Wie werd´ ich den Schmarren bloß los?
Ich bin mir sicher, jeder kennt diese Tage, wo einfach alles schief läuft. Die Tage an denen vielleicht der Chef schlecht aufgelegt ist und seine Laune an dir auslässt. Wo dann meistens auch mehrere Sachen zusammen kommen, welche die Stimmung auf Null sinken lassen.

Mit seiner eigenen schlechten Laune kann man ja unterschiedlich umgehen. Einer schluckt sie vielleicht hinunter. Das kann eine Zeit lang gut gehen. Vielleicht lässt man die schlechte Laune auch an anderen Leuten aus. Das geht sicher nicht so lange gut. Oder man gibt die Energie dort zurück, wo man sich vielleicht ein anderes mal welche holen will - bei Mutter Erde.

Wie die meisten Menschen habe auch ich hin und wieder ganz schlechte Laune. Wenn ich nach einem solchen Tag nach Hause komme, möchte ich aber keinen Ärger mit in die Wohnung nehmen. Also muss ich ihn irgendwie loswerden. Für mich habe ich da eine gute Lösung gefunden. Meine Energie schenke ich Mutter Erde.


Weg damit...
Am besten funktioniert das "Loswerden" überall dort, wo es noch ein wenig Natur gibt. Für Stadthexen wird das vielleicht in einem begrünten Innenhof sein, da es in einem öffentlichen Park für manche Geschmäcker zu viele "Zuseher" gibt. Wer das Glück hat, weiter draußen zu wohnen oder über einen Garten zu verfügen, kann die Übung dort ausführen. Natürlich ist jeder Platz geeignet, ich finde es aber dort leichter, wo die Präsenz von Mutter Erde auch optisch leicht erfassbar ist.
Wenn die Gedanken noch im Kreis gehen, versuche ich mich bereits auf die folgende Übung einzustellen. Ich mache das immer mit einem kurzen Gespräch. Dabei kann man seine Gedanken schon etwas ordnen und Abstand gewinnen. Bei mir sieht es in etwa so aus:

"Mutter Erde, ich möchte etwas loswerden. Der Tag war wirklich ein Schmarren. Alles Mögliche ist schiefgelaufen und jetzt mag ich mir nicht auch noch den Abend verderben lassen. Bitte hilf mir mit deiner Kraft, diese schlechte Energie los zu werden. Nimm du sie auf."

Für die eigentliche Übung stelle ich mich mit leicht geöffneten Beinen hin, um einen festen Stand zu haben. Die Augen sind zur besseren Konzentration geschlossen und der Mund leicht geöffnet, damit die Energie fließen kann.

"Große Mutter - die Energie, die ich zu tragen habe, ist für mich eine Last. Für dich ist sie nur Energie. Ich bitte dich, dass du die Energie, die ich dir gebe, aufbewahrst. Du wirst wissen, was damit zu tun ist."

Ich gehe von der Vorstellung aus, dass die Erde eine Art wieder aufladbare Batterie ist. Jede Energie, egal welche Qualität sie für uns Menschen hat, ist nur Energie für Sie. Mein Ärger, mein Grant, Zorn und Frust ist sogar ganz schön stark. Wenn ich diese Energie Mutter Erde zurückgebe, fühle ich mich leichter. Auf der anderen Seite gibt es aber vielleicht jemanden, der in genau demselben Augenblick einen Baum umarmt und ihn bittet, ihm etwas von seiner Kraft zu geben. Und voilà, ist sie bereits da. Der Energie-Kreislauf funktioniert in meiner Vorstellungswelt also besser, wenn ich Überschüssiges wieder zurückgebe. In diesem Fall habe ich sogar noch davon profitiert.

Mit geschlossenen Augen und geöffnetem Mund stehe ich also da. Ich versuche mir vorzustellen, wie meine schlechten Erfahrungen des Tages wie eine Staub- oder Schmutzschicht über mir liegen. Diese Schicht macht mich glanzlos und verschlossen. Vielleicht fangen einige von euch etwas an mit dem Begriff: Bad Vibes. Auch die schlechte Aura trifft ziemlich genau diesen Zustand. Nachdem das nicht mein Idealbild von mir ist, will ich diesen Panzer aus schlechter Energie loswerden.


