„Spagyrik, Hermetik, Alchemie“
Ein Vortrag von Peter Hochmeier vom "Kongress für Gesundheit und Spiritualität", Schamanenkongress in Wien (24. 6. 2005)

Der einführende Vortrag zur Alchemie am begann mit der Darstellung des Pentagramms aus hermetischer Sicht und den zugehörigen Elementen und Planeten, oder wie es hier heißt den „Signaturen“. Dies bildet die Basis in der alchemistischen Arbeit. Und wie diese „Arbeit“ aussehen kann wurde uns in Form vieler sehr eindrucksvoller Bilder gezeigt.
Die dazugehörigen Erklärungen waren für mich sehr rätselhaft und nicht immer verständlich, da ich mich bis dato mit Alchemie noch nie richtig auseinander gesetzt habe.

Hauptinhalt scheint die Methode der Calcination zu sein, wodurch Metalle, Pflanzen, Steine usw. verändert werden können, um ihre Essenz zu erhalten. Dies passiert in speziellen Methoden, durch Destillationsverfahren oder Verbrennung der Stoffe in versiegelten Töpfen.
Gerne werden auch Muscheln oder Perlen und Korallen verwendet. Paracelsus sagte, dass er nichts kennen würde wobei die Koralle nicht helfen könne. Und Koralle drückt das Herzmittel, den Mond aus, sowie auch die Perle.
Aus der Pentagramm - artigen Aufstellung heraus - die Basis ist - findet an der Stelle, an der die Sonne aus dem ätherischen austritt eine Spiegelung zum Mond statt und daraus tritt die Geburt des Menschen im Herzkörper hervor.
Deswegen haben jene Stoffe, die stark vom Mond sediert sind wie Mistel, Perle, Silber, etc. starke Wirksamkeit zum Herzkörper.

Wir sahen viele Fotos in wunderschönen Formen und Farben. Kupfer zum Beispiel, welches nach der Destillation in hellblauen Flocken kristallisiert. Oder Bergkristall, der unter hohen Temperaturen zum Fließen gebracht, in einem Mörser aufgefangen wird und woraus ein sogenannter Nebulus aus Kristallen entsteht. Diese Essenz kann dann natürlich wieder weiter aufgeschlossen werden – was dies auch immer bedeuten mag!

Was viele von uns mit Alchemie verbinden, ist die Veränderung des Goldes in eine für den Menschen vollständig absorbierbare Form. Davon schrieben schon die „alten Griechen“ oder Araber und es scheint eines der ältesten alchemistischen Verfahren überhaupt zu sein, für welches es viele Ansätze und Methoden zur Gewinnung gibt.
Soweit ich es verstanden habe, geht es hierbei wieder um die Calcination – die Voraufschliessung des Goldes zusammen mit Hirschhorn. Das Hirschgeweih ist solarisch signiert und hat zugleich einen lunaren Charakter und kann das Gold in der Glut gut öffnen.
Was genau dann aber passiert, oder wie es verwendet wird, wurde uns leider nicht verraten.

Es wird in der Alchemie genau darauf geachtet, nur reine Produkte zu verwenden. So hat z.B. industrieller Weingeist aus der Apotheke wahrscheinlich noch niemals eine Weintraube gesehen. Oder Destilliertes Wasser, welches nicht wirklich destilliert, sondern durch osmotische Druckverfahren dazu gemacht wurde. Deswegen muss man seine Substanzen meist selbst gewinnen, um wirklich nur mit reinen Urstoffen zu arbeiten.
Wenn ich es richtig verstanden habe, wird Salpeter hergestellt in dem man es in Kuhställen abschabt und in Salpetergruppen züchtet, dann destilliert und aufbereitet um den Salpetergeist zu gewinnen.

Man macht auch Edelsteinkekse aus Pflanzensäften mit z.B. Türkis oder anderen Edelsteinen, die dann calciniert werden. Danach werden diese Kekse im Mörser zerrieben und erneut mit Pflanzensäften, Essig, Schwefel etc. vermengt und weiter verarbeitet.

