Die Energie und ich  Teil 2
Nachdem ich im ersten Teil der persönlichen Energiearbeit das Zentrieren als eine meiner Grundlagen behandelt habe, ist es nun vielleicht an der Zeit noch einen Schritt weiter zu gehen.

Punkt zwei auf meiner Liste ist das bewusste Steuern des Energieflusses im und außerhalb des Körpers. Vor der Beschreibung weiterführender Übungen ist es mir sehr wichtig auf einige Punkte besonders hinzuweisen.


Sich selber einschätzen können

Bei allen Energieübungen ist es für mich unabdinglich, meinen Gesundheitszustand zu kennen. Bei schon ausgebildeten körperlichen Beschwerden (besonders Krankheiten, die bereits schulmedizinisch festzustellen sind oder medikamentös behandelt werden) ist besondere Umsicht geboten.
Meiner Erfahrung nach haben Krankheiten immer Auswirkungen auf die Energetik (sie entstehen für mich de facto aus energetischen Unausgewogenheiten) und lassen sich deshalb nicht von energetischen Geschehnissen isolieren. Manche meiner Probleme entstehen durch einen Energiemangel (diese werden sich dann möglicherweise durch meine Übungen bessern) andere aber entstehen durch einen Energieüberschuss oder -stau (diese werden dann möglicherweise von bestimmten Übungen verschlechtert). Bei Basisübungen, wie dem Zentrieren, zeigen sich ernsthafte Verschlechterungen des Befindens meiner Erfahrung nach selten bis nie. Trotzdem möchte ich nochmals auf die Eigenverantwortung zu sprechen kommen!
Niemand kann über meinen Körper und seine Befindlichkeiten so gut bescheid wissen, wie ich selber - so ist es für mich auch meine Verpflichtung, dieses Wissen als oberste Priorität an zu sehen. Dadurch lerne ich langsam zwischen Schmerz oder Unwohlsein als Warnung vor Gefahr oder als Hinweis auf Verbesserung meines Zustandes zu unterscheiden. Durch das Zentrieren beispielsweise ist es mir möglich, meinen Körper in seiner Ganzheit wahr zu nehmen. Langsam lerne ich die Reaktionen auf meine Aktionen zu verstehen und das bildet für mich eines der wichtigsten Werkzeuge. Denn es ist mir erst durch das Wissen um den "Normalzustand" möglich Veränderungen zu bemerken. Erst wenn ich sie bemerke, kann ich sie einordnen und somit sinnvoll mit diesen umgehen.


Fluss der Energie

Wie im Energiepool schon beschrieben, folgt meiner Erfahrung nach, Energie der Aufmerksamkeit und damit besonders der bewussten Atmung. Wenn ich also meinen Atem bewusst an eine bestimmte Stelle lenke, dann bildet sich an dieser Stelle nach einiger Zeit ein verstärkter Energiefluss aus. Das ist für mich zum Beispiel auch einer der Gründe, warum Schmerz durch Atmung verstärkt oder vermindert werden kann. Daraus folgt, dass ich bei einem Überschuss an Energie sicher nicht noch mehr davon an einen bestimmten Punkt lenken. Als Beispiel: Bei hohem Blutdruck oder Beklemmungsgefühlen in der Brust, sammle ich sicher NICHT noch mehr Energie im Oberkörper.


Wärmeübung

Nach der Zentrierung stelle ich mich wieder in die Ausgangsposition (Reiterstand) und atme einige Male in das bereits gefundene Zentrum meines Körpers. Danach erscheint es mir sehr sinnvoll, bei den Füssen zu beginnen (die Fußsohlen-Atmung beherrsche ich ja bereits) und langsam nach oben zu "wandern". Die Energie, die ich durch meine Lungen und durch meine Fußsohlen in den Körper bringe speichere ich dabei aber nicht in meiner Mitte, sondern fülle mich in meiner Gesamtheit damit auf. Dabei wird ein Gefühl der Wärme, des "Belebt seins", ein Kribbeln oder Pulsieren dem, durch die Atmung vorgezeichneten, Weg folgen.
Wie schon erwähnt, kann es möglich sein, dass sich eine mehr oder weniger unangenehme Unruhe breit macht, je höher der Energiepegel ansteigt. In diesem Falle breche ich die Übung nicht einfach ab, sondern lenke meine Aufmerksamkeit wieder in meine Mitte. Sollte sich der Zustand dann nicht ändern, lasse ich Energie abfließen (wie im ersten Teil beschrieben).
So ist es mit der Zeit möglich, meinen ganzen Körper mit Energie zu füllen.
Sobald das erreicht ist, kann ich damit beginnen, dieses Potential in bestimmten Körperregionen zu konzentrieren. Dabei werden sich bestimmte Empfindungen und Sinneseindrücke einstellen; Regionen in denen sich die Energie sammelt, können "größer werden", die Farbe ändern, ein Gefühl von Druck oder Schmerz verursachen oder ähnliches.
Wichtig ist nur, dass ich vor Beendigung jeder Übung wieder in mein Zentrum zurückkehre, den Fluss normalisiere und überschüssige Energie abgebe.


Innen und außen

Natürlich ist es auch möglich, diese Energie nach außen fließen zu lassen. Auch hier wieder einer meiner Grundsätze.

Energiearbeit nach außen mache ich niemals ungefragt. Sollte ich mit einem Lebewesen in energetischen Kontakt treten, dann ist es unerlässlich vorher dessen Einwilligung zu haben. Alles andere sehe ich persönlich als Vergewaltigung an, auch wenn noch so gute Absichten dahinter stecken! Das gilt für mich für jegliche Art von Lebewesen. Energie kann für "Heilungszwecke" eingesetzt werden, aber auch nicht autorisierte Hilfe zur (Selbst-) Heilung fällt für mich unter diesen Grundsatz.
Eine Möglichkeit der Erweiterung der persönlichen Energiearbeit nach außen ist die Übung


Der Ball

Nach Zentrierung und Lenkung der Energie in die Hände, reibe ich die Handflächen aneinander. Langsam ziehe ich diese dann auseinander und lasse dabei die angestaute Energie nach außen, in den Raum zwischen den Handflächen, fließen. Je mehr Energie sich dabei ansammelt, desto weiter bewege ich die Hände auseinander - ungefähr bis zum Durchmesser eines Fußballs. Vielleicht sehe ich diesen Ball, vielleicht fühle ich ihn oder vielleicht weiß ich einfach, dass er da ist...
Auf diese Weise ist es möglich, Energie weiter zu geben. Ich kann damit beispielsweise Objekte aufladen (Nahrung energetisieren), Partnerübungen machen oder ähnliches.
Wenn ich diesen Ball zu Übungszwecken entstehen lasse, dann stelle ich die darin enthaltene Energie entweder (bei Bedarf) der Erde zur Verfügung oder ich "sauge" ihn wieder in mich selbst zurück. Aber ich bin angehalten aktiv etwas mit dieser Energie zu tun - mache ich das nicht, hat das meiner Erfahrung nach meistens Auswirkungen auf mein persönliches Energiesystem...


Anufa


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