The Pagan Piper Project

Am 1. Dezember 2012 treten 8 Personen mit Singstimme ausgerüstet mit 2 Gitarren, 1 Flöte, 1 Geige, 1 Akkordeon, 2-4 Percussion-Einheiten zum ersten Mal im eigenen Konzert, der Albumpräsentation „The Turning of the Wheel“, in der „The Golden Harp“ auf.

Wunder geschehen ...

Umrahmt mit Szenen eines mystischen Theaters, werden die Zuschauer durch die musikalische Interpretation der 8 Jahreskreisfeste geführt. Diese Zeitreise durch einen Jahreszyklus der heidnischen Art hatte einen langen Schaffensursprung, in dem das Unmögliche möglich wurde.www.paganpiper.com

Wer kennt das nicht? Kind übt fleißig, Jahr um Jahr, am Klavier. Kind will in einer Band spielen. Die Erwachsenen sagen: „Nein, das geht nicht, da musst Du noch mehr üben.“ Kind übt weiter, spielt nach 10 Jahren den Hummelflug von Rimski-Korsakow im Originaltempo. Kind will dann endlich in Band spielen. Die Erwachsenen sagen: „Nein das geht jetzt nun auch nicht, weil von der Klassik kann man nicht mehr auf Pop umlernen.“ Kind hört zum Üben auf. Das erlernte Können schwindet auf Null.

In irgendeinem ähnlichen Kontext haben viele das so erlebt. Die Träume sterben, denn man glaubt, man kann die verlorene Zeit nicht mehr nachholen. Man glaubt, man kann den Anforderungen nicht entsprechen.

Dann vergehen 10, 15, vielleicht noch mehr Jahre. Das bereits erwachsene Kind begann im Laufe der Zeit, sich für das Heidentum zu interessieren und fand in diesem Gesellschaftskreis Freunde, Lebenspartner, die eigene Familie. Ein Wandel in allen Bereichen entsteht, das eigene Leben wird neu geordnet. Neue Möglichkeiten auf allen Ebenen eröffnen sich. Auch in einem alten Traum. Denn da sagt nun einer: „Wir gründen eine Band mit jeder/m, der/die will, auch wenn er/sie bisher glaubte, nicht zu können.“ Herb Sinus ruft das Pagan Piper Project ins Leben, eine Laienband, die  9 Songs zu den 8 Jahreskreisfesten interpretiert und in weiterer Folge eigene Liedkreationen ins Leben rufen wird.Voraussetzungen des Könnens: Keine. Nur Lernbereitschaft und Lernwille. Sonstige Voraussetzungen: Der Wille, Musik zu schaffen und neben der Musik auch Organisatorisches beizutragen.

Eine bunte Gruppe verschiedenster Persönlichkeiten aus der heidnischen Szene startet das Projekt. Mit gekonnter Unterstützung von Herb Sinus gelingen die ersten Lieder bereits in der ersten Probe. Langsam tastet sich jeder in seinen Talenten voran. Songs werden neu arrangiert, an das sich ständig veränderte Können jedes Bandmitglieds angepasst. Und langsam, aber doch überraschend, werden die Songs komplexer, vielfältiger, gewiefter. Und einige Gastauftritte bei verschiedenen Events geschehen.

Natürlich, wie so oft, wenn verschiedene Menschen zusammenarbeiten, gibt es alsbald individuelle Schwierigkeiten. Verändernde Lebenssituationen ermöglichen für manche die Zeit des Probens nicht mehr, oder andere kommen mit der Teamkonstellation nicht klar. Es gibt Auseinandersetzungen, es gibt Neueinstiege, es gibt Austritte. Dann eine lange Durststrecke auf der Suche nach Personen für die Percussion. Doch 6 Personen der Gründungsmitglieder halten eisern durch, üben weiter. 2 neue Zugänge bereichern das Team. Und Wunder geschehen.....

Ein Mitglied erlernt in kürzester Zeit zur Überraschung aller die Geige.

Trotz Babyboom und dank der unvergleichlichen Kinderfreundlichkeit der Band, kann ein weiteres Mitglied mit Baby und später Kleinkind kontinuierlich weiterproben.

Ein Bandmitglied malt ein komplexes Meisterwerk der 8 Jahreskreise für das Album und erlernt in kürzester Zeit Homepagedesign.

Ein Großteil des Teams und potentiell interessierte Heiden für die Band besuchen gemeinsam einen Percussionworkshop und nehmen neue Rollen in der Band auf.

Trotz stressiger Jobs, geringer Freizeit, langer Anreise zum Probetermin, wird weitergemacht.

Und das Album ist beendet. Die CD gepresst, der Konzerttermin naht in großen Schritten.

Kommt und schaut am 1. Dezember, was nach 3 Jahren intensiver Arbeit vollbracht wird!

Sa 01.12., ab 19:30h
The Golden Harp
Erdbergstraße 27
1030 Wien

Nachher wird es weitergehen: Nun bereiten wir schon einen neuen Zyklus an heidnischen Chants vor. Auch bisher noch nie vertonte Chants, die Dank der intensiven Recherche einer Heidin außerhalb der Band entdeckt wurden, werden zum ersten Mal gespielt. Zum ersten Mal wird frei improvisiert.

Als ich vor 10 Jahren das Heidentum langsam kennenlernte, lebte  ich in einer Welt der festen Zuordnungen. Man hat das und das zu machen, um das zu sein. Und das, was man ist, ist man dann.

Im Heidentum lernte ich, dass die Welt nicht aus starren Zuordnungen und Mustern bestehen muss. Der erste Riss in diesem Schema lag im Thema Religionen und Weltanschauungen. Es gibt mehr als nur eine Möglichkeit, die Welt zu sehen. Man muss nicht das sein, was man bisher geworden ist. Man kann revidieren. Umdenken. Neu gestalten.

Natürlich braucht es dafür einen Prozess. Und dieser Prozess mag vielleicht Jahre dauern. Doch in der Reise selbst steckt das Abenteuer. Rigide Zuordnungen lösen sich auf. Kategorien werden weniger wichtig.

Natürlich stimmt das nicht ganz so. Auch im heidnischen Bereich verfallen wir manchmal in Kategorien, in rigiden Zuordnungen. Ich bemerke, wie es so manchen passiert, ich ertappe mich selbst dabei, wie das immer wieder mir passiert. In so einem Fall ist die Auseinandersetzung mit anderen Menschen anderer Anschauung Goldes Wert. In einem ständigen Austausch verschiedenster Persönlichkeiten, kann jeder seine eigenen Grenzen erkennen und überwinden, bzw. auch wieder auf neue Grenzen stoßen. Das klingt anstrengend, aber wenn ich bedenke: Hätte ich es mir vor 15 Jahren in meinem damaligen Weltkonstrukt bequem gemacht, würde mir das Leben heute noch gefallen? In meinem Fall: Nein.

Und vermutlich hätte ich es nie gewagt, einen Kindheitstraum wiederzubeleben.


Nordana


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