Interessant fand ich, dass die Pflanzenasche das Salz der Erde ist, das aus grauer Asche gezogen wird. Oder auch der Alaun. Dieser kristallisiert in Lehmböden in der Wüste, dort wo der Boden sich zerklüftet. Denn dort, wo der Boden zerrissen ist und auseinander klafft, versucht Alaun dies wieder zu schließen. Hier kann man wunderschön die Signatur sehen, denn auch bei uns gilt Alaun als Mittel um Wunden schnell zu schließen.
Schwefel - betrachtet aus der Signaturenlehre - ist ein Vertreter des Feuers, der mit alkalischen, mondverwandten Dingen aufgeschlossen wird und so einen Streit der Kräfte verursacht, bei dem die Essenz des Schwefels zu Boden sinkt.
Natürlich wird hier das Urgestein, also roher Schwefelstein vom Berg verwendet, der im Mörser zerstoßen wurde und in der aufsteigenden Wärme durch Erhitzung entstehen Schwefelkristalle. Diese kratzt man anschließend vom Glas ab und verwendet sie zur weiteren Präparation.

Und ich erfuhr wieder nicht, was denn diese weitere Präparation bedeuten könnte und welche Wirkung sie haben sollte. Dennoch lauschte ich gespannt weiter den Erklärungen und kam mir vor wie bei einem Chemievortrag mit wunderschönen Fotos und spannenden Erklärungsmodellen.

Eines der bedeutungsvollsten Phänome wurde uns ebenso auf den tollen Fotos gezeigt: Das flüchtige Salz - wenn das „Erdhafte“ in die Lage kommt zu „Fliegen“. Dies geschieht z.B. in der Destillation in der das Salz übersteigt. Hermetisch gesehen wird das Fixe flüchtig und man begibt sich auf den Weg der Quintessenz, so kommt man tiefer in den Stoff hinein als mit normalen Essenzen. Quintessenz heißt, dass drei Prinzipien (erdhaftes, feuriges, wässriges) miteinander übersteigen bzw. hinaufgehen.
Wir sahen dazu ein Foto von Bernstein und roter Koralle in einer Präparation, in der der Geist des Bernsteins hinübersteigt und im Glas kristallisiert. Diese Kristalle sind extrem flüchtig und werden selten fotografiert. Würde man das Glas öffnen, würden sich die Kristalle sofort verflüchtigen. Chemiker behaupten, dass es dies nicht geben könne, weil: „Was fix ist, muss auch fix bleiben“. Peter Hochmeier ist da anderer Meinung und zeigt es Chemikern immer wieder gerne vor.

Ein weiteres Phänomen das für mich sehr interessant klang, war Wurzelessig und Wurzelöl. So kann man einen trockenen Stoff z.B. Stein, Wurzeln etc. destillieren und es wird immer eine ölige und saure Substanz entstehen.
Man geht dabei davon aus, dass die Essenz die in diesen Erdelementen enthalten ist, eine Information beinhaltet, die aus dem Äther kommt und in das Element hineingetragen wird. Hochmeier sieht darin ein „verborgenes“ Naturgesetz. Er bringt das Beispiel eines Tischlers, der einen Tisch baut. Wenn der Tisch fertig ist, enthält er die Idee nach wie vor. Diese Idee nennt er „innere Kraft“ oder „inneren Merkur“ und dieser kann herausgelöst werden z.B. eben durch die Trockendestillation.

Spagyrische Methoden arbeiten ebenfalls mit dieser Technik des „Aufschließens“. Im Wissen, dass jedes Ding das Mittel zu einer Auflösung in sich birgt. Z. B. kann man Salz spagyrisch aufschließen indem man Salzgeist herausarbeitet und dann wieder mit diesem Salzgeist auf das Salz geht. Oder man nimmt trockenes Schöllkraut und holt diese Quintessenz, den Geist heraus und nimmt frisches Schöllkraut und geht wieder darauf. So erhält man Quintessenzen die sehr hohe durchdringende Präparate sind.
Das heißt von der Signaturenkunde ausgehend, kommt mit dem Problem schon die Lösung! So ist das auch in der Natur!
Und was die Natur einem zeigt, wenn man Dinge aufschließt sahen wir anhand von Fotos von Smaragden, Rubinen und Perlen, die durch spezielle Verfahren aufgeschlossen werden und sich verändern, kristallisieren und ihre Pracht und Wirkung entfalten.

Danke für diese Einführung in die Alchemie an Peter Hochmeier, die ich leider nur zum Teil verstanden habe und deswegen wohl das Eine oder Andere falsch mitgeschrieben habe. Dennoch hoffe ich wiedergegeben zu haben, was er uns vermitteln wollte und gezeigt hat. Mir wurde klar, dass Alchemie ein ungeheuer großes Gebiet ist und Chemiker zu sein scheint dazu eine gute Voraussetzung!

PS: Vielleicht findet sich noch jemand der sich mit Alchemie beschäftigt hat und meine teilweise sicher unprofessionellen Versuche Wiederzugeben in ein verständlicheres Licht rücken kann!


Lady Purple


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