Magie – was ist das?
Wahrscheinlich gibt es ebenso viele Definitionen von Magie wie es Menschen auf diesem Planenten gibt, für manche ist Magie in Allem, für andere ist es eine wahrscheinlichkeitsverändernde Technik, für den dritten ein Begriff, der in das Reich der Märchen einzuordnen ist.

Ich verstehe unter Magie die Fähigkeit die Realität mit der Macht des Geistes und der Seele zu verändern und Einblicke in Wissen zu erhalten, dass uns mit den normalen fünf Sinnen des Menschen nicht zugänglich wäre.
Magie tritt in vielen unterschiedlichen Facetten auf: als Voodoo und Schamanismus, in der Form des Tarotkartenlegens, des Astralreisens, und nicht zuletzt auch in diversen Ritualen der "magisch arbeitenden Szene".

Die Fähigkeit Magie auszuüben ist in uns allen vorhanden. Doch wie bei so vielen Dingen im Leben scheinen manche Menschen anscheinend bevorteilt zu sein. Bei der Magie die Feinfühligen, oft sogar Überfeinfühligen und die Leidenschaftlichen, weil die Effekte der Magie durch Emotionen einfach unglaublich verstärkt werden können. – In dieser Hinsicht sollte man vielleicht auch ein wenig vorsichtig sein.
Bei der Ausübung der Magie ist, so wie ich denke, auch der Wille essentiell und dieser ist bekannterweise ja oft am Stärksten wenn man in Bedrängnis ist, wenn man Angst hat oder wütend ist, oder verzweifelt. Es gibt kaum Situationen in denen man so wenig oder überhaupt nicht hinterfragt wie in diesen. Und da wären wir beim Zweiten Punkt: dem Glauben. Ich muss sowohl wollen , als auch an das glauben was ich bin und was ich mache und zwar felsenfest.


Wer bin ich?
Um diese "Kriterien" zu erfüllen, sollte man sich aber mit sich selbst beschäftigt haben. Schattenarbeit geleistet haben, sich überlegt haben was die Stärken und Schwächen von einem sind und sich gefragt haben was man ist. Was man wirklich ist. Dann wenn alles andere von einem wegfällt, die pure Essenz des eigenen Ichs, ohne anerzogene Komplexe oder Verhaltensweisen, ohne kulturelle Prägungen. Denn erst dann ist man, wie ich denke, wirklich fähig zielgerichtet zu wünschen, zu wollen. Und oft genug wird man auch erkennen wie sinnlos das war was man zuvor wollte, weil man nicht erkannt hatte was wirklich hinter dem eigenen Verlangen steht.


Wenn Magie auch mit purem Willen funktioniert, warum dann aufwendige Rituale?
Sicherlich würde Magie auch ohne jegliches "Drumherum" funktionieren und ich denke auch, dass diese Form oft genug unbewusst praktiziert wird, allerdings ist der Mensch ein materielles Wesen und genauso wie liebevoll zubereitetes und garniertes Essen einfach besser schmeckt, hat Magie einfach mehr "Würze" und ist ästhetischer, wenn ein schönes Ritual abgehalten wird.
Vielen Menschen fällt es in dieser Form auch einfach leichter magisch zu arbeiten, immerhin kann man Athame und Ritualkerze ganz real angreifen und an Dinge, die man sieht glaubt man ja auch viel mehr...


Die Liebe zur Magie
Hinter dem was man macht sollte Liebe stecken, vielleicht Hingabe, aber sicherlich Emotionen. Nichts ist so leer, als wenn man Magie übt und sie als reine Technik betrachtet um seine Ziele zu erreichen. Nichts führt weniger zum Ziel, als wenn man verbissen und ohne eine gewisse Gelassenheit arbeitet. Genauso wie ich mir nicht vorstellen kann, dass man, wenn man einen Apfel verspeist nur die Kohlenhydrate, Vitamine etc. statt dieser wunderbaren Frucht, die in der Sonne gediehen ist, sieht, kann ich mir nicht vorstellen Magie auszuüben ohne diese Verbundenheit und diese Achtung, die ich zur ganze Natur verspüre mit einfließen zu lassen.
Ich denke, dass sich dieses Bewusstsein der Natur, auch in der ganzen Heiden, Hexen und Wiccaszene widerspiegelt: der Rhythmus des Lebens wird wahrgenommen und in die Rituale miteingebaut. Man feiert schließlich Jahreskreisfeste und Sonnwendfeiern und auch dem Mond wird eine wichtige Rolle zugeordnet. Auch den Elementen, auf die wir in unserer Umwelt immer wieder treffen wird große Bedeutung zugemessen und sie begegnen uns in den verschiedensten magischen Praktiken, sei es nun beim Ziehen eines Schutzkreises, oder beim Legen der Tarotkarten:

Feuer: Die Kraft der Expansion, die Ausdehnung, sich verbreiten. Die Möglichkeit sich von der Kerzenflamme bis hin zum Waldbrand zu entwickeln. Es ist die Wärme, die Kraft das alles Lebende durchdringt. Es ist die innerste Herzen-Kraft, die Quelle des Lebens. Es ist der Antrieb, der Motor, die Kraft die Bewegung erst ermöglicht.
Wasser: Die Kraft der Konzentration. Der Punkt auf das sich alles vereinigt. Die Macht etwas zu erwirken. Eindringend, der Schwerkraft folgend. Tiefe - Dunkelheit - Verstand. Wahrnehmung - Empfindung - Ausgleich. Die Essenz des Lebens.
Luft: Die Kraft der Weisheit. Information, Konfrontation, Aufstieg, Entwicklung. das Licht des neuen Tages. Die Aufgabe. Die Erkenntnis des Lebens.
Erde: Die Kraft der Ruhe. Der inneren Gelassenheit. Behüter der Keime. Abwartend. Die Mutter des Lebens.


Weiße Magie/ schwarze Magie
Immer wieder stößt man in diversen Foren und Büchern auf die Unterteilung der Magie in eine weiße und in eine schwarze Form. Die weiße, gute Magie entspräche demnach Heilungszaubern, Lichtarbeit usw. und schwarzmagisch wäre alles, dass den Willen anderer Menschen manipuliert (z. B. Liebeszauber), oder allgemein einfach Schaden anrichtet. Ich persönlich empfinde diese Betrachtungsweise als äußerst dualistisch und kann mich damit nicht identifizieren.
Die Welt, die Menschheit, das menschliche Denken und Fühlen und somit auch die Magie ist viel zu komplex und zu vielschichtig um sie schlicht und einfach in "gut und böse", "schwarz und weiß" unterteilen zu können. So kann ein gutgemeinter Zauber enormen Schaden anrichten und ein ursprünglich als Schadenszauber gedachter Spruch letztendlich doch zum Guten führen (frei nach dem Motto : Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will, und stets das Gute schafft!). Ich denke, dass wir uns in Wahrheit in unglaublich vielen verschiedenen Nuancen zwischen diesen beiden Extremwerten bewegen. Und tatsächlich ist es vielleicht viel wichtiger, dass man zu dem was man macht steht, als das was man damit erreichen will.
Verantwortung für das eigene Tun und Handeln übernehmen ist vielen in unserer heutigen Gesellschaft leider ein Fremdwort, aber in der Magie sollte es essentiell sein. Bevor in irgendeiner Form magisch gearbeitet wird sollte man sich wirklich ernsthaft und eindringlich überlegen ob man wirklich mit allen (!) möglichen Konsequenzen, die aus dem eigenen Handeln entstehen leben und die Verantwortung dafür übernehmen kann.
Und mit diesen Worten möchte ich auch abschließen und ein wenig zum Denken anregen...


Dimnara


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