Die Eibe singt die Runen

Duke Meyer, DER Eibensang, hat außer Musik – die er mit den Singvøgel schon vielfach nach Österreich gebracht hat – auch Runen im Gepäck.

Nie wieder wollte ich irgendwelche Veranstaltungen organisieren, aber weil mich Runen immer schon interessiert aber nie wirklich erreicht haben - und ich natürlich auch mal wieder mit dem Herrn Eibensang fachsimpeln wollte – fing ich bei Dukes „organisiere Dir ein Runenseminar“ Idee tatsächlich an, darüber nachzudenken. Da ich relativ einfach Zugang zu einem passenden Raum habe (und sich meine Organisiererei damit auch schon erledigt hatte) kamen wir in kleiner und bunt zusammengewürfelter Runde in den Genuss, diese RunenReise antreten zu können.


Bild: Eibensang in der Theorie

Ein bisschen Theorie zu Beginn

... damit wir wussten, womit wir es genau zu bekommen würden. Das ältere Futhark, wie es in Benamsung und Reihenfolge historisch belegt ist.
Kurz kam auch zur Sprache, dass Runen gerade durch die Nationalsozialisten in ein schräges Licht gerückt wurden und welche „Irrtümer“ sich deshalb bis heute erhalten haben. Mein persönliches Lieblingsthema ist ja in dieser Hinsicht das vielzitierte Runenyoga – eine Erfindung von Guido von Liszt. Dieses Beispiel belegt für mich immer wieder sehr deutlich, wie „Geschichte“ gemacht werden kann. Viele Leute, die diese Übungen heute praktizieren haben keinen blassen Schimmer, dass sich jemand (noch dazu jemand mit eher zweifelhaften Motiven unter definitiv zweifelhaftem Zeitgeist) ebendiese aus den Fingern gesogen hatte. Ganz davon zu schweigen, dass für jemandem mit magischem Weltbild verständlich sein sollte, dass sich Zeit, Gesinnung und Hintergrund des Erschaffers immer auch in dessen Werk manifestieren (umso mehr es sich um Einstellungen handelte, die ganz sicher nicht vermuten lassen, dass der Erschaffer sich und seine Sichtweisen wissentlich und willentlich heraushalten wollte). Aber nun genug der Theorie und ab in die Praxis …


Bild: Eibensang bei der Arbeit

Runen – erarbeitet

Ich persönlich war, ob der sehr gemischten Gruppe, sehr gespannt wie es Duke gelingen würde, ein für jeden griffiges Konzept auf die Beine zu stellen.

Freyrs Ætt, die Acht der Schöpfung, fand jeder für sich durch Bewegung, Getöns – also schlichtweg Tun! Als Teamwork konnten wir dabei die Kenaz erfahren und viel Spaß hatten wir mit der Wunjo … jede einzelne Rune erlebten wir durch einen Chant, der uns quasi die Energie ganz unmittelbar erfahren ließ. Dazu gab es dann auch noch einige passende Körpererfahrungen. Alles in allem eher erdig und bodenständig.
Hels Ætt, die Acht der Erkenntnis, machte uns Eibensang in einer geführten Trancereise zugänglich. Naturgemäß ist das etwas schwieriger zu beschreiben, weil jeder seinen eigenen Weg nahm und seine eigene Landschaft als Bühne benutzte. Durch die gekonnte Anleitung war es auch den Neulingen möglich ihre Erfahrungen zu machen, wobei aber auch die Meditationserfahreneren keineswegs zu kurz kamen.
Die dritte Reihe, Tyrs Ætt, die Acht des Tuns und Lassens, dreht sich um grundlegende Aspekte des Menschseins und somit war die Idee, genau diese Runen quasi in „Gruppenarbeit“ schauspielerisch umzusetzen, mehr als gelungen. Wir konnten die unterschiedlichen Aspekte eines Runenpaares zuerst in unserer Gruppe diskutieren, um sie dann möglichst umfassend, punktgenau, treffend, und, und, und umzusetzen. Wieder ein großer Spaß für alle und der war sogar für Runenkundige mit der einen oder anderen neuen Erkenntnis gewürzt!!


Runen in der Mache

Die ganze Zeit spielte auch eines seiner handgemachten Runensets eine wichtige Rolle, beim Austüfteln der Arbeitpaarungen, der Gruppen und überhaupt ganz generell um mal ein wenig „Fühlung“ aufnehmen zu können. Wer wollte konnte sich in bereitgestellten Heften Notizen machen und Wolf (einer der Teilnehmer) filmte ein wenig mit, damit ich auch Fotos in diesen Artikel einbauen konnte.

Als Zusammenfassung kann ich einen Teilnehmer zitieren:

„Ich kann mir schon vorstellen, jetzt mit den Runen was anzufangen! Mit Tarot konnte ich ja nie, weil mir Bilder nix sagen aber jetzt habe ich so einen körperlichen Zugang, hab´ was erlebt und das sagt mir viel mehr.“

Selber sag´ ich:
Seit ich mich in der Heidenszene rumtreibe, also seit mittlerweile 32 Jahren, habe ich mich durch etliche Runenbücher gelesen, habe so einige Vorträge darüber besucht, auch einige Workshops und nie hat es „gegriffen“, das Arbeiten mit den Runen. Ich bin halt der „Tarottyp“ – aber jetzt kann ich obiges Zitat für mich ein bisschen abändern. Ich kriege seit neuestem Bilder bei Runen und zwar diejenigen, die wir beim Workshop mit Eibensang gemeinsam gemalt haben!

Vielen Dank, Herr Eibensang ...


Anufa


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