gleichen Namens nicht deckungsgleich. Nach astrologischer Auffassung (genauer der systematischen Symbolik Heinz Fidelsbergers und anderer) sind auch hier die Namen der Zeichen Symbol der in ihnen enthaltenen Eigenschaften. Die Elemente der mittelalterlichen Alchemie (Erde, Feuer, Wasser, Luft) sind mit der astrologischen Lehre verwandt. Diese vier Elemente spiegeln sich auch in der Temperamentslehre des Hippokrates wider. Sie ist Ausdruck einer grundlegenden '''Vierheit''', und in der Verbindung mit der '''Dreiheit''', der so genannten Motorik (das Verhalten ist aktiv, passiv oder reaktiv, also handelnd, erleidend oder zuwiderhandelnd) ergeben sich die zwölf Zeichen, in denen jeweils ein Element mit einer Motorik kombiniert ist (zum Beispiel bei Löwe: passiv mit Feuer woraus sich dann etwa in der Deutung der zugehörigen Symbolik das Bild eines ruhenden Vulkans ergibt). Die zwölf Zeichen sind zudem noch in Geschlechter eingeteilt, wobei alle männlichen als instinktiv (triebhaft) gelten, alle weiblichen als emotionell (empfindend) und alle neutralen bzw. ambigenen Zeichen als intellektuell (denkend, quasi vom Geschlechtlichen losgelöst).


Symboldeutungen

 

Widder (Aries): Beim Widder ist noch heute deutlich das Hörnerpaar Grundlage des Zeichens mit dem die Astronomen und Astrologen das Tierkreiszeichen darstellen.
Stier (Taurus): Das noch heute benutzte Symbol ist „der Kreis mit den beiden Hörnern“, es handelt sich damit um ein stilisiertes Rind.
Zwilling (Gemini): Kircher zeichnet hier als Urbild des Zeichens zwei menschliche Gestalten, die sich gegenübersitzen und sehnsuchtsvoll ihre Arme und Füße einander zustrecken. Die römische Zwei ist lediglich eine Vereinfachung dieser Darstellung.

 

Krebs (Cancer): Kircher sieht hier das Bild des ägyptisch-griechischen Gottes Hermanubis, den er nach dem ihm benannten Hieroglyphen als das Bild eines sitzenden Menschen, der seine beiden Hände emporhebt, zeichnet. Möglicherweise handelt es sich aber auch um eine vereinfachte Darstellung vom Tier Krebs, der bekanntlich rückwärts durchs Wasser läuft.
Löwe (Leo): Kircher sah hier ein Bild des Schwanzes des 'Königs der Tiere', den dieser, auf dem Boden kauernd, auf seinen Rücken gelegt hat.
Die Jungfrau (Virgo): Das Zeichen wird als Symbol für die Dreiheit der Ähren, als Symbol alles göttlichen Segens im Wachstum, den das Nahen des Herbstes verspricht, gedeutet.

 

Waage (Libra): Wie die emporgehobenen Hörner des Widders auf der anderen, der Frühlingsseite, sieht man im astrologischen Symbol der Waage , die Veranschaulichung des Gleichgewichts, als der Tag- und Nachtgleiche.
Skorpion (Scorpio): Kircher sieht hier das Bild des ägyptischen Typhon, dessen Beine in Schlangenlieber ausgehen und mit Händen, die auf beiden Seiten die Zerstörung auf den Boden gießen. Den Pfeil nach unten kann man auf alle Fälle als den giftigen Skorpionschwanz deuten.
Schütze (Sagittarus): Das Zeichen des Schützen ist der an die Bogensehne angelegte Pfeil.

 

Steinbock (Capricornus): Alte Bilder zeigen dieses Tierkreiszeichen als Mischwesen mit dem Haupt, Vorderhufen und den Hörnern des Steinbocks und einem Schlangenleib, der in einem Fischschwanz ausläuft. Heute ist das Symbol, wie die meisten anderen Tierkreiszeichensymbole stark vereinfacht und stilisiert geworden. Im "V" kann man noch die Hörner erkennen, der angehängte Schnörksel soll den gewundenen Schlangenkörper mit Schwanz darstellen.
Wassermann (Aquarius): Das astrologische Bild zeigt zwei Wellenlinien, also ein Bild des Wassers.
Fische (Pisces): Das Bild wird als zwei Fische im Wasser, die einander umkreisen, bzw. als Bewegung im Wasser interpretiert.

Quellen:
Bauer W., Dümotz I., Golowin S.: Lexikon der Symbole, Fourier Verlag;
Dahlke R., Klein N.: Das senkrechte Weltbild. Symbolisches Denken in astrologischen Urprinzipien


Dimnara


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