Den Panzer abstreifen
Mit meinen Händen fahre ich - ein Stückchen vom Körper entfernt - vom Scheitel zu den Schultern. Meine Handflächen sind wie Baggerschaufeln, die die oberste Schicht abtragen. Spürst du, wie dein Kopf freier wird? Damit sich die Energie nicht in den Handflächen staut, schüttele ich sie ab, so wie man Wasser von den Händen abschüttelt. Dann geht es weiter: Die rechte Hand streift den linken Arm ab. Der Abstand zwischen Hand und Körperoberfläche beträgt ca. einen halben Zentimeter bis Zentimeter. Danach schüttle ich die Hand ab.
Stück für Stück wird so der ganze Körper von seinem Energiepanzer befreit. Nach den Armen ist der Rumpf dran, danach ein Bein nach dem anderen. Die Übung sieht für Außenstehende ein wenig seltsam aus. Darum mache ich sie gerne an Orten, wo ich mich unbeobachtet fühle. Du solltest auch vor Überraschungen halbwegs sicher sein. Die Übung mittendrin aus Verlegenheit abzubrechen, hinterlässt meist kein gutes Gefühl. Alles in allem solltest du dir zirka zehn Minuten für dich und dein Wohlbefinden nehmen. Mach die Übung in einem Tempo, in dem du die Veränderung wirklich fühlst. Zu "hudeln" bringt in dem Fall wirklich kein Ergebnis.

Du kannst den Prozess auch mit einer Visualisierung unterstützen. Während des Abstreifens versuche, dir das Ganze auch "anzusehen". Dein Köper wird überall zu strahlen beginnen, wo du bereits gearbeitet hast. Stell dir auch vor, wie die Energie aussieht, die du von den Händen abschüttelst. Bei mir ist sie wie dicke graue Batzen, die von meinen Händen fliegen. Wo sie auf die Erde treffen, werden sie sofort von ihr absorbiert. Gleichzeitig strömt über meine Beine neue Kraft in mich. Über die Fuß-Verbindung mit der Erde tanke ich neue Energie, die mich ruhig und stark macht. So geht eines mit dem anderen Hand in Hand. Außen befreie ich mich von einer Last und von innen strömt neue Kraft nach.


Ein kleines Dankeschön
Wenn ich mit dem ganzen Körper fertig bin, stehe ich wieder ruhig da. Ich bedanke mich bei Mutter Erde, dass ich meinen Ballast abwerfen durfte und sie ihn so großzügig aufnimmt. Bei jedem wird dieses kleine Dank-Sprücherl anders aussehen. Meines klingt ungefähr so:

"Mutter Erde, danke für alles was du mir gibst und was du von mir nimmst. Ich kann dir meine Sorgen geben, meine schlechte Laune und trotzdem nimmst du mich als dein Kind an. Deine Kraft ist groß. Lass mich daran teilhaben und stärke mich mit deinem Wissen, deiner Erfahrung und deiner Weisheit. Von dir lerne ich, was ich für mein Leben wissen muss. Wenn ich mich auf dich einlasse, komme ich mit mir und meiner Umwelt besser zurecht. Lass mich nicht vergessen, dass alles - auch ich - von dir kommt und zu dir wieder zurück geht. Danke für deine Hilfe."

Atme ein paar Mal tief durch, um die neue Kraft in dir zu spüren und öffne die Augen. Du wirst dich stark und um vieles besser fühlen. Zumindest ist das der Effekt, der bei mir auftritt.
Die Übung nützt sich im Laufe der Zeit nicht ab, du kannst sie also anwenden so oft du dich schlecht fühlst. Besser ist allerdings, du lässt es gar nicht so weit kommen. Sobald du merkst, dass sich im Laufe des Tages in dir etwas "zusammenbraut", halte kurz inne. Wenn man die Situation gleich analysiert, hat man sie oft schon gemeistert.

Aber ich habe noch einen anderen Tipp. Wenn du bis oben hin geladen bist, kannst du die Energie auch selbst transformieren. Geh in deine Wohnung oder dein Zimmer und räum mal auf. Sortiere dein Gewand, miste deinen Schreibtisch aus, sauge den Teppich, oder wasche Geschirr ab und mache zwei Ladungen Wäsche. Auch dabei vergeht die Wut, weil sie auf andere Weise abgebaut wird, und der Nebeneffekt einer sauberen Umgebung ist auf jeden Fall nicht zu unterschätzen. Der Dank gebührt in diesem Fall auch Mutter Erde, die dir offensichtlich die Weisheit gegeben hat, mit deinen Ressourcen klug umzugehen.


Dibe Yassi